Und dann war da noch…

…der Patient, der schon vor mehreren Tagen einen Schlaganfall hatte und seit dem im Bett lag.

Die Kollegen, die vom einen Stock höher wohnenden Sohn gerufen wurden, behandelten den im entsprechenden hygienischen Zustand befindlichen Patienten und fanden neben dem Kopfkissen- einen .38er Revolver!

Diesen schob ein Kollege erst einmal unauffällig außer Reichweite. Als später der Sohn in der Wohnung auftauchte, klärte sich die Sache recht seltsam auf:

„Das ist meiner. Den habe ich Papa extra hingelegt, und ihm gesagt, dass er schießen soll, wenn was dringendes ist. Das höre ich dann oben garantiert!“

Was ein tagelang vor sich hin vegetierender alter Mann, der sich wegen seinem Schlaganfall kaum noch rühren kann, sonst noch so für Ideen hat, was er mit dem Ding so anstellen könnte, möchte ich mir garnicht ausmalen…

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Über firefox05c

Firefighter, Kittyowner, Bagpipeplayer. Querulant. Manchmal bissig, aber im Großen und Ganzen handzahm. Die Themen hier: Feuerwehr - Rettungsdienst - Alltag .
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11 Antworten zu Und dann war da noch…

  1. Martin D. schreibt:

    mmh.. ist wahrscheinlich lustiger gemeint als es rüberkommt.

    • firefox05c schreibt:

      Ich glaube, die Kollegen fanden das überhaupt nicht lustig. Zumindest nicht beim direkten Geschehen.
      Allerdings kann man an diesem Einsatz gut sehen, wie sorglos und selbstverständlich gewisse Kreise mit (illegalen) Waffen umgehen!
      -In diesem Blog ist auch nicht alles immer lustig gemeint.

  2. Ist natürlich auch wesentlich einfacher und billiger, mit einem Revolver die Wohnung kaputt zu schießen, damit der Sohn einen hört, anstatt eine Sprechanlage, ein Haustelefon, Babyfon oder was auch immer zu installieren 😉
    In diesem Sinne: Frohe Ostern!

  3. mARTina schreibt:

    Ich dachte zuerst ich befinde mich in einem Blog aus dem tiefsten Amerika oder du erzählst aus einem Film. Das ist wirklich sehr hart. Nachdem der Vater das Problem nicht mit dem Revolver gelöst hat kam dann doch mal der Gedanke, dass man dem auch mal helfen könnte. Da kann man nur hoffen, dass sich die Verrohung untereinander nicht noch mehr ausbreitet.
    Schöne Ostertage, Martina

    • firefox05c schreibt:

      Nun gut, er hat ja letztendlich wohl nicht erst schießen müssen, um Hilfe zu bekommen: Der Sohn hat nach 3 Tagen „Bettruhe“ wohl endlich eingesehen, dass nicht alles, was von alleine kommt, auch wieder von alleine geht… -Ich vermute, wenn der Vater einen Schuss abgefeuert hätte, wäre auch noch das Handgelenk verstaucht gewesen!

  4. opatios schreibt:

    Man könnte ihn wohl mit Platzpatronen laden, das gibt keine Löcher.
    Höchstens ein Knalltrauma. 😦
    (boah, echt, Ideen haben die Leut…)

  5. Vroni schreibt:

    Es ist ja auch schwierig, wenn man schon im gleichen Haus wohnt, zwischendurch mal nachzusehen, ob alles in Ordnung ist

  6. petrahannover schreibt:

    Na das ist ja echt mal ein starkes Stück, und vor allem ein recht eigenwilliger Gedanke. Und ich hab meiner Ma seinerzeit nach nem Schlaganfall ein Handy mit extra großen Tasten hingelegt (im Krankenhaus versteht sich). Hätte ich vielleicht mehr Einfallsreichtum haben sollen???

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