Nachtrag: Postbote beißt jetzt um sich…

Am 21.01. beschwerte ich mich über den Zustand meiner „großen“ (alles über C6 – C5) Postsendungen. Per Mail, nicht per Briefsendung, denn wer weiß, wer den Wisch dann zustellt… Am 22.01. folgte dann ein Artikel , in dem ich mich ein wenig darüber ausheulte, und am 23.01. bekam ich eine Antwort der Post auf meine Mail, dass meine Beschwerde weitergeleitet wurde.

Und sie ist anscheinend tatsächlich angekommen, die Beschwerde. Denn heute (am 02.02.) kam nicht nur die Post, sondern es lag auch ein Scan meines Januar- Exemplares des Magazines, welches ich abonniert habe, im Kasten:

Scan des Magazines, das 3 Wochen vor der Beschwerde zugestellt wurde!

Einerseits zeigt mir das, dass der Postillion (ich setze jetzt mal voraus, dass der Scan von ihm ist) sich über meine Beschwerde ärgert. Das ist ja schon mal gut, denn er weiß nun, dass ich auch schon mal „Frust umverteile“.

Andererseits kommt mir da der Gedanke: Scannt der jetzt meine ganze Post? Und wann hat der mit dem Scannen eigentlich angefangen? Die gescannte Ausgabe lag schließlich schon 3 Wochen vor meiner Beschwerde in meinem Kasten! Stasi 2.0, oder wie darf ich mir das vorstellen?

Wenn man sich den Gedanken mal ausmalt: Er müsste dazu ja meine Post aussortieren und im Postverteiler- Zentrum (oder schlimmer: bei sich zu Hause, was eine Zustellungs- Verzögerung verursachen würde!) unter den Kopierer schieben, nur für den Fall, dass mal eine Beschwerde von mir kommt!

Zu seinem selbstgefälligen Auftreten würde das passen. Typen wie er fühlen sich oft als „Gartennazi der Geranien- SS“, die sich dazu berufen fühlen, alles in ihrem Umfeld zu überwachen und für das zu sorgen haben, was sie unter „Recht und Ordnung“ verstehen. Durch Überwachung, Denunziation und Einschüchterungsversuchen. Um sich wichtig zu fühlen. Oder so. Ist wohl sein persönlicher „Kleenex- Moment“. Macht der das eigentlich nur bei mir so? Oder bei allen, die ihn schon mal auf seine Berufsauffassung angesprochen haben? Oder gar bei jedem? Das würde dann auch erklären, warum er (seine eigene Aussage:) „keine Zeit für sowas (das Schonen der Sendungen) hat“. Er müsste ja einiges an Zeit für seine Scans und deren Archivierung aufwenden. Zeit, die ihm dann beim Austragen der Sendungen dann natürlich fehlt.

Na gut, soll er seine Datensammlung veranstalten. Solange nur er die Kopien der Umschläge erhält und ich die Ausdrucke bekomme, ist mir das egal und soll mir sogar recht sein: Denn sollte das der Fall sein, sägt er mit so einer Datensammlung an dem Ast, auf dem er seine Brötchen verdient. Und ich bekomme die Indizien dafür, und womöglich, wenn ich ihn dabei ertappe, wie er einen Scan einwirft, sogar einen Beweis. Ich kann mir nämlich nicht vorstellen, dass sein Arbeitgeber hiervon begeistert ist.

OK. Machen wir ein Spiel daraus… 😉

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Über firefox05c

Firefighter, Kittyowner, Bagpipeplayer. Querulant. Manchmal bissig, aber im Großen und Ganzen handzahm. Die Themen hier: Feuerwehr - Rettungsdienst - Alltag .
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8 Antworten zu Nachtrag: Postbote beißt jetzt um sich…

  1. Hermione schreibt:

    WTF?? 😯 So langsam wirds absurd… Bin gespannt, wie’s weitergeht!

