Wie Twitter mein Leben beeinflusst

Ja, Twitter, sage ich immer, wenn einer fragt, liebt man oder man kann damit nichts anfangen. Überreden zur Nutzung hat da gar keinen Sinn.

Heute habe ich mal darüber nachgedacht, was sich bei mir durch Twitter im Alltag so verändert hat, und kam auf folgende Punkte:

-Ich weiß, dass ein „Fummelbrett“ nichts mit einer Bettkante zu tun hat.

-Ich habe dank einiger geposteter Fotos sogar eins gebaut.

-Ich werde über Internet von meinem Mädchen dazu aufgefordert, ins Bett zu kommen.

-Von anderen Usern dann auch.

-Ich weiß jetzt, dass das, was ich schreibe, auch für andere manchmal interessant ist.

-Aber bei Weitem nicht immer.

-Ich bin nicht der hoffnungsloseste Psycho, für den ich mich zeitweise hielt. Andere sind noch viel schlimmer.

-Ein HashTag fällt nicht unter das Betäubungsmittel-Gesetz.

-RL heißt nicht immer „Rundum-Licht“ laut StVO.

-Ich lese Artikel im Handelsblatt.

-Ich fahre zu wildfremden Leuten und verkaufe ihnen meine Kaffeevorräte.

-Wenn ich über mehrere Tage kein Twitter nutzen kann, bin ich entsetzt, weil ich Nachrichten „erst“ aus dem TV oder dem Radio erfahre.

-Wenn die Kollegen gebannt vor der Tagesschau sitzen und Nachrichten für neu halten, kann ich oft noch gelangweilt „einen draufsetzen“.

-„vllt“, „RT“ und „OMG“ sind das neue Steno.

– Angie ist ne Knackwurst.

-Ich habe jetzt eine Ahnung davon, wer wirklich regiert.

-und etwas Angst davor, weil der größte Teil der Bevölkerung es nicht weiß.

-Ich habe nicht nur eine Meinung zu StreetView, Privatisierung, ELENA und Vorratsdatenspeicherung, sondern ich weiß auch, worauf ich mir die Meinung gebildet habe.

-Die „BILD“ sagt mir nämlich nicht mehr, was meine Meinung ist.

-Ich komme kaum noch zur Hausarbeit, weil ich ständig beim TweetDeck- Zirpen zum PC stürme, um die TL zu kontrollieren.

-Ich bin auf den Blog gekommen.

-Ich habe Twitter- Menschen im „RL“ mit lustigen Frisuren, interessanten Hobbys und seltsamen Handarbeitsideen kennengelernt.

-Ich erfahre nicht nur, wer gerade in der BL ein Tor geschossen hat, sondern auch fast in Echtzeit, wenn in Neuseeland die Erde bebt, Guido heiratet und @screenOrigami ein Loch im Socken findet. Wobei ich nicht sicher bin, was jetzt am wichtigsten für mich ist.

-Ich kenne jetzt ein Haus, in dem es eine Softdrink-Flat, esotherische Videoinstallation vor der Pinkelrinne und einen Keller mit Star Treck- Freaks gibt.

Und das wichtigste:

– Ich bin nie wieder allein. Da draußen sind echte Menschen. Danke, Follower.

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Über firefox05c

Firefighter, Kittyowner, Bagpipeplayer. Querulant. Manchmal bissig, aber im Großen und Ganzen handzahm. Die Themen hier: Feuerwehr - Rettungsdienst - Alltag .
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