Schwarze und weiße KiTas?

…möchte man meinen. Einige KiTas machen richtig Spaß, andere sind nur zum Erbrechen. Da würde man am Liebsten nur einen Pappaufsteller von sich hinschicken…

Aber von vorne:

Notruf, Kennenlernen einer Fluchthaube, Experiment mit Rauch

Bei „meiner“ Feuerwehr wird auch Brandschutzerziehung für Kindertagesstätten und Grundschulen angeboten. Dieser Service wird von Beamten durchgeführt, die sich in ihrer Freizeit dafür engagieren. Und da ich von Feuerwehr in seinen Variationen nicht so schnell genug bekomme, gehöre ich dieser Truppe auch an. Also spreche ich mit den KiTas einen Termin ab, zu dem ich mir einen Koffer und die Schutzausrüstung unter den Arm klemme, um dann in der Einrichtung den Teppichratten etwas über Notrufe, Sinn und Zweck der Feuerwehr und dem Verhalten im Brandfall zu erzählen. So. Und dann lernt man ganz schnell, dass nicht alle KiTas gleich sind. Woran es genau liegt, weiß ich auch nicht. Ich bin schließlich kein Pädagoge. Aber während in der einen KiTa der Job so richtig Spaß macht, scheinen sich in der anderen nur AK’s rumzutreiben.

Vor Kurzem hatte ich mal wieder den direkten Vergleich zwischen zwei extremen Beispielen:

In der KiTa A hatte ich vormittags einen Termin. Die Kinder kamen in den Turnraum, in dem alles stattfinden sollte, setzten sich sofort brav hin und wünschten mir auf Ansprache freudig einen „Guten Morgen, Herr Feuerwehrmann!“.

Der Termin in KiTa B musste auf den frühen Nachmittag geplant werden. Hier lümmelten sich die Kinder zwischen den Stühlen rum, als ich den Raum betrat. Nach Ermahnung durch die Erzieherin und einem ordnenden Eingreifen fanden sie sich auch nach kurzem Gerangel auf den Stühlen wieder. Ein Mädchen sagte zu mir: „Mein Vater rasiert sich morgens immer!“ – Wahrscheinlich noch das Sinnvollste, was ich in dieser Gruppe zu hören bekam… Auf mein „Guten Morgen“ hin schauten sich die Kinder nur unsicher wie Kühe auf der Weide an.

gemalte Bilder sind weniger dramatisch als Fotos

In KiTa A konnte man sich auf meine Frage, was ich denn als Feuerwehrmann bei ihnen wohl vorhatte, da es ja schließlich nicht brenne, vorstellen, dass ich ihnen vielleicht zeigen könnte, wie man Feuer löscht. Oder einen Notruf absetzt. Wobei sofort auch jemand kundtat, welche Telefonnummer die Feuerwehr hat, und dass man da auch einen Rettungswagen bestellen könnte. Ein anderes Kind malte sich schon aus, was es sagen wolle, wenn es mal einen Notruf absetzen würde. Ich bremste an diesem Punkt etwas ab, um mit meinem Konzept anfangen zu können.

In KiTa B hatte man keine Ahnung, was ich jetzt wohl vorhatte. Und auch nicht, als ich ihnen andeutete, man könne ja vielleicht durchsprechen, wozu die Feuerwehr überhaupt da ist, schien das keinerlei Fantasien in ihnen auszulösen. Stattdessen plauderte jemand in die Stille los, dass er ja mal ein Feuerwehrauto auf der Straße gesehen habe, als er mit seiner Mutter Auto gefahren wäre, aber die sei jetzt nicht da, und Papa ist auch bei der Arbeit. Er würde aber später von ihm abgeholt. Auch hier unterbrach ich, um mein Konzept zu beginnen, ahnte aber schon, dass ich nicht viel zu erwarten hatte. Die Kindertante schaute sich derweil die Raufasertapete an.

In KiTa A ging es flott voran: Jeder hatte eine Idee, wozu man die Feuerwehr brauchen könnte. Zwischen „Überschwemmung!“, „Menschen retten!“ und „Die streuen so Pulver auf Öl!“ versuchte ich, etwas Ordnung hinein zu bringen, damit auch jeder zu Wort kam und alle gehört wurden. Ich brauchte nur eine Frage stellen, und irgendjemand wusste eine mehr oder weniger passende Antwort. Von 9 Kindern waren 5 rege beteiligt, die anderen konnte ich mit der Zeit etwas locken.

In KiTa B hielt ich schon fast einen Monolog. Also, fast. Unterbrochen wurde diese etwas unfruchtbare geistige Dürre durch kurze Anflüge, mir etwas von der großen Schwester erzählen zu wollen, von irgendwelchen Fernsehsendungen, mit wem sie so zum Spielen waren oder dem vorgestern angeschlagenen Knie. Wobei die Sache mit dem Knie natürlich nicht kam, als ich etwas von Rettungswagen erzählte, sondern als ich fragte, was beim Feuer – außer der Hitze – noch so entsteht. Voll am Thema vorbei also. Sinnvolle Beiträge kam leider nur von einem der 10 Kinder, so viele Tipps und Hinweise ich auch geben mochte. Ein Blödelhannes versuchte immer wieder, durch albernes Gegacker und rumgehampel die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen und wurde dafür von der Kinderverwalterin halbherzig zurechtgewiesen. Hielt immer nur etwa 30 Sekunden, bevor er wieder „entmagnetisiert“ war, und schon saß er wieder kichernd vor statt auf seinem Stuhl.

Durch die ständigen Beiträge der Kinder, die so gut waren, dass ich sie nicht immer gleich unterbrechen bzw. umlenken wollte, kam ich in KiTa A schon in Verzug mit meiner Zeitplanung. Denn wenn die Kinder sich rege beteiligen, komme ich langsamer mit meinem Konzept durch, weil die Gruppe dann auch selbst etwas erarbeiten kann. Das dauert natürlich länger, als wenn ich einfach alles vorkaue. Ist für sie aber auch viel interessanter.

Mit den Kindern in KiTa B war immer noch kein Blumentopf zu gewinnen: Lediglich ein Kind konnte ich interessieren. Die anderen starrten Löcher in die Luft oder gackerten sich gegenseitig zu blödsinnigen Kommentaren an. Auch die Aufpassertante gähnte rum und war gedanklich wohl schon im Feierabend. Lediglich ein mal fand sie sich genötigt, mir bei zu stehen, und schmiss den Gruppenkasper raus. Allerdings nutzte sie die Gelegenheit auch, um mich etwa eine viertel Stunde mit dem Haufen alleine zu lassen. Ohne Kasper ging es jedoch schon erheblich besser. Die Idee, dass man nicht in den Rauch läuft, weil man darin nichts sehen kann, wurde sofort von einem Jungen plastisch vorgeführt, indem er taumelnd mit geschlossenen Augen vor die Wand lief. Ich wurde bei dem Anblick sehr müde…

Die Kinder der KiTa A wussten durchweg ihre Adressen, um sie im Notrufspiel anzugeben, die Erzieherin kontrollierte die korrekten Angaben mit einer Liste, die sie mitbrachte, ferner sprachen die Kleinen am Telefon laut und deutlich, hielten sich an alle „Spielabsprachen“ und glänzten durch Disziplin. Alle Kinder durften Telefonieren.

Von 10 Kindern der KiTa B wussten 3 ihre Adresse, kaum jemand hielt sich den Telefonhörer richtig ans Ohr, und sie nuschelten wie Hans Moser vor sich hin. Aus einem umgestürzten Baum wurde ein Hausbrand, zwei Kinder wussten nicht mal ihre Nachnamen. Nach dem 4. Telefonat brach ich die Runde ab, da die Kinder nicht mehr aufpassen konnten. Na, wenigstens fing keines der Kinder am Telefon zu heulen an.

Traurig. Und sehr erstaunlich, diese Unterschiede. Doch woher kommen diese drastischen Unterschiede?

Ist es die Uhrzeit? Während die Kinder A morgens noch nicht so „abgekämpft“ waren, hatten die Kinder B schon den ganzen Morgen gespielt und zudem gerade eine Stunde ihr Mittagessen drin. Das Blut war wohl noch im Bauch unterwegs: Suppenkoma. Allerdings habe ich auch eine andere KiTa im Kalender, in der ich schon seit Jahren nur nachmittags Termine bekomme, und ich habe dort nach der Veranstaltung noch nie den Drang verspürt, mich mit dem Abschleppseil in den Forst zu verkrümeln.

Und das soziale Umfeld? Die KiTa A lag in einem Bereich, in dem scheinbar gut situierte Familien leben. Die Eltern nehmen sich wohl die nötige Zeit, ihre Kinder zu erziehen und sie in Bahnen zu lenken. Das Umfeld der KiTa B ist dominiert von Mietkasernen, der hohe Migrantenanteil des Viertels war auch in der Gruppe präsent. Aber auch die „deutschen Kinder“ waren anscheinend mental nur grundkonfiguriert: Nach den Erfahrungen, die ich im Rettungsdienst sammeln konnte, werden die Kinder oft sich selbst überlassen und wenig gefördert. Während das 8Jährige auf das 4Jährige Kind aufpasst, sind die Eltern mit sich selbst beschäftigt. Oder dem Rest der adulten Familie, sprich: Sie sitzen in fröhlicher Runde und schnattern zum Tee.

Oder liegt es an den Pädagoginnen? Auch hier lässt sich der eine oder andere Unterschied in der Motivation erkennen: In der einen KiTa wird mir vorher etwas zu Trinken angeboten, später als Dankeschön eine Tafel Schoki zugesteckt, die Kinder werden dazu angehalten, mir beim Tragen meiner Ausrüstung zu helfen. In anderen KiTas kann ich froh sein, dass die Erzieherin im Raum bleibt, wenn sie mich auf die Kinder loslässt. Oder die auf mich, je nachdem…

Es gibt durchaus Kindertagesstätten in sozial schwachen Gegenden, in denen die Kinder trotzdem diszipliniert sind. In einem Fall lag sogar in Greifhöhe der Kinder ein Tablet- PC rum, der wohl nach Erlaubnisgabe von den Kindern benutzt werden durfte. Es gibt KiTas, da würde ich nicht einmal einen Holzklotz unbeaufsichtigt liegen lassen, da er früher oder später einem Kind an die Birne fliegen würde. In anderen KiTas standen unbeaufsichtigt Mikroskope rum, mit denen Insektenleichen erforscht werden konnten, die in den Regalen einsortierten Lehrmittel ließen erahnen, dass hier auch Sinnvolles vermittelt wird. In den „B-“ KiTas hingegen fand ich nicht einmal Hinweise auf einen Englischunterricht, und in Regalfächern bis zu einer Höhe von 1,60m lag nichts zerbrechliches. Und was die erzieherische Belegschaft für eine Vorstellung von Disziplin hat, schlägt sich natürlich auch im Verhalten der Kinder nieder. „Wie der Herr, so das Gescherr…“ Ich musste bemerken, dass meistens die ganze Gruppe einer KiTa etwa gleichartig gelagert war.

Ich denke auch nicht, dass das unterschiedliche Interesse an möglichen Vorurteilen meinerseits liegt: Bis hin zu einigen Gags, die ich zwischendurch einwerfe, strebe ich immer einen bewährten Leitfaden an, schon alleine, um ihn bei Zwischenrufen nicht zu verlieren.

Es sind wohl viele Faktoren, die zusammen kommen müssen, um die einen Kinder zu wissbegierigen Kombinierern des Alltages, die anderen zu stumpfen Schreihälsen und Nichtswissern zu machen, die wohl geradewegs in eine Hartz- Zukunft steuern. Mir ist nur eines klar: Um diese Erscheinungen in der Entwicklung, diese krassen Unterschiede gleichaltriger Kinder zu erklären, reicht es nicht, alles mit nur einem der Faktoren begründen zu wollen. Dafür habe ich zu viele Gegenbeispiele erlebt. Und um die Verwirrung komplett zu machen: In der „horror-“  KiTa B hatte ich zwei Tage später eine zweite Gruppe zu verarzten. Und siehe da: Gleiche Zeit, gleiche KiTa, gleicher Migrantenanteil – aber die komplette Gruppe war viel „besser“…

Mir bleibt nur, mich jedes Mal vorsichtig heran zu tasten, wo ich die Kleinen kognitiv abholen muss.

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Über firefox05c

Firefighter, Kittyowner, Bagpipeplayer. Querulant. Manchmal bissig, aber im Großen und Ganzen handzahm. Die Themen hier: Feuerwehr - Rettungsdienst - Alltag .
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11 Antworten zu Schwarze und weiße KiTas?

  1. AJ schreibt:

    Ich denk auch, dass das an der Erziehung liegt, nicht aber am sozialen Umfeld:
    Ist ein Kind zu sehr verhätschelt, kommt aus einer reichen Familie etc., benimmt es sich z.B. wie die Kinder der ersten Gruppe in KiTa B…Aber auch die Erzieherin?!? Ogottogott 🙂

  2. sst89 schreibt:

    Ich denke das liegt an der Vorbereitung durch die Erzieher. Während in der KiTa A die Kiddies super vorbereitet wurden, Tagelang vorher schon einiges über die Feuerwehr gehört haben und du „nur“ noch das Highlight warst, haben die in der KiTa B gedacht, holen wir halt mal die Feuerwehr und schauen, was die unseren Kindern erzählen… dann habe ich die mal ne Stunde von der backe und meine Ruhe…

    • firefox05c schreibt:

      Leider nicht immer. Ob vorbereitet wurde oder nicht, bekomme ich auch recht schnell raus. Jedoch scheint es Kinder zu geben, die sich echt Gedanken machen, bei anderen habe ich den Eindruck, sie haben das Denken nie gelernt. Das ist fast wie bei Hunden: Der eine kann „Männchen machen“, der andere nicht. Das ist aber kein kognitives Problem, man muss es ihnen halt mal beibringen. (nicht hauen wegen der Metapher…) 😉

      • AJ schreibt:

        Metapher? Wahrheit….Auch wenn man das hier nicht sieht, Feuerwehr steht bei den meistens höher als wir (DRK…). Bei uns würden die nicht mal in Kita A „Pfote geben“, und man kann es ihnen nicht beibringen..da hilft auch kein Denken 🙂

      • firefox05c schreibt:

        Du wirst staunen: Die zweite Gruppe der „KiTa B“ (!) hat nächste Woche einen Erste-Hilfe-Kurs für Kinder!Da staunte sogar ich… Allerdings führt den wohl die JUH durch.
        Ich weiss jetzt auch nicht, ob eine EH- Ausbildung in den Plan gehört. Die Brandschutzerziehung ist aber festgeschrieben. Allerdings steht im Gesetz nicht, dass die von der Feuerwehr durchgeführt werden muss, sondern lediglich, dass die Feuerwehren diese anbieten müssen. So dämlich das auch klingt, hat es zur Folge, dass viele KiTas diese wohl irgendwie „selbst durchführen“. Zumindest auf dem Papier…

  3. T K (@Sueder80) schreibt:

    Die Brandschutzerziehung hat sich mit den Jahren auch etwas gewandelt wie ich positiv feststellen kann. Früher war das teilweise „nur“ ein Besuch bei der Feuerwehr im letzten Kindergartenjahr. An einen genauen Ablauf kann ich mich nicht erinnern, aber es wurden Hauptsächlich damals die Fahrzeuge vorgestellt. Die Abgabe eines Notrufes, wie es heute zum Standard-Programm gehört, war da noch nicht üblich.

    Allerdings war es im Allgemeinen in meinem Kindergarten üblich, das man an verschiedene Institutionen rangeführt wurde:
    Da wurde das Krankenhaus besucht, die Polizei kam vorbei, den örtliche Bäcker hat man in der Backstube besucht.

    Ein absolutes Highlight der Brandschutzerziehung habe ich vor ein paar Jahren als Hausmeistergehilfe in einer Grundschule bei einer 3. Klasse erlebt:

    Die Klasse wurde Wochen vorher auf den Besuch einer Brandschutzerzieherin vom Örtliche Löschzug der Freiwilligen Feuerwehr vorbereitet. Der Ablauf bei der Erziehungsstunde war wohl so wie du es in deiner Planung beschrieben hast, inklusive dass sich die Feuerwehrfrau die komplette Schutzausrüstung mit PA angezogen hat.
    Am Samstag Morgen darauf wurde dann mit der kompletten Klasse als zu rettende Personen eine Übung mit dem kompletten Löschzug abgehalten.
    Die Kinder wurden dabei aus der vernebelten Klasse im 1. OG teilweise mit Fluchthauben und über das Vordach per Steckleiter und DLK „gerettet“.
    Danach gab es noch mal eine Rundfahrt im Korb der DLK und einmal Wasser Spritzen mit dem Schnellangriff des TLF 8/18 für alle Kinder.
    Das ganze hat dann doch wohl einen bleibenden Eindruck auf die Kinder hinterlassen.

    Worüber ich mir allerdings Gedanken gemacht habe ist, dass nur eine Klasse überhaupt den Basis-Kurs bekommen hat. Die beiden anderen 3. Klassen mussten wohl ohne Brandschutzerziehung auskommen.

    Ich glaube das ganze hängt doch sehr von der Motivation der Erzieher in den KiTas bzw. der Lehrer in den Schulen ab.

  4. Conny schreibt:

    Es ist definitiv (nach eigener Erfahrung in meinem beruflichen Umfeld) das Zusammenwirken von genau diesen Faktoren. Zuhause kein Interesse am Kind, das Wohnumfeld entsprechend wenig anregend, überforderte Personen in der Betreuung außerhalb des Zuhauses, Medienkonsum, keine geförderten Interessen, sondern ein „Ab-Parken“ des Kindes.

    Hinzu kommt einfach noch ein anlagebedingtes Verhalten, sprich: die lieben Gene – man kann sie fördern, man kann sie aber auch verschlechtern (siehe oben). Die Umwelteinflüsse werden aus einem grundguten, intelligenten, freundlichen Kind sicher keinen Rambo, kein echtes „AK“ machen, aber bei einem Kind, was vielleicht an sich etwas weniger wissbegierig und weltoffen gestrickt ist, schlägt sich mangelnde Förderung ganz erheblich nieder. Traurig ist das.

    Und du siehst sie nur für kurze Zeit. Man könnte jetzt hochrechnen, was bei gleichbleibender Nicht-Beachtung/ Nicht-Förderung mit den Kiddies in ein paar Jahren ist. Schulisch und beruflich ist da leider sehr vieles schon vorgezeichnet, wenn sich nicht grundlegend etwas ändert.
    Oh und P.s.: Ich fand die Polizei und Feuerwehr, die daaamals zu uns in den KiGa gekommen ist, als Kind ganz furchtbar aufregend 😀 Die haben sogar das Martinhorn angemacht 😉 *lacht* Das ist grob über’n Daumen über 25 Jahre her, weiß aber immer noch, WIE toll das damals war 🙂

    Liebe Grüße,
    Conny

  5. Wolfram schreibt:

    Hm. Mikroskop und Englischunterricht haben meiner Meinung nach im Kindergarten nichts verloren, schließlich ist der keine Schule. Und in Kinderhorten, wo Grundschüler nach der Schule hingehen, wenn zuhause keiner ist, auch nicht – schließlich ist auch da keine Schule.
    Es scheint mir dagegen, wenn ich deine Schilderung lese, sehr deutlich an der Motivation der Erzieherinnen bzw. Erzieher zu liegen – die sehen oft die Kinder mehr als ihre eigenen, Vollzeit oder Schicht arbeitenden, Eltern. Wie es im Kommentar oben schon angesprochen wurde: haben die das Thema vorbereitet oder nur auf einen Clown gewartet, der mal ein paar Stunden die Gruppe „schmeißt“?
    Ich kann mich weder an Feuerwehrleute im Kindergarten erinnern noch an spezielle Übungen in der Schule, mal vom Übungsalarm abgesehen. Die berühmten w-Fragen haben wir in der 1. Klasse gelernt.

    • firefox05c schreibt:

      Schon in meiner Kindergarten- Zeit haben wir „Frère Jaque“ zu singen gelernt. So ganz neu ist die Idee von Fremdsprachen im KiGa also nicht. Zudem wurde beobachtet, dass es Kindern in diesem Alter besonders leicht fällt, zweisprachig aufzuwachsen. Und da sie im Alltag ja sowieso ständig auf Anglizismen treffen, was ist dabei, wenn sie im Kindergarten schon lernen: „Today the weather is fine!“ Das Lernen bezieht sich natürlich erst mal nur auf das Sprechen. Auch das nähere Betrachten von Blättern und Insekten durch ein Mikroskop (welches den Kindern nur zur Verfügung gestellt wird, wenn sie es benutzen WOLLEN, ein „Unterricht“ in dem Sinne findet ja nicht daran statt) wird meiner Meinung nach den Respekt vor und das Interesse an der Natur fördern.
      Das alles ist natürlich in den KiTas hinfällig, in denen die Kinder weder ausreichend Deutsch sprechen, noch ihren vollen Namen kennen.Dort muss ja erst einmal entwicklungstechnische Pionierarbeit geleistet werden…
      Was in meinen Augen gar nicht geht, ist die Trennung der Kinder nach sozialem Status der Eltern. Von so einer – sagen wir mal – Anstalt berichtete mir meine Schwester nämlich!

  6. Arabische Namen schreibt:

    Die Überschrift ist irgendwie auch zweideutig, beim ersten Lesen dachte ich an Kitas für Schwarze und Weiße, deshalb habe ich erst alles gelesen (zu ehrlich).
    Aber dennoch netter Artikel.

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