    • firefox05c schreibt:

      Ich scheue mich nur davor, ihn abzupassen, um ihn heimlich beobachten zu können. Damit wäre ich etwa auf seinem Niveau. Andererseits hätte ich dann vielleicht sogar Beweise… Nicht so einfach, die Entscheidung…

  2. Bernd schreibt:

    Und was soll das Scannen bitte bringen?

    • firefox05c schreibt:

      Vielleicht möchte er mir damit sagen:
      1. Die Zeitung war in Ordnung (diese Ausgabe war sie es ja sogar!),
      2. Ich sammle schon länger Gegenbeweise,
      3. „Big Brother is watching you!“

      • Bernd schreibt:

        Toller Gegenbeweis, wenn er das nach dem Scannen beschädigt.
        So belastet er sich doppelt, denn der Schaden ist ja durch ihn entstanden und nicht schon beim Sortieren… Und natürlich ist seine Datensammlung auch minimal fragwürdig.

  3. Wolfram schreibt:

    Ich nehme mal unbedarft an, wenn du das dem Zustelldienst mitteilst, geht der Mann bald weniger zu Fuß…

    Ich habe vor drei Jahren hier mal einen Postler angesprochen, der sein Dienstfahrzeug auf dem Behindertenparkplatz vor einem großen Supermarkt abgestellt hatte. Der hat mich werweißwie angebrüllt in dem Einkaufszentrum, unter anderem in den Tönen „ich hab selbst einen behinderten Bruder, ich weiß, was das ist, und ich hab da nur drei Minuten gestanden [Lüge], und überhaupt, einer der nicht arbeitet, soll nicht einen, der arbeitet, von der Arbeit abhalten.“ Ich hab nun mal montags frei, was geht den das an? Ich habe also den Leiter des örtlichen Postamts angeschrieben, Foto vom Fahrzeug auf dem blauen Parkplatz beigefügt. Antwort bekommen, mit der Bitte um Entschuldigung, der Mitarbeiter hätte einen Rüffel bekommen.
    Zwei Monate später, anderer Supermarkt, Briefkasten am Eingang. Postauto auf dem Behindertenparkplatz. Selber Postler. Er dürfte das, das hätte ihm der Sicherheitsdienst des Supermarkts so gesagt. Ich spreche den Sicherheitsbeauftragten an, ob das zutrifft. Der sagt nein und geht raus, um dem Postler das noch mal zu erklären. Der regt sich so auf, daß er seine Kiste fallen läßt und 200 Briefe sich über den Parkplatz verteilen.
    Ich hab dann den Sicherheitschef (der sehr ärgerlich war über diesen Postler) über den Briefwechsel informiert und ihn gebeten, daß doch er diesmal den Postchef anspricht.
    Tja, seitdem fährt jemand anders dieses Postauto. Der Postler ist wohl Postler gewesen und wird es angesichts seines Alters (typisches Frührentnergesicht…) ziemlich schwer haben, wieder einen Job zu finden. Und es tut mir auch nicht leid; der Mann war schließlich vorgewarnt. Wer in Frankreich eine Stelle im Öffentlichen Dienst aufs Spiel setzt, hat es nicht besser verdient.

  4. WaPi schreibt:

    Vielleicht werden deine Daten auch gewinnbringend gesammelt:

    http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,812174,00.html

    • firefox05c schreibt:

      Dass die Post auch Daten verkauft, war vor einiger Zeit auch mal Thema einer Reportage: Dort wurden Daten, gefiltert nach Alter, Geschlecht, Wohnsituation, Familienstand, Einkommen und sogar Schulbildung zum Kauf angeboten. Wohl zum großen Teil Daten, die die Post von ihren Bankkunden erfahren und mit „dazugesammelten“ Daten von Versandhäusern usw. ergänzt hat. Erschreckend, was für Profile erstellt werden können, wenn man an sich „harmlose“ Daten zusammenführt.

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