„Klemmt RTW“…

DIGITAL CAMERAAls omnipotente technische Beamte werden wir mit dem Löschfahrzeug auch gerufen, wenn irgendwo jemand seine Wohnungstür nicht öffnen kann. Sei es, dass der Bewohner gestürzt oder tot ist oder – was vorkommt – zwar in der Wohnung vermutet wird, aber nicht öffnet, weil er gar nicht zu Hause ist: Wenn der Schlüsseldienst im Notfall nicht schnell genug greifbar ist, kommt die Feuerwehr mit „großem Besteck“, sprich: Einem Löschfahrzeug mit Werkzeug, einer Drehleiter, um ggf. durch ein Fenster einzusteigen und einem Rettungswagen  für den eventuell erforderlichen Abtransport des Bewohners.

So auch an diesem Abend, als ich als Heizer auf dem großen, roten Allround- Dienstfahrzeug eingeteilt war. Das Alarmlicht ging an, nach dem Gong vermeldete die Leitstelle, dass ein Anrufer aus der Nachbarwohnung Hilferufe hörte. Der Einsatzort lag in einer engen Wohnstraße, in der beidseits geparkt wurde.

Koffer mit Werkzeugen für verschiedene Türöffnungsmöglichkeiten

Koffer mit Werkzeugen für verschiedene Türöffnungsmöglichkeiten

Es folgte ein Routineeinsatz: Wir fuhren los, stellten vor Ort fest, dass alle Fenster der betreffenden Wohnung verschlossen waren und knackten dann mit unserem Einbrecherwerkzeug das Wohnungstürschloss. Es stellte sich heraus, dass die alleinstehende Bewohnerin bereits am Nachmittag gestürzt war, über Schmerzen in der Hüfte klagte und deshalb nun in die Humanwerkstatt musste. Also verpackten die Kollegen die Dame im Rettungswagen, der hierzu rückwärts auf den Innenhof des Wohngebäudes fuhr.

Jetzt wollte der RTW- Chauffeur das Geschoss wieder vom Hof herunterfahren und nach rechts in die enge Wohnstraße einbiegen. Dummerweise parkte direkt neben der engen Einfahrt ein BMW, so dass der RTW nicht auf Anhieb um die Ecke zu fahren war: Das Rangieren ging los. Mit Einweiser: Vor, bis die Schnauze vor einem geparkten Auto auf der gegenüberliegenden Seite stand. Zurück, bis das Heck vor einem Schild stand („Feuerwehrzufahrt, Freihalten!“). Vor bis zum oben genannten Parker. Rechts am BMW wurde es schon sehr eng. Nochmal etwas zurück… – „Halt! Du rasierst dem „Bring-Mich-Werkstatt“ gleich den Lack vom Knuffpuffer!“ rief der Einweiser. Die Ecke der BMW- Stoßstange ragte bereits bis in den hinteren  Radkasten des RTW. Ganz schön eng…

Der Fahrer versuchte noch einmal etwas vor zu setzen, musste aber feststellen, dass auch hier nach 15cm Schluss war. „Versuch noch mal rechts einzuschlagen… Halt! Geht nicht. Zieh noch mal etwas vor… Halt! Du bist schon vorne am anderen Auto…“ – Festgefahren. „Mist. Ist hier aber auch eng wie Kallmund in einem Taucheranzug Größe M!“, fluchte der Fahrer.

Ich weiß nicht genau, wie der Kollege das geschafft hat: Während die vordere, linke Ecke des RTW im 60°- Winkel drei Zentimeter vor einem geparkten Kleinwagen stand, ragte auf der rechten Seite die Stoßstange des BMW immer noch bestimmt fünf Zentimeter in den hinteren Radkasten hinein. Platz bis zum RTW- Reifen: Etwa 2 cm. Hier ging nichts mehr.

„Na toll“, meinte unser Anstaltsleiter. „Und nun? Da müssen wir wohl bei der Polizei nachfragen, ob der Halter einer der beiden Autos hier in der Nähe wohnt, um ihn dann rauszuklingeln. Mit Abschleppen wird es schwierig: An die Autos kommt kein Schlepper mehr ran…“ Der RTW- Fahrer stieg aus, schluffte mit ungebügelter Stirn um sein Dienstfahrzeug: „Nö, du, den Bomber fahre ich keinen Zentimeter mehr. Das gibt nur „Klamotten“, die ich dann dem Chef erklären kann.“ Einen Moment lang genossen wir alle die seltene Aussicht auf den festgefahrenen RTW, als unser Wachführer plötzlich anfing zu grinsen: „Hömma, Schlauen, das ist doch das Auto vom Klaus!“ Wir schauten genauer auf die sehr nahe an der Ausfahrt stehenden Bayernschüssel: Richtig! Das Auto gehörte einem Kollegen aus der Leitstelle! Besser hätte es uns nicht treffen können. Einer von uns hatte sogar die private Telefonnummer des Leitstellendisponenten in seinem Streichelhandy hinterlegt, so dass wir ihn anrufen konnten. Und wir hatten das Glück, dass der Callcenter- Mitarbeiter sogar zu Hause war. Der Wachführer erklärte ihm am Telefon höflich und detailliert, worum es ging: „Klaus? Hallo. Hömma, lustiges Dingen: Deine Karre steht im Weg. Und unser Pflasterlaster hat eine Patientin inne Bude. Sollen wir deine Schleuder kaputt fahren oder kommst du eben schnell raus? … Ja gut, bis gleich.“  😉

Es dauerte nicht lange, und aus dem Eingang zwei Häuser weiter kam ein Leitstellenkundiger in Hartz4- Sonntagsanzug (Trainingsbuchse) und mit dem schönsten Grinsen im Gesicht: „Jungs, was macht ihr für Sachen! Wisst ihr, wo ihr mich gerade runter geholt habt?“ Da es nur zwei mögliche Antworten gab, die uns beide nicht sonderlich angenehm waren (Mutti oder Töpfchen), wollten wir es nicht so genau wissen… Nach der bei „Familie Feuerwehrs“ üblichen Begrüßungszeremonie schaute er sich kurz belustigt den festgefahrenen Rettungsbomber an, setzte sein Auto etwa 50cm vor und der RTW war wieder frei: Omma konnte ins Krankenhaus geschuckelt werden. „Mannmannmann“, feixte der Kollege, „jetzt wirste schon bei die Verrichtung belästigt. Wartet mal ab, wenn ich wieder innet Callcenter bin, dann schicke ich euch drei Fehlalarme mitten inne Nacht. Datt glaubsse doch wohl!“

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Über firefox05c

Firefighter, Kittyowner, Bagpipeplayer. Querulant. Manchmal bissig, aber im Großen und Ganzen handzahm. Die Themen hier: Feuerwehr - Rettungsdienst - Alltag .
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7 Antworten zu „Klemmt RTW“…

  1. eigenhirn schreibt:

    Das finde ich alles überhaupt nicht witzig.
    Wenn Rettungskräfte mit “großem Besteck” anrücken, dann machen sie das nicht zum Spaß!
    (Wem sage ich das?)

    Einerseits wird mit dem „Einbrecherwerkzeug“ mal eben die Wohnungstür geöffnet und damit massiv in ein fundamentales Grundrecht des vermeintlich Hilfebedürftigen eingegriffen.
    (Im beschriebenen Fall stellt sich offenbar heraus, dass dieser Eingriff sehr sinnvoll war. So weit – so gut: alles bestens und kein Grund zur Klage.)
    Andererseits fängt das große Zittern an, wenn der Abtransport des hilfebedürftigen Menschen durch parkende Fahrzeuge behindert wird.

    Irgendein Blechhaufen wird nicht einfach mal mit dem vorhandenen Mitteln auf die Seite geschoben, damit die Versorgung des Patienten voranschreiten kann, sondern es startet ein langwieriges Manöver, damit das Heiligsblechle auf jeden Fall unversehrt bleibt und keinen Kratzer kriegt.
    Wo ist denn da bitte die Verhältnismäßigkeit?
    Wohnungstür gewaltsam öffnen? Kein Problem! Machen wir sofort!
    Transport eines Patienten durchsetzen? Ähm … nun ja … mal schauen.

    Warum muss auch nur einen Moment lang darüber nachgedacht werden, eine Halteranfrage über die Polizei zu machen, anstatt die verdammte Mist-Karre, die im Weg steht, einfach nur wegzuschieben und dabei möglicherweise zu beschädigen?
    Dann hat der Eigentümer eben einfach mal Pech gehabt! Nicht umsonst gibt es ganz klare Regeln, wo ein Fahrzeug abgestellt werden darf und wo nicht.

    Und ganz ehrlich: dem „Kollegen aus der Leitstelle“ wünsche ich ein anständiges Disziplinarverfahren an den Hals! Gerade er sollte wissen, warum Zufahrten frei gehalten werden sollen.

    Auf die Aussage „Wartet mal ab, wenn ich wieder innet Callcenter bin, dann schicke ich euch drei Fehlalarme mitten inne Nacht. Datt glaubsse doch wohl!” hätte ich mit sehr ernstem Gesicht entgegnet: „Wenn Du mit Deiner Scheiß-Karre noch einmal einen Einsatz behinderst, presse ich das Ding persönlich mit dem ganz-großen LKW zu einem sehr handlichen Metallklotz zusammen.“

    • firefox05c schreibt:

      Ich denke, du bist selbst weder bei der Feuerwehr noch im Rettungsdienst tätig, daher sind wohl einige relativierende Erklärungen nötig. Ich hatte mich versucht, kurz zu fassen, was aber wohl dem Verständnis der Situation abträglich war:
      Um gegen Grundrechte zu verstoßen (hier: Unverletzlichkeit der Wohnung) bedarf es jemanden, der dieses Grundrecht einfordert. Dieses war hier nicht der Fall: Die Bewohnerin wollte eindeutig, dass wir ihr helfen – und dazu natürlich auch in die Wohnung eindringen. Immerhin rief sie schon geraume Zeit um Hilfe, weil sie alleine nicht mehr aufstehen konnte. Sie sprach auch mit den Kollegen durch die geschlossene Tür. In diesem Fall waren wir quasi bloß ein „Express- Schlüsseldienst“, mehr nicht. Lebensgefahr lag nicht vor.
      Dieses machen wir, da es in den meisten dieser Fälle nicht um Minuten geht, mit möglichst wenig Schaden: Beschädigungsfreies Öffnen eines Fensters oder einer nur zugeschnappten Tür oder Ziehen eines Schließzylinders (und anschließendes Einsetzen eines neuen Zylinders, Schaden etwa 20 Euro). Es ist also von daher keine große Sache.
      In diesem Fall hatte sich die Patientin im Laufe des Nachmittages (also bereits vor Stunden) vermutlich an der Hüfte verletzt. Nachdem sie aber mit einer Vakuummatratze (die ist wie ein Gipsbett) ruhig auf der Trage lag, hatte sie kaum noch Schmerzen. Daher ging es auch bei dem Transport nicht um Minuten, da der Zustand der Frau stabil war. Aus diesem Grunde war es auch nicht gerechtfertigt, größere Schäden an fremdem Eigentum zu verursachen. Natürlich musste die Frau in ein Krankenhaus, eine plötzliche Verschlechterung des Zustandes war aber nicht zu erwarten. Hier greift der Grundsatz der Verhältnismäßigkeit: Wir können auch nicht „für nichts“ „wilde Sau“ spielen, wie man es bei Cobra 11 oder anderen allenfalls semirealistischen Sendungen sieht. Wir schieben mit dem Löschfahrzeug ja auch keine Autos quer über die Kreuzung, um zu einem verunglückten Vogel zu kommen… 😉 Zudem hat die Feuerwehr nach dem Retten noch eine weitere wichtige Aufgabe: Schäden zu verhindern. Und das gilt für alle Schäden, nicht nur die eines Patienten. Sie hätte in diesem Fall sowieso nichts davon gehabt, den geparkten PKW kaputt fahren zu lassen.
      Was wären die vorhandenen Mittel zur Selbsthilfe gewesen? Einen PKW mit angezogener Handbremse und eingelegtem Gang „mal eben“ beiseite zu schieben, geht nicht so einfach. Mit dem RTW wegdrängeln? Dann ist der RTW anschließend nicht mehr einsatzbereit.
      Wenn es wirklich einen großen Zeitdruck gibt, nehmen wir natürlich auch unvermeidliche Schäden in kauf. Ich habe schon Zäune zerschnitten, Garderoben abgebaut, Scheiben zerschlagen, Türen eingetreten, Tore aufgeflext … wenn es nötig war.
      Hier war abzuwägen zwischen den Möglichkeiten:
      PKW und RTW mehr oder weniger stark beschädigen, um die Patientin einfach nur ein paar Minuten früher ins Krankenhaus zu bringen (war aus medizinischer Sicht in diesem Fall nicht dringends war), wobei in Deutschland für gewöhnlich der Schaden von der Stadt ersetzt werden muss, oder
      den Eigentümer ausfindig machen zu lassen und – wie hier geschehen – die Sache ohne weiteren Schaden zu klären. Mit „Mal eben Pech gehabt“ kommst du da nicht weiter: Ein Eigentümer würde – selbst wenn er eine Anzeige durch die Polizei bekäme – Schadenersatz fordern, nach wochenlangem Hin und Her würde entschieden, dass die Beschädigung des Fahrzeuges, womöglich tausende Euro, in diesem Fall nicht gerechtfertigt war, da dem Patienten durch ein paar Minuten Verzögerung kein Nachteil entstanden war. Der Steuerzahler zahlt, Chef fragt uns, ob wir noch alle Latten am Zaun haben.
      Wir haben auch nicht Bedenken gehabt, erforderlichenfalls eine notwendige Halterabfrage machen zu lassen, sondern überlegt, ob wir uns die Zeit dafür nicht sparen könnten, indem uns noch eine bessere Möglichkeit einfällt. Immerhin war die Polizei, die für unseren Einsatz parallel angefordert war, zu diesem Zeitpunkt bereits wieder abgerückt. Ein Streifenwagen hätte angefordert werden müssen, dieser dann die Abfrage gemacht und den identifizierten Halter womöglich trotzdem nicht vor Ort ausfindig machen können. Das hätte in jedem Fall länger gedauert, der Erfolg wäre trotzdem nicht garantiert gewesen.
      Was die klaren Regeln beim Parken angeht: Der Kollege hatte zwar dicht an, jedoch im erlaubten Bereich gestanden. Von daher müssten wir eher der Stadt, die die Maße der Zufahrt festgelegt hat, heranziehen.
      Die Aussage mit den Fehlalarmen war für alle Beteiligten als Frotzelei zu erkennen. Die Sprüche solltest du nicht als „Mopperei“ auffassen, bei uns wird schon mal etwas markiger gesprochen. Es war natürlich selbstverständlich, dass er das Auto dort wegfährt, auch für ihn war es keine Frage. Und etwas anderes als den Halter zum Wegfahren aufzufordern hätte die Polizei auch nicht gemacht: Er stand schließlich nicht in der Zufahrt. Von daher wäre nicht einmal ein Strafzettel möglich gewesen, ein Diszi schon mal gar nicht.
      Wenn du mit geschultem Auge durch die Stadt gