Pimp my Hackenporsche

Einkaufstrolleys können auch Menschen unterhalb des halben Jahrhunderts das Nach-Hause-Schleppen der wöchentlichen Fressration enorm erleichtern. Die Dinger sind lange nicht mehr nur etwas für Omas. Aber wenn man nicht gerade im Erdgeschoss wohnt, wie bekommt man das vollgestopfte Zweirad dann in die Wohnung?

Natürlich gibt es Fahrstühle. Ich fand den nachträglichen Einbau dann aber nach ein paar Kostenvoranschlägen doch etwas übertrieben. Und es werden auf dem Markt ja auch Trolleys mit sechs Rädern angeboten, die man angeblich „einfach so“ die Treppen raufziehen kann. Nun stehen unsere Stufen aber nach vorne immer etwas über, wo dann auch bestimmt die Radkonstruktion jedesmal stocken würde. Ich entschied mich also mal wieder für die einfache Sache, also „das mit den Fähnchen“: Ein Tragegurt wurde nachgerüstet! Bestimmt gibt es sowas auch irgendwo zu kaufen. Aber ich denke, mit dem 18- Euro- Ding von eBay kann das dann preislich nicht mehr mithalten. 😉

Die Schlaufe wird zusätzlich noch mit der Naht an der Tasche vernäht

Aus meinem Fundus kramte ich also den Möbelpackergurt, den ich im Rettungsdienst ausgemustert hatte (ich benutzte ihn dort als Tragehilfe). Diesen führte ich einmal komplett unter der Trolleytasche durch, damit durch die spätere Belastung die Masse unten auf dem Gurt steht und nicht an den oberen Gurtnähten hängt (was bei unserem Billigteil unweigerlich zum Ausreißen geführt hätte), schnitt ihn passend ab und nähte in die Enden je einen Metallring. Anschließend nähte ich den Gurt mit der Hand erst an den unteren Kanten fest, damit er nicht verrutschte, und am oberen Taschenrand gab ich mit der Nähmaschine alles, was sie hergab. Sollte ja auch halten. Die Ringe kamen übrigens von einer Sporttasche, die mein Schatz ausmusterte, weil die Katze im Dunkeln wohl mal die Tasche mit ihrem Klo verwechselt hatte. Von der gleichen Tasche stammt auch der Schultergurt, den ich dann später anclipste. So ist die Tasche nicht ganz umsonst gestorben… Die ganze Aktion dauerte etwa 40 Minuten. Braucht man den Gurt nicht, kann man ihn auch auf der Rückseite zwischen Fahrgestell und Tasche verstecken.

Kommt man jetzt mit dem vollgepfropften Moped nach Hause, kann man den Trolley samt dem Fahrgestell, 12 Kilo Milch, dem Gemüsegedöhns und dem ganzen Rest einfach am kurzen Gurt über die Schulter nehmen und bequem hoch tragen. Also, mein Schatz. Dann braucht sie ihn nicht mehr unten im Flur stehen lassen, bis ich nach Hause komme, und kann ihn sofort auspacken. So ein bisschen habe ich ja auch an mich gedacht… 😉

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Über firefox05c

Firefighter, Kittyowner, Bagpipeplayer. Querulant. Manchmal bissig, aber im Großen und Ganzen handzahm. Die Themen hier: Feuerwehr - Rettungsdienst - Alltag .
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5 Antworten zu Pimp my Hackenporsche

  1. T K (@Sueder80) schreibt:

    Warum nicht aus Schlauch? 😀

    • firefox05c schreibt:

      Ginge bestimmt auch, wäre womöglich – da breiter und dicker – sogar tragfähiger. Aber es hätte nicht so gut ausgesehen. 😉

      • Lexy schreibt:

        So ein D-Schlauch hätte aber echt Stil gehabt 😉

        Bist du in deinem vorherigen Leben eigentlich Schneiderin gewesen?

      • firefox05c schreibt:

        Nein. Aber im vorherigen Leben musste ich mich als mittelalterlicher Henker ausserhalb der Städte selbst versorgen. – Soll ich dich mal besuchen kommen?

      • Lexy schreibt:

        Gerne, dann köpfen wir zusammen einen Mettigel 😉

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