Fundstück: eindeutige Beschriftung

Ein sehr deutliche Hinweis auf einen Tor- Schalter:

Dass Feuerwehrler sich manchmal etwas begriffsstutzig geben, kommt ja schon mal vor. Aber die Beschriftung eines Brandschutz-Tores in einer Krankenwagen- Anfahrt verwirrt schon fast wieder.

Auf dem Tor steht zu lesen:

So. Und wo ist jetzt der Schalter? In einem Gehäuse? Brauche ich eine Leiter? Ist der Schalter sogar verdeckt, dass man ihn nicht sofort sieht?  Im Grunde auf Augenhöhe links neben dem Tor. Und weil die tolle Beschriftung auf dem Tor etwas verwirrend ist, hat es der Haustechniker dann am Schalter mal etwas eindeutiger gemacht:

Da isser. Mit Pfeil, Beschriftung und Funktionsbeschreibung.

Aha. Der rote Schalter da ist also der „Rote Schalter“, der auf dem Tor erwähnt wird. Und wenn ich den auf „Off“ drehe, ist der wohl aus. Soso. 😀

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Über firefox05c

Firefighter, Kittyowner, Bagpipeplayer. Querulant. Manchmal bissig, aber im Großen und Ganzen handzahm. Die Themen hier: Feuerwehr - Rettungsdienst - Alltag .
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8 Antworten zu Fundstück: eindeutige Beschriftung

  1. NK schreibt:

    Na das ist doch mal verständlich 🙂
    Die Beschriftung ist sogar sinnvoll: für Leute mit Rot-Grün-Schwäche (10% der Bevölkerung).

  2. notizbuchfragmente schreibt:

    Nice. Aber ich hab irgendwie Probleme bei der ersten Aufschrift [»Wenn das Schiebetor verschlossen wird …«]. Ich hoffe, das liegt an der Uhrzeit …

    • firefox05c schreibt:

      Warum und unter welchen Umständen (abgesehen von Feuer) das Tor verschlossen werden soll, weiß ich auch nicht. Bis jetzt war es – wenn ich dort war – rund um die Uhr geöffnet.Und „Ver“-schlossen sollte es eigentlich sowieso nicht werden: Es ist auch als Fluchtweg aus den angrenzenden Flur ausgeschildert!
      Allerdings fürchte ich, dass der Hinweis wirklich für den Fall des Ver- schließens gilt, denn nur in dem Fall hat es auch einen Sinn, die elektrische Toröffnung auszuschalten: Würde jemand den Öffnungsknopf bei verriegeltem Tor betätigen, ginge entweder das Getriebe kaputt, oder das Torschloss würde demoliert.
      Alles sehr seltsam…

      • firefox05c schreibt:

        Update: Ich habe mir die Stelle nochmal genauer angesehen. Das Tor dient nicht als Fluchtweg aus dem Gebäude, dieser führt durch den Flur an der Tür vorbei.

  3. Simon schreibt:

    Korrekt, Ist wirklich ein Hinweis auf den möglichen Verschluss des Tores. Ich sehe derlei Problematiken leider auch beruflich des öfteren. Hier wird eine Tür mit einem automatischen Antrieb ausgerüstet, die Tür (Schiebe oder Dreh ist da vollkommen egal) lässt sich zusätzlich noch manuell verschließen, und es wird kein Riegelschaltkontakt verbaut, der bei Auschluss des Schlossriegels die Stromzufuhr zum Antrieb unterbricht, um bei einem Verschluss möglichen Schaden bei einer versehentlichen Betätigung des Antriebs zu vermeiden. Weil der würde so lange gegen den Widerstand fahren bis er durchraucht…
    Warum wird also so ein Schalter dann nicht verbaut? Weil häufig diejenigen, die sich mit der Montage derartiger Antriebe befassen, auch nur das gerade mal hinbekommen, weil in der Planung immer wieder die zusätzlichen notwendigen Leitungen für den Kontakt vergessen werden. Und viele gar nicht wissen, dass es so was gibt… traurig genug.
    Es gibt viele Fachbetriebe, die sauber arbeiten und eine 1a Leistung hinlegen. Aber auch genug (meistens die günstigsten), die dann so #nen Sch…. produzieren.
    Was das ganze noch schlimmer macht: ein Weg mit einem sich wahrscheinlich (hoffentlich) automatisch schließenden Brandschutztor als Fluchtweg??????
    Ich brech‘ zusammen…

    • firefox05c schreibt:

      Nun, diese Tore sollen ja den Rauch auf einen bestimmten Bereich beschränken, in diesem Fall also die Krankenwagenhalle im Brandfall gegen das Gebäude abschließen. Daher müssen diese Tore, wenn sie nicht ständig zu sind, im Brandfall automatisch schließen, damit sich ein Brand oder der Rauch nicht ins Haus ausbreitet. Das wird durch einen Rauchmelder direkt vor und hinter dem Tor ausgelöst. Ist also völlig korekt. Beim Auslösen wird das Tor dann nur (meist durch Federkraft) mechanisch zugefahren, aber nicht verriegelt, so dass ein aus der Fahrzeughalle flüchtender (sofern er die Halle nicht durch eines der Außentore verlassen kann) das Tor wieder aufschieben könnte. Es würde dann allerdings hinter ihm wieder zufahren. Die gleiche Art Tore ist auch in großen Supermärkten oder Firmengebäuden verbaut (also nicht wie in einem Schiff, wo ein zugefahrenes Schott auch verriegelt wird). Der Antrieb sollte dann automatisch abgeschaltet oder ausgekuppelt werden, um ein elektrisches Auffahren zu vermeiden (z.B. durch einen Kurzschluss).
      Sollte IM Gebäude ein Notfall auftreten, dient das Tor als Fluchtweg. Ist nicht gerade der Flur hinter dem Tor verqualmt, wird der Schließmechanismus auch nicht ausgelöst, und das Tor ist offen.
      Der Hinweis auf dem Tor gilt also anscheinend nur für den Fall, dass jemand das Tor manuell zufährt und es zusätzlich verriegelt/ abschließt, denn nur in dem Fall könnte man es durch die (dann nicht abgeschaltete) Elektrik noch ansteuern. Und damit wäre der Fluchtweg zu.

      • Simon schreibt:

        Moin! Richtig wäre dennoch eine derartige Fehlbedienung durch einen Riegelschaltkontakt zu verhindern….weil als offizieller Fluchtweg darf er auf Grund der Verschließbarkeit eigentlich nicht herhalten..oder es muss sicher sein das nicht verschlossen werden kann. Definition Fluchtweg laut Gesetzgeber: „..mit einem handgriff in voller Breite zu öffnen…“ …dürfte hier dann wohl eher nicht funktionieren 😉
        Wäre schlimm wenn „Nachzügler“ durch einen bereits verrauchten Bereich der Beschilderung Notausgang folgen würden und sich dann plötzlich vor verschlossener Tür befänden (die irgendwer aus irgendwelchen Gründen im Vorfeld abgeschlossen hat…)

  4. souly schreibt:

    Erinnert mich spontan an den Chirurg in der Fahrzeughalle, der sonst immer dicke Eier hat, denn er hat ja mindestens mal 6 Jahre studiert… aber beim Betreten der Aufnahme nach dem heimlich Rauchen gehen drückt er jedes mal den ROTEN Knopf… wo drauf steht „BRANDSCHUTZTÜRE SCHLIESSEN“ und darunter noch ein laminierter Zettel „NICHT BETÄTIGEN!“ – anstatt dem 4 mal größeren silbernen Knopf, wo in Schriftgröße 200 geschrieben steht „TÜR ÖFFNEN“! Könnte jedes mal aus Frust den Kopp gegen die schwere Brandschutztür kloppen…. außerdem ist er sich dann zu fein, die Tür wieder aufzuziehen – und läuft dann einfach aussen rum!

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