Zu Gast beim WDR

Landesstudio des WDR (© Raimond Spekking / CC-BY-SA-3.0)

Landesstudio des WDR (© Raimond Spekking / CC-BY-SA-3.0)

Ich hatte eine Einladung, die nicht jeder bekommt: Ins Fernsehn! Und das auch noch live! Thema der Sendung war der Mitgliederschwund bei der Feuerwehr. Und ich sollte erzählen, wie toll es bei den Brandschützern ist. Nun ja, sabbeln kann ich ja. Zumindest, wenn nicht gerade hundertzwanzigtausend Menschen (Quote) zusehen…

So war nach einem telefonischen Vorgespräch ausgemacht, dass ich meine Feuerwehrschutzkleidung mitbringen sollte, um sie vielleicht in der Sendung zu erklären. Um die Sache rund zu machen, wollte ich zusätzlich noch die Klamotten für einen Innenangriff mitbringen: Atemschutzgerät, Schlauchtragekorb, Axt und Gedöhns.

Eine Axt, eine Fluchthaube und eine Atemschutzmaske hatte ich zu Hause (nach 12 Jahren Beziehung lässt man sich was einfallen. Fragt nicht …), das Atemschutzgerät und den Korb musste ich noch besorgen. Und weil insbesondere die Schlauchbox “außerhalb der Geschäftszeiten” von unseren Freiwilligen gebraucht wird, konnte ich diese Utensilien erst morgens am Tag der Sendung abholen. Da hatte ich natürlich tierisch Druck, dass ich erstens die Sachen rechtzeitig bekäme, zweitens nicht später auf der Autobahn in irgendeinen Stau fahren würde. Denn die Sendung war ja live, da kann man nicht einfach zu spät kommen!

Vor der Abfahrt zum Sender wollte ich noch schnell duschen, als es meiner Angetrauten auffiel: “Äh, Schatzi? Du hast da was am Nasenflügel!” Na toll: eine Stresspustel. War aber nur ein halbes Tässchen…

Eine Menge Kram war mitzuschleppen

Eine Menge Kram war mitzuschleppen

Etwas vor dem verabredeten Termin (zwei Stunden…) fuhren wir, den Kofferraum voll Feuerwehrzeugs, beim Funkhaus vor. Hatte ich zunächst noch mit Problemen gerechnet, in so eine hochheilige Halle Zutritt zu bekommen, wurde ich enttäuscht. Ich durfte sogar direkt vor dem Haupteingang parken, damit Schatz und ich die Pisselünten nicht so weit tragen mussten! Zunächst wurden wir von einer Gästebetreuerin in Empfang genommen, die uns in einen langweiligen “Gästeraum” führte, in dem wir warten konnten, bis es weiter ging: Ein helles Polstermöbel, ein Computertisch mit Rechner drauf und Mitarbeiterin davor, ein kleiner Flachbildschirm, auf dem das laufende Programm zu sehen war. Also, hier steckte meine Volksberieselungs- Sondersteuer (vormals: GEZ) schon mal nicht. Die Betreuerin informierte uns über den geplanten Ablauf der Sendung und bat mich dann, meine Sachen doch schon mal ins Studio zu bringen. Nachdem ich mit Schatzis Hilfe den ganzen Wust in die Dekoration der Lokalzeit (oder waren es die Kulissen des Frühstücksfernsehns?) geworfen hatte, konnten wir uns noch ein wenig die Proben der Moderatoren und des Drehteams ansehen. Und die Kulissen, die Scheinwerfer, die Technik… alles total interessant! In Stichpunkten:

- die Decke sieht aus wie die Landebefeuerung eines Raumschiffes

- tausend Knöppe an den Steuerpulten, und keinen durfte ich drücken!

- der “Fahrstuhl”, aus dem die Gäste kommen, wird von der rechten Seite aus bestiegen und die Türen werden im Handzug geöffnet. Wahrscheinlich durch einen Türöffnungspraktikanten. Wenigstens kann dann keine Elektrik kaputt gehen.

-die “Türkamera”, die teilweise genutzt wird, steht hinter dem Fahrstuhl.

- Details der Sendung werden nicht vorgeplant. Die Crew bespricht sich eine Stunde vor der Sendung etwa nach dem Schema: “Wenn ich das so mache, sieht das gut aus?” – “Nein, probier mal was anderes. Naja, wir werden sehen, wie es später passt…”

- auch die Fragen an die Gäste werden nicht abgesprochen. Nur das Thema wird eingegrenzt. Der Rest ergibt sich spontan und wird nur in Stichpunkten auf Karten vorgefertigt.

Noch eine dreiviertel Stunde bis zur Sendung.

Während Herr Pinnow eine Kurzeinweisung in die Fahrzeugbedienung bekommt, hat Moderatorin Frau Assmann schon mal Platz genommen

Während Herr Pinnow eine Kurzeinweisung in die Fahrzeugbedienung bekommt, hat Moderatorin Frau Assmann schon mal Platz genommen

Nach den Licht- und Stellproben im Studio ging es in den Außenbereich, wo ein großer Teil der Sendung entstehen sollte. Dort stand dann auch der Oldie, der zum Thema passend aufs Gelände geholt wurde. Das Besitzer- Ehepaar, fein in weißem Uniformhemd (also, in meinen Unterlagen stand die Bitte, nichts rein-weißes zu tragen…) oxidierte am Auto herum wie am Tag der offenen Tür. Ich dachte mir, da ich während der Proben auch nichts besseres zu tun hatte: ‘Man kann sich vielleicht ein wenig unterhalten, etwas fachsimpeln…’ und ging deshalb auf die blonde Frau zu: “Tach. Haben Sie das Fahrzeug mitgebracht?” Sie schien etwas gelangweilt: “Ja. Für die Sendung gleich.” – “Was iss’n das für’n Auto?” Weil ich mein Uniformhemd erst kurz vor der Sendung anziehen wollte und jetzt noch ein ziviles Polohemd trug, hätte ich als Antwort keine tiefgründigen Daten wie die Pumpendrehzahl bei 8 Bar, den Hersteller des Getriebedifferenzials oder ähnliches erwartet, aber mindestens so etwas allgemein- Informatives wie “Ein Tanklöschfahrzeug”. Statt dessen grinste sie nur dümmlich und verkündete stolz: “Ein Feuerwehrauto!” Klar, Mäuschen, gut, dass du es mir so in aller Deutlichkeit sagst. Ich dachte, es ist eine Imbißbude und wollte mir gerade ein Fischbrötchen bestellen…

Ihr Mann trat hinzu, während ich versuchte, mir zumindest einige Infos beim näheren Betrachten selbst zusammen zu reimen, denn das Dummchen in Uniform wollte ich bei so viel geballtem Fachwissen nicht weiter belästigen (kaum zu glauben, dass der Genpool in ihrer Heimat bei über 8000 Einwohnern scheinbar doch so erschöpft war…). Er erklärte mir, dass die ursprünglichen Fahrtrichtungsanzeiger, die Winker, für den TÜV abmontiert und durch Blinkleuchten ersetzt wurden. Na, wenigstens etwas. Viel mehr fragte ich dann auch nicht mehr, da sie zwar offensichtlich die Besitzer des “ein Feuerwehrauto!“s waren, aber entweder keine Ahnung oder keine Lust hatten, mir etwas zu erzählen. So blieb mir nichts weiter übrig, als meine Nase über den Zustand des Fahrzeuges zu rümpfen (alle, aber wirklich ALLE Türen und Klappen waren durchgerostet!) und wieder den Sendungsproben zuzuschauen. Übrigens war es ein TLF 16 auf Mercedes Benz von 1956, die originalen roten Warnleuchten (nach frz. Gesetz im besetzten Saarland) waren noch vorhanden! Der Besitzer sprach später von “roten Blaulichtern”…

Noch etwa 30 Minuten bis zur Sendung.

Irgendwann kam die Gästebetreuerin auf mich zu: “Waren Sie schon in der Maske? – Nein? Dann kommen Sie bitte mit.” Schatzi wurde immer aufgeregter. Jetzt sogar Technik für Frauen!

In der Maske wurde bereits mein späterer “Vorredner” von einem Visagisten angemalt, am Nebentisch bekam eine Gästin, die zu einem anderen Thema geladen war, Schminktipps von einer recht voluminösen WDR- Dame. Mausi war fasziniert: So viele Töpfchen, Puderquasten und Pinselchen! Während mein “Vor- Gast” dank seines kurzen Oberhemdes die Arme fast bis in die Achseln  abgepudert bekam, zog ich mir schon mal mein (blau-graues, nicht weißes!) Uniformhemd an. Dann durfte ich Platz nehmen, der Farbapplikateur setzte sofort den großen Puderquast an. Ich fragte erstaunt: “Gleich Puder? Wollen Sie nicht erst einmal mit MoltoFill vorarbeiten?” Er grinste: “Nö, geht schon so…”, und wedelte mein Gesicht ab. Nun gut, mittlerweile nimmt mein Gesicht aufgrund gesteigerter Frisurnot eine Menge Raum auf dem Schädel ein, und ich dachte laut: “Da brauchen Sie aber ‘ne Menge Puder… bestimmt ein Pfund nur für die Stirn…” Er versicherte mir amüsiert, dass die Vorräte schon reichen würden. Mausi, die ich im Spiegel sehen konnte, verkniff sich ein lachen. Dann wedelte der Maskenmensch mir auch kurz den Landeplatz auf dem Kopf ab, meine Angetraute platzte fast. Ich drehte mich um: “Was lachst du? Wenn ich später ungepudert den Kopf senken würde, müssten die Kameratechniker sofort einen neuen Weißabgleich machen!” Jetzt musste auch der Maler lachen.

Als er mit mir fertig war (auch ich bekam die Handrücken noch mattiert), stand ich auf, präsentierte mich meinem Augenstern. Ich war wieder jung! Sie zog mich beim Rausgehen am Ärmel und raunte mir zu: “So ein bisschen Chichi steht dir gar nicht schlecht… Aber hast du gesehen? Die haben hier die gleiche Pflegeserie wie ich!” Oh je, dachte ich, jetzt wird sie den Rest des Sortimentes auch noch bestellen… Wir gingen wieder ins Studio hinter die Kulissen.

Noch 15 Minuten bis Sendungsbeginn!

Mein Schatz fragte mich nervös: “Und? Aufgeregt?” Ich angelte mir einen Bürostuhl, der vor einem Licht- Mischpult stand: “Nö, nicht viel. Es geht wieder. Jetzt habe ich alles vorbereitet, was ich muss, der Rest wird sich ergeben.” Bei ihr hingegen merkte man, dass sie von Minute zu Minute aufgeregter wurde.

Der Moderator kam auf uns zu: “Guten Tag. Also, wir haben leider keine Zeit, dass wir die Feuerwehrsachen im Einzelnen vorstellen können. Aber ich denke, es ist ganz witzig, wenn ich sie anziehe und damit ins Studio springe.” Ich hatte Bedenken: “Na, ob Sie die alleine anziehen können? Meine Frau kann Ihnen aber dabei helfen. Die ist auch bei der Feuerwehr. Wie viel Zeit haben wir denn zum Anziehen?” – “Etwa zwei Minuten dreißig.” – “Oha… das wird knapp… Na, dann vielleicht nicht alles. Wir sehen mal, wie weit wir kommen.” Damit gab er sich zufrieden.

Noch 10 Minuten bis zur Sendung.

Ich sprach eine Mitarbeiterin an: “Können Sie mir sagen, wo hier eine Toilette ist? Ich halte es nicht für sehr professionell, wenn ich da gleich auf dem Stuhl rumhibbeln muss…” Sie lächelte: “Natürlich. Zum Studio raus, auf dem Gang rechts, drei Türen weiter.” Ich zog los. Einige Momente später fiel mir vor dem Becken ein, dass ich ja auch auf den Handrücken gepudert war! Und wenn ich mir jetzt beim Wegstecken des Lümmels die Hose versaue? Wie sieht denn das aus?? Und wie wasche ich mir gleich die Hände? Umständlich räumte ich dann “auf halber Höhe” auf und wusch mir nur die Innenflächen und Fingerspitzen, so gut es ging.  Noch mal gut gegangen! Als ich wieder hinter dem Studio auftauchte, bekam der Visagist, der sich dort ebenfalls zwischen den Kulissen bereit hielt, mit, wo ich war: “Ähm… Sie haben sich jetzt nicht die Hände gewaschen, oder?”, fragte er entsetzt. “Doch. Aber natürlich nur die ungepuderten Flächen”, verkündete ich stolz, und kam mir sehr professionell vor…

Die Sendung ging los.

Zunächst mit einer Außenaufnahme, bei der unter anderem ein Kollege interviewt wurde, der scheinbar schon des öfteren vor einer Kamera etwas gesagt hatte. Auch ich war jetzt wesentlich ruhiger und schaute mir die Sendung auf einen der zahlreichen Monitore an, die überall mit eingeblendetem Timer herumstanden. War ja schon spannend…

Plötzlich kam hektisch die Gästebetreuerin ins Studio: “Ach, HIER sind Sie! Ich habe Sie schon überall gesucht! Sie gehen doch gleich nach dem nächsten Einspieler auf Sendung!” Sie hatte wohl scheinbar schon das Horrorszenario einer Live- Sendung vor sich, der Moderatorin nach meiner Ankündigung einen Zettel zustecken zu müssen: “Tut mir leid, ich habe den Gast verbummelt. Wir bringen jetzt was über einen liebeskranken Lippenbären…”

“Warum suchen Sie mich?”, fragte ich unschuldig. “Ich bin doch schon die ganze Zeit hier und bewache meine Klamotten. Draußen ist es so warm, dass mir sofort die Schminke in den Kragen laufen würde. Und die Moderatorin hat gesagt, es wäre in Ordnung, wenn ich hier bleibe.” Sichtlich erleichtert teilte sie mir mit, wann genau meine Aufnahmen beginnen würden, dass das Gespräch sechs Minuten dauerte, bevor die nächste MAZ (die Abkürzung für “Magnetische Aufzeichnung” ist scheinbar immer noch gebräuchlich) eingespielt wurde, und ich versprach, weiterhin genau dort hinter den Kulissen zu warten, bis ich dran wäre.

Draußen stammelte das Oldtimer- Pärchen etwas von einer Mutter, die froh war, das bei einem Zimmerbrand  ihre Kinder bereits vor ihrem Eintreffen “von der Feuerwehr da weggenommen worden waren”. Es hörte sich so an, als wenn jemand meint: “Schatz, schön, dass du den Müll schon runtergebracht hast, dann muss ich das nicht mehr tun…” Dann kam nach dem Einspielen der MAZ die ganze Karawane aus Kameraleuten und Technikern wieder ins Studio, und bis das Filmchen abgelaufen war, pfriemelten wir Herrn Pinnow in den Feuerwehranzug. Naja, zumindest in Jacke, Helm, Atemschutzmaske und Sicherheitsgurt. (Die Stiefel mit der Hose passten ihm leider nicht. So ein Promi lebt auf größerem Fuß als Unsereins…)

Erst die Faxen...

Erst die Faxen…

In dem Moment, als er allerdings den “Fahrstuhl” betrat, um gleich beim Stichwort mit der Feuerwehraxt herauszuspringen, raunte ich meinem Mausi aber schon zu: “Hömma, der hat jetzt gar nicht gesehen, wie der Gurt zugeschnallt wurde. Der bekommt den gleich ohne Hilfe niemals abgelegt!” – und so war es auch: Moderator raus, macht seine Faxen, will das Zeug wieder ausziehen – geht nicht… Hilflos nestelte er am Gurt und am Feuerwehrbeil herum, bis er einsah, dass er so nicht weiter kam. Wir mussten uns zusammenreißen, um nicht hinter den Kulissen laut loszulachen!

...dann das Schwitzen.

…dann das Schwitzen.

Nach zwei oder drei Minuten wurde die nächste MAZ eingespielt, der Mann kam  zu uns: Frisur im Arsch, Schminke fing an zu laufen, das Hemd hatte zwei dunkle Flecken unter den Armen… Nachdem wir ihm schnell den Gurt und die Jacke abgenommen hatten, fing der Maskenbildner hektisch an, seine demolierte Frisur irgendwie wieder hinzudengeln und warf ihm ein Pfund Puder über den Schweiß, während ich mich über die Kosmetikreste in der Atemschutzmaske amüsierte. Tja, das kommt vom Einbau spontaner Einfälle…

Dann war ich dran.

Nochmal kurz abgepudert, und ab ging es in den “Fahrstuhl”: “Stellen Sie sich schon mal hier rein”, flüsterte der Türöffner. “Noch 30… 15… 5…”

Angekündigt wurde ich als “Feuerwehrmann der Berufsfeuerwehr XY…” Klasse. Dabei wollte ich doch die BF raushalten, da ich keine Genehmigung vom Chef geholt hatte, um dort “für die BF” aufzutreten! Da mache ich mir extra so eine Mühe, ziehe die Uniform der FF an, suche für den Schlauchtragekorb einen Schlauch heraus, der keinen Stadtaufdruck hat, besorge mir eine Einsatzjacke ohne Stadtbeschriftung auf dem Rückenschild, ja, sogar den Schriftzug auf der Atemluftflasche hatte ich noch mit Teppichklebeband zugeklebt – und vergesse, vorher abzusprechen, dass die BF nicht genannt werden soll!  Nun wurde gleich drei mal gesagt, woher ich kam, und sogar einmal in der Bauchbinde auf dem Bildschirm eingeblendet. Mist. ICH! PFOSTEN!!!

Jetzt saß ich also da, vier Kameras und eine Moderatorin vor mir, und dachte die ganze Zeit nur an zwei Dinge:

a) “Hoffentlich fragt sie nichts, worauf ich nichts zu sagen weiß!” und

b) “Hoffentlich verhasple ich mich nicht, weil ich mich besonders gewählt ausdrücken möchte!”

(ach, und c) “Hoffentlich wird mein Chef nicht sauer, weil die hier ständig sagen, aus welcher BF ich komme!” Ich habe nicht unbedingt Bock auf einen ‘spontanen, kurzfristigen Termin’ beim Amtsleiter)

Das Interview lief meines Erachtens aber ganz gut. Zumindest, wenn man bedenkt, dass ich sonst eher fünfjährigen Rede und Antwort stehe und ich jetzt vor Aufregung doch noch fast ein Pfützchen gemacht hätte. Gut, dass ich vorher noch kurz war…

Dann kam wieder eine MAZ, während der die ganze Techniker- Karawane wieder ins Freigelände umzog. Und ich erntete von meinem Liebling zwei hochgereckte Daumen. Dann musste sie mich allerdings auf etwas hinweisen: “Schatz, du hast da schon wieder was. Dieses mal unter der Nase…” Toll. Streßpustelalarm. Bin wohl doch nicht so cool…

"Sie spielen Dudelsack???"

“Sie spielen Dudelsack???”

Später die zweite Gesprächsrunde mit dem Kollegen aus dem ersten Sendungsteil war schon lockerer. Nach den ersten sechs Minuten Sendung war ich ja schon ein alter Hase. (Nicht? ;-) ) So bekam ich die Gelegenheit, mein Wissen über Quatrocopter zu erwähnen und anzumerken, dass ich auch Dudelsack spiele, was sofort interessiert aufgenommen wurde. Die Steilvorlage “Hätten wir das gewusst, dann hätten Sie uns zum Schluss noch… äh…” ergänzte ich gekonnt mit einem “…einen blasen können.” Sorry, der musste. :D Ich renne ja nicht hinter einem Ball her, aber wenn er mir vor die Füße rollt… Was soll ich machen?

Nachdem die Kameras aus waren, unterhielten wir uns alle noch einen Moment, wobei ich mit dem Kollegen aus Arnsberg schon per “Du” war, als er in der Sendung hörte, dass ich auch in der FF bin. Unter Kameraden muss das.

Zwei Tage später rief mich eine Dame aus der Redaktion noch einmal an und fragte mich, ob alles zu meiner Zufriedenheit gelaufen war. Zudem wollte sie wissen, ob sie mich später eventuell bei einem passenden Sendungsthema noch einmal ansprechen darf. Natürlich bejahte ich. Jetzt bin ich gespannt, ob sie mich irgendwann noch einmal aus der Kartei kramen. Immerhin schien ich mich nicht schlecht geschlagen zu haben.

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Über firefox05c

Firefighter, Kittyowner, Bagpipeplayer. Querulant. Manchmal bissig, aber im Großen und Ganzen handzahm. Die Themen hier: Feuerwehr - Rettungsdienst - Alltag .
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44 Antworten zu Zu Gast beim WDR

  1. An-Kas schreibt:

    Ich habe ja auch ganz gebannt zugeschaut und fand deinen Beitrag ganz klasse!
    Die Sendung an sich… äh… hätte ich mir sonst wohl eher nicht angeschaut! ;)
    Die hätten sich lieber die Möbelverunstalterei klemmen und dich etwas mehr “aus’m Nähkästchen” plaudern lassen sollen!
    Und ich habe noch gedacht, wenn sie dich von ner BF ankündigen, warum Du dann nicht die “normale” Uniform angezogen hast, aber jetzt wird’s klar. ;)
    Wie du siehst, es ist keine Frage offen geblieben…

    • firefox05c schreibt:

      “normale” Uniform? – Die ist durchaus noch gebräuchlich. Unser BF- Pressemann trägt sie auch teilweise noch, und bei den meisten freiwilligen Feuerwehren spart man sich das Geld, alle auf den neuen “Dienstanzug NRW” umzurüsten.

      • An-Kas schreibt:

        Ich kenne bei “meinen Jungs” eben eher die “Arbeitskluft” und hätte eher sowas als eine Ausgehuniform mit Binder erwartet. So meinte ich das ;))

  2. blaulichtengel schreibt:

    Klingt echt interessant und super spannend, besonders dass alles so spontan wie möglich gewesen ist. ;-)
    Du wirst echt langsam total berühmt. Hoffentlich hat dann auch der Chef nichts zu merkern gehabt.
    Kann man denn die Sendung irgendwo anschauen?

    • firefox05c schreibt:

      Leider nur als Mitschnitt, wenn es jemand aufgenommen hat. Oder bei mir auf dem Rechner… ;-)
      Allerdings meine ich nicht, dass ich “berühmt” werde, nur, weil ich mal bei einer Sendung mit allenfalls mäßigen Einschaltquote war. Da gehört schon mehr dazu. ;-)
      Mein Chef hat sich bisher nicht gemeldet. Solange es so bleibt, ist scheinbar alles gut.

  3. Anna schreibt:

    Wie gemein! Ich lese schon soo lange still hier mit, gucke auch recht oft und gern genau diese Sendung… Und wenn beides aufeinander trifft bin ich im Urlaub. Also ne… Nicht nett ;)

  4. Micha I schreibt:

    Ich dachte, es ist eine Imbißbude und wollte mir gerade ein Fischbrötchen bestellen…

    hihihiiii, ich kann nicht mehr

  5. BOB schreibt:

    Nun bin ich aber auch neugierig auf das video zum Auftritt.
    Magst nicht mal einen Link posten?

    • firefox05c schreibt:

      Den Link kann ich dir gerne persönlich schicken. Persönlich, weil ich nicht möchte, dass ihn jeder heimliche Mitleser auf Ewigkeit hier sieht. ;-) Stimmt deine angegebene Mail-Adresse?

  6. Marco schreibt:

    Seit einiger Zeit lese ich begeistert Deinen Blog und lache mich regelmäßig schlapp, wie Du die verschiedenen Geschichten rüber bringst. Auch Feuerwehr- und Rettungsdienstspezifische Themen, bringst Du meiner Ansicht nach super rüber – auch für Laien (ich sag nur: “Forsicht Vachbeitrag”) *g*

    Diesen Artikel über Deinen Besuch beim WDR finde ich besonders klasse, da man auch einfach mal sieht dass die beim TV auch nur mit Wasser kochen…und es an sich nur perfekt aussieht wenn man vor der Glotze sitzt und von dem Gedöns drumherum im Studio nix sieht ;-)

    Würde mich freuen, wenn Du mir den Link an die angegebene Email schicken könntest…leider hab ich ihn nicht live sehen können!

    Vielen Dank schon mal und WEITER SO!!!

  7. Jonas schreibt:

    Ich würde mich über den Link ebenfalls freuen ;) danke

  8. August schreibt:

    Erstmal ein großes Lob für deinen Blog! Klasse Texte, die du schreibst, besonders die Einblicke in deinen Berufsalltag finde ich sehr interessant und gelungen. :) Im Anschluss würde ich mir auch gern deinen Auftritt zu Gemüte führen. Grüße aus Köln von einem Ab- und Zu-Retter. ;)

  9. Kenner des Reisbärn schreibt:

    Also mich würde es auch Interessieren.

  10. VS-Geheim_Blogleser schreibt:

    Also mich würd der Link grundsätzlich ebenfalls interessieren….zumal du über Mitgliederschwund bei Freiwilligen berichten solltest aber als BFler angekündigt wirst ;)

    • firefox05c schreibt:

      Link kommt.
      Ich war in erster Linie als “alter Hase”, als “Vollblut- Feuerwehrmann” angekündigt. Ich habe mich auch bemüht, meine Antworten weitgehend so zu formulieren, dass sie auch für freiwillige Feuerwehren gelten. ;-)

  11. Bob schreibt:

    würde mich auch über den Link freuen ;-)

  12. Thea schreibt:

    Darf ich auch den Link bekommen?

  13. Andy schreibt:

    Link :) Dankö

  14. cachekatze schreibt:

    Huch, bei der “Zeitung” mit den vier großen Buchstaben warst du auch!? ;)

    • firefox05c schreibt:

      Richtig. Mit denen hatte ich aber nicht gesprochen, sie haben Texte aus dem Buch genommen und “frei” zusammengefasst. Das ist bei einer der Geschichten allerdings ziemlich in die Hose gegangen. Naja, und ohne das Wort “Held” in der Überschrift geht es bei denen wohl auch nicht…

  15. Michi schreibt:

    Ich hätte gern auch mal einen Link :)

  16. Jonas schreibt:

    Darf ich den link auch haben? :)

  17. Frank schreibt:

    Link haben will! :D :D

  18. André schreibt:

    Ich verfolge den Blog hier seit Längerem, habe das Buch mit Vergnügen verschlungen und würde mich auch über das Video freuen ;)

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