Arbeitsgerät: Die Venen- Lanze

Aufklärung für Nicht- Rettungsdienstler

„Jetzt geht es mir schon so schlecht, da kommt der Krankenfahrer noch mit so’nem Zachel an!“

Ja, es kann schon etwas erschrecken, wenn man so eine Venen- Verweil- Kanüle zum ersten Mal sieht. Dabei ist die eigentlich gar nicht so schlimm.

Und weil hier auch viele Nicht-Retter lesen, dachte ich mir, ich erkläre die Verweilkanüle mal.

Das Ding wird nämlich nicht einfach bis zum Anschlag reingerammt und festgetüdelt:

Hohlnadel in Plastikschlauch

Nachdem die Spitze der Kanüle in die Vene geschoben wurde, wird die in einem Kunststoff- Tubus liegende Hohlnadel wieder herausgezogen, bevor dann der verbleibende Plastikschlauch (für Allergiker: Latexfrei) bis zur endgültigen Position geschoben wird. Dieser Schlauch ist im Gegensatz zur Nadel flexibel und kann die Vene beim Bewegen der Hand oder des Armes nicht verletzen. Die Kanülen gibt es in verschiedenen Größen, von Zahnarztspritze bis Ofenrohr. Zur schnellen Unterscheidung sind sie farblich codiert: Der Patient hört also vom Rettungsdienst nicht ein umständliches: „Bitte eine Venenverweilkanüle mit 1,3mm Durchmesser“, sondern nur ein kryptisches „Gimma ’ne grüne.“

Stichsicher verpackt

Die Nadel wird übrigens zum Unfallschutz durch eine Klammer, die im Ende der ganzen Konstruktion um die Nadel verbaut ist, geschützt: Beim Herausziehen der Metallnadel schnappt die Klammer über der Spitze zu, so dass sich niemand mehr daran verletzen kann. Der Rest, der nur noch aus Kunststoff besteht (und daher auch röntgenfähig ist), bleibt im Kunden. Am Ende des Aparillos kann dann eine Infusion angeschlossen und Medikamente durch den seitlichen Abgang eingespritzt werden.

Liebe Kinder: Seht ihr die Löchlein in den Flügeln der Kanüle? Dadurch kann man die Kanüle auch festnähen, wenn ihr nicht still haltet! Aber eigentlich wird der venöse Zugang, wie die Kanüle im Fachchinesisch genannt wird, nur in Ausnahmefällen vernäht.

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Über firefox05c

Firefighter, Kittyowner, Bagpipeplayer. Querulant. Manchmal bissig, aber im Großen und Ganzen handzahm. Die Themen hier: Feuerwehr - Rettungsdienst - Alltag .
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27 Antworten zu Arbeitsgerät: Die Venen- Lanze

  1. Also ich habe ja schon viele Bezeichnungen für die Braunüle gehört, aber Venen-Lanze ist auch mir neu. Bin mal gespannt, wie der nächste Patient reagiert, wenn ich in meinen nicht vorhandenen Bart nuschele: „Ich muss ihnen jetzt noch ne Lanze schieben“ 🙂

    Und hätte ich wirklich etwas zum nähen auf dem Auto, könnte ich mir auch gut vorstellen, das Ding bei nicht so kooperativen Patienten fest zu nähen. Wehren tun sie sich so oder so, egal mit wie vielen Nadeln ich da komme 🙂

  2. rettungsdienstblog schreibt:

    Und die Farbe hast du auch richtig gewählt: Grün ist, wenn die Venen vorhanden sind, die Größe der Wahl. Rosa ist für Internisten und Mädchen 😛

  3. Ann-Kathrin schreibt:

    Wuuuaaaaah *grusel*
    Ich verdräng ja immer, dass das, was wir machen, auch bei Menschen geht 😉
    Danke für die Erklärung und Aufklärung!!!

    Sag mal, ich habe das letztens drüber nachgedacht:
    Wenn ihr zu einem Patienten im totalen Schockzustand kommt (rennt im Kreis rum, schreit rum, oder ist hektisch, hysterisch, panisch, heult, etc., oder so), und er will sich nicht von Euch behandeln lassen, „müsst Ihr“ ihn behandeln, oder „muss er“ sich behandeln lassen?

    Klar, kommt auf die Schwere der Verletzung etc. an. Aber sagen wir mal, Ihr seht, dass der schon „kurz vorm“ lebensbedrohlichen Zustand ist, und er möchte partout nicht behandelt werden (weil er Euch nicht mag, oder keine Spritzen, oder weil er Angst hat, oder mehr oder weniger aufgrund seiner Panik nicht so recht zurechenungsfähig). Müsst bzw. DÜRFT Ihr, obwohl der Patient sich wehrt? Oder müsstet Ihr (im blödesten Fall) einfach wieder gehen?

    *grübel*

    Liebe Grüße

    Ann-Kathrin

    • firefox05c schreibt:

      Wenn ein Patient objektiv die Folgen seiner Handlung /Verweigerung abschätzen kann, weil er z.B. aufgeklärt wurde (und auch alles verstanden hat!), hat er das Recht, eine Behandlung abzulehnen, z.B. bei einer größeren Verletzung. Wenn ein wehriger Patient uns beschimpft, bespuckt und anpöbelt, kann man schon mal in Versuchung kommen, einfach wieder abzufahren.
      Ist er aber aufgrund irgendeinem Umstand – dazu gehören auch ein Schock und Volltrunkenheit – nicht in der Lage, sein Handeln objektiv einzuschätzen, können wir zusammen mit einem Arzt auch Zwangsmassnahmen zu seinem Wohl treffen (über eine Ordnungsverfügung, die im Nachhinein von einem Richter bestätigt wird). Dass müssen wir sogar, sonst könnte man uns wegen unterlassener Hilfeleistung bzw. Fahrlässigkeit durch Unterlassen belangen.

      • Ann-Kathrin schreibt:

        Hey, danke für Deine Antwort!
        Jetzt bin ich auch darüber ausgeklärt 🙂

  4. chogaramirez schreibt:

    Heißen die Dinger nicht auch Flexüle oder Braunüle? Habe beide Begriffe dafür schon gehört.
    Ich mag die Dinger jedenfalls nicht. Auch wenn der Schlauch in der Vene beweglich ist, tut es mir immer weh. Kein richtiger Schmerz, sondern eher eine Art Druck. Mag ich gar nicht. Und am schlimmsten sind dann die scharfen weißen Pflaster, mit denen das Ding festgeklebt wird. Davon bekomme ich immer Ausschlag. Blöde Allergie …

    • firefox05c schreibt:

      Es gibt auch Pflaster für Allergiker. Du solltest dann bei Bedarf auf deine Allergie hinweisen, die Kliniken haben das Zeug oft vorrätig! 🙂

    • TheMaRv schreibt:

      Venenverweilkanüle wäre der absolut korrekt Ausdruck dafür, um mal deine Frage zu beantworten. 😉
      Braunüle oder Flexüle sind nur die Handelsnamen, die sich halt je nachdem wo die Firma oder das Krankenhaus einkauft eingebürgert haben. Das ist wie mit den Infusionen, bei den einen heißt es Sterofundin und beim anderen E153. Drin ist im Endeffekt das selbe. 😉

  5. notizbuchfragmente schreibt:

    Ich mag das Ding jetzt schon nicht …. 😦 Hoffentlich brauch ich das nie … Aber die Erklärung ist große Klasse (danke!) und bei dem „Liebe Kinder“ habe ich herzlich gelacht. 😉

  6. Anna schreibt:

    Ich weiss nicht warum immer wieder gesagt wird dass die Dinger nicht schmerzhaft sind.
    Mir jedenfalls haben sie jedes mal als ich sowas gekriegt habe (bisher 4mal im Krankenhaus) nach einiger Zeit schrecklich weh getan (nicht Druck sondern ein starkes Ziehen vom Ellbogen bis in den Mittelfinger) und ich hatte spätestens ein paar Stunden später einen blauen Fleck der von Mitte Oberarm bis über den Ellbogen gegangen ist.

    • firefox05c schreibt:

      Wenn sich bei dir ein blauer Fleck gebildet hat, wurde anscheinend nicht sauber in die Vene gestochen, sondern sie wurde entweder beim Einstich durch die Nadelspitze etwas aufgeschnitten (z.B., wenn sie leicht seitlich getroffen wurde) oder beim Punktieren kurz durchstoßen, wodurch sie gegenüber der Einstichstelle eine „Undichtigkeit“ bekam. Bei alten Leuten oder bei anatomischen Besonderheiten kann die Vene beim Anstechen auch schon mal etwas aufplatzen, auch die Bewegung in der Ellenbeuge kann den Einstich etwas weiten. In allen Fällen kommt es dann zu diesen Einblutungen – was aber nicht bedeutet, dass „der Stecher“ keine Ahnung hatte! 😉 Wenn man dann womöglich noch eine Gerinnungsstörung hat, kann so ein Fleck ganz schön groß werden.
      Das „Ziehen“ kommt dann wohl von der Venenreizung durch den Fremdkörper in der Ader. Das haben aber auch nicht alle Menschen.

  7. Ralf schreibt:

    Na ich hoffe mal dass ihr alle so ein Ding schon mal im Arm hattet. 😉
    Die werden nämlich auch bei der Blutspende verwendet.

    • rettungsdienstblog schreibt:

      Naja, bei der Blutspende sind deutlich dickere Nadeln im Einsatz, die auch nicht dazu gedacht sind für längere Zeit in der Vene zu verweilen, was ja bei diesen Viggos durchaus geplant ist.

      Und apropo Blutspende: Wenn, dann hoffentlich eine bezahlte Blutspende, denn die Organisationen machen mit dem Blut schliesslich auch Geld.

      Gruss
      RDBlog

    • notizbuchfragmente schreibt:

      OMG … Ich überleg mir das doch nochmal … Eigentlich möchte ich ja spenden, schon voll lange, aber … Ich bin doch so feige bei Schmerzen … 😦

      • ralf schreibt:

        Ich hab mehr Probleme mit dem Piks in die Fingerbeere als mit
        Venenlanze. Das Ding sieht zwar etwas böse aus tut aber eigentlich nicht weh.
        Auserdem bekommen die Leute von der Blutspende den Zugang nahezu immer im ersten Anlauf hin (sehr große Erfahrung), selbst im Krankenhaus klappt dass nicht immer so gut.

      • notizbuchfragmente schreibt:

        Ernsthaft? Die Fingerbeere kann ICH viel besser ab … Wie ist es, teilen wir? 😉

  8. Hauptstadtsani schreibt:

    „Venen-Lanze“. Klingt herrlich majestätisch, aber irgendwie nach ganz viel Aua!

  9. VS-Geheim-Blog-Leser schreibt:

    Und bei uns auf dem MAnV-Container sind alle Alu-Boxen mit „Viggo“ beschriftet…sind bei der letzten Überprüfung übrigens nur weiße und orange drauf gewesen, haben direkt mal ne Meldung geschrieben…

  10. Cashgirl schreibt:

    Hey, ein sehr informativer Artikel, auch ich habe bei dem ‚Liebe Kinder‘ geschmunzelt. Ich habe allerdings auch eine Frage (die auch von meiner eigenen, sehr starken Spritzenphobie herrührt) : Was machen RD’ler, wenn der Patient z.B. Medikamente benötigt, er aber Angst vor Nadeln hat oder sich aus anderen Gründen nicht anpieksen lässt? Einfach festhalten und reinstechen? Aber ist das dann nicht Körperverletzung? Im Grunde ist die Frage so ähnlich wie die von Ann-Kathrin, aber doch nicht ganz gleich. 😉 Würd mich über eine Antwort freuen, der Artikel ist ja nicht mehr der aktuellste… 😉
    Ps. Hab Deinen Blog ja schon über Twitter gelobt, aber nochmal vielen Dank und großen Respekt für Deinen Schreibstil! 🙂

    • firefox05c schreibt:

      Einige der Medikamente kann man auch oral geben, die Wirkung setzt dann nur etwas verzögert ein. Zu diesen Medikamenten gehört auch ein Beruhigungsmittel, das unserem Arzt zur Verfügung steht. Damit lässt sich ein Patient schon fast schlafen legen, bevor wir die Kanüle setzen.
      Wenn der Patient allerdings die Nadel aus anderen Gründen als Angst verweigert, z.B. weil er keine Medikamente möchte, und „voll Geschäftsfähig“ ist, also die Konsequenzen versteht, die der Arzt ihm dann erklärt, müssen wir seinen Willen respektieren.
      Bekommen wir keinen Zugang, weil der Patient etwa wegen eines Krampfanfalles oder sonstigen medizinischen Notfällen nicht still halten kann, müssen wir zur Abwendung einer Gefahr für seine Gesundheit (im vermuteten Einverständnis des Patienten) auch die notwendige Gewalt anwenden. Aber grundsätzlich hat natürlich jeder, der die Konsequenzen versteht, auch die freie Entscheidung. Dann ist Überredungskunst gefragt!
      Es passiert z.B. schon mal, dass ein Patient mit Atemnot die Sauerstoff- Maske verweigert. Dann müssen wir das Beste daraus machen…

  11. vollekannehoshi schreibt:

    Zynisch, dein letzter Nachsatz „für die Kinder“. Wer seine eigenen Lieben bei solchen Prozeduren schon einmal hat leiden sehen und trösten müssen, verkneift sich solche Witzigkeiten.

    • firefox05c schreibt:

      Wer aber schon mal dringend einen Zugang brauchte, um dem Kind z.B. lebenserhaltenden Volumenersatz, eine Narkose oder starke Schmerzmittel zu geben und mit Mühe und Not eine Kanüle hat legen können, wird alles tun, damit diese sicher am Platz bleibt. Und sei es bei Kleinkindern an der Schläfe, oder als „Knochennadel“ direkt in das Schienbein! (Dieses sind übrigens nicht nur theoretische Möglichkeiten, sondern ich habe sie selbst schon erlebt) Bei uns geht es schließlich nicht bloß um die Abnahme von Laborblut.
      Die „Drohung“ war übrigens eher ironisch für bestimmte „halberwachsene Kinder“ gemeint, die zwar eine riesen Klappe haben, aber sich beim Vorzeigen einer winzigen Nadel in die Hose machen.
      Wenn wir bei Kleinkindern nur schwierig einen Zugang bekommen, bekommt das Kind vorher auch schon mal etwas Dormicum in den Mund, dann bekommt es nicht so viel mit. Was muss, das muss. Wir pieksen nicht mangels Beschäftigungsmöglichkeiten.

  12. Gata66 schreibt:

    Warum wird im Rettungsdienst oder auch im Krankenhaus gern der Handrücken für Zugang genommen? Ich finde das ganz furchtbar, die tun so weh. Vor einer OP brauchte ich nen grösseren Zugang, die Anästhesieschwester bekam das erst nicht hin, bis sie dann in der Ellenbeuge fündig wurde, da blieb die grüne Viggo auch eine Woche liegen, da ich dann noch 6 Tage zweimal täglich Antibiotikum bekam. Die hat mich nicht gestört, es gab auch keine Probleme damit. Warum nicht gleich so? Ach ja, im Handgelenk wurde es auch versucht, ebenso scheusslich, ich sah aus wie ein Junkie.

    Momentan bekomme ich öfter Infusionen ambulant, die werden mit Butterfly in die Ellenbeuge gelegt.

    Wenn ich nochmal ins KH muss oder so, möchte ich den Zugang lieber in die Ellenbeuge haben, das empfinde ich am angenehmsten. Aber erst ne rosa Viggo in den Handrücken trümmern, nee, hatte ich ein paar Mal und das mag ich nicht wieder haben. Kann ich einfach nicht gut ab, entweder gibt eine gescheuert oder man kann mich vom Fussboden auflesen, ist auch beides möglich, und zwar in oben genannter Reihenfolge.

    • firefox05c schreibt:

      Für uns hat es mehrere Vorteile, einen Zugang in den Handrücken zu legen:
      Zum Ersten komme ich am Einsatzort oder im Rettungswagen besser an den Handrücken als an die Ellenbeuge heran. Zum Zweiten läuft eine Infusion sicherer durch einen mitten auf dem Handrücken liegende Vigo als durch eine in der Ellenbeuge, die oft vom Patienten angewinkelt wird und damit abknickt. Früher gab es auf den RTW sogar eine Armschiene, in die der Arm des Patienten eingeschnallt wurde, damit er ihn nicht mehr anwinkeln kann (auch aus den Zeiten, in denen die metallene Nadel noch im Arm verblieb). Drittens kann man sich „bei Bedarf“, also dann, wenn der erste Versuch fehl schlägt, nach und nach über die anderen brauchbaren Gefäße zur Ellenbeuge „hocharbeiten“, bis es klappt: Unterhalb einer bereits angestochenene Vene soll man aus verschiedenen Gründen keinen Zugang mehr legen. Mit einenem ersten, frustraten Versuch in der Ellenbeuge wäre der betreffende Arm sofort nicht mehr nutzbar für uns. Als letzter Grund fällt mir noch ein, dass „der Stecher“ die Gefäße an der Hand sehen kann, die er punktieren möchte. In der Ellenbeuge muss man sie oft erfühlen – auch, wenn sie dort fast immer an der gleichen Stelle verläuft.
      Auch das Handling der „nich anpacken!“- Stelle 😉 ist für den Patienten einfacher: Den Infusionsschlauch am Handrücken hat man bei den täglichen Bewegungen besser unter Kontrolle als den in der Ellenbeuge (z.B. beim An- und Ausziehen).
      Für mich im Rettungsdienst ist es (so wenig einfühlsam wie es klingt) wichtig, einen sicheren, gut handlebaren Zugang zu haben. Ob der Patient, den ich dadurch mit u.U. lebenswichtigen Medikamenten versorgen soll, die Zähne einmal etwas fester zusammenbeißen muss, kann ich dabei nicht immer berücksichtigen. Seine Gesundheit muss wichtiger sein.
      Die meisten meiner Patienten haben den Zugang auf dem Handrücken recht gut tolleriert, auch, wenn die Stelle dort empfindlicher ist, als die Ellenbeuge.
      Am Handgelenk steche ich übrigens aus Grund 2 sehr ungerne, da die Vigo dort noch schneller abgeknickt wird als in der Ellenbeuge – und auch mehr schmerzt.
      In einer Arztpraxis oder im Krankenhaus, in dem man alle Zeit der Welt hat, sind die übrigen Gründe wohl wichtiger.
      Eine Butterfly wird wohl auch deswegen öfter in die Ellenbeuge gelegt, da sie idR nur ambulant (für die Dauer einer einzelnen Infusion oder zum Laborblut abnehmen) verwendet wird. In der benötigten, kurzen Zeit kann man vom Patienten schon eher verlangen, dass er den Arm gerade und ruhig hält, so dass einige der obigen Gründe wegfallen.
      Was deine bevorzugte Punktionsstelle angeht: Natürlich kannst du das verlangen. Der Wunsch sollte dann auch nach Möglichkeit befolgt werden, wenn nicht etwas Handfestes dagegen spricht – sonst ist man als Anwender ganz schnell im Bereich der Körperverletzung. Noch ein Tipp: Eine gute Fachkraft wird es gerne bei seiner Entscheidung über die Punktionsstelle berücksichtigen, wenn du erzählst, dass eine bestimmte Stelle, z.B. am Handrücken, zwar toll aussieht, aber in der Vergangenheit schon mehrere Versuche dort gescheitert sind und eine andere Stelle (vielleicht die Ellenbeuge? 😉 ) erfolgversprechender ist. Man will den Patienten ja auch nicht unnötig pisaken …

      • Gata66 schreibt:

        hallo Firefox,

        danke für Deine ausführliche Antwort.

        ich habe am Handrücken sehr feine, dünne Venen. vor vielen Jahren hatte ich einen Asthmaanfall und somit den Rettungsdienst zuhause, da hatte ich das erste Mal das „Vergnügen“ nen Zugang in den Handrücken zu bekommen, Gut, da das ja eine Notfallsituation war, kann ich es noch nachvollziehen.

        Auch dass es Mist ist, wenn es nicht klappt in der Ellbeuge und dann der Arm nicht mehr genutzt werden kann. Das wusste ich nicht. Es ist auch schon paarmal vorgekommen, dass die Ellbogenvene beim Blut abnehmen nicht wollte und sich versteckt hat. Meistens sind die aber die bei mir am besten zugänglichen Venen. Morgen gibt es wieder eine Infusion.

        Im Krankenhaus in der Notaufnahme und nach der OP ein paar Tage später zum Blut abnehmen, meine Arme waren grün und blau gestochen, da nahm der Arzt gleich den Handrücken zum Blut abnehmen. Ich habe auch schon ambulant eine Infusion mit Butterfly in den Handrücken verpasst bekommen. Ist beides scheisse im Handrücken. Sicher kann ich es verstehen, warum das in denen von Dir geschilderten Situationen besser ist, Angst hab ich trotzdem

        Es klappte zwar auf Anhieb, ich bin nur total schissig bei dieser Stelle und dann wird mir ziemlich übel und kodderig.

        Wie geht Ihr denn mit so schissigen Patienten wie mir um? Ich bin ja nicht unkooperativ, ich will ja, dass mir geholfen wird.

      • firefox05c schreibt:

        Ablenkung hilft meist. Außerdem sollte man sich als „Anwender“ bemühen, möglichst schnell zu stechen. Dann tut es auch nicht so weh. 😉
        Die blauen Flecken entstehen übrigens nicht einfach (wie oft unterstellt) durch Unfähigkeit: Venen können auch bei korrekter Punktion platzen oder reißen, feine Adern rutschen auch schnell mal weg. Wenn dann Blut ins Gewebe ausläuft, gibts eben den blauen Fleck…

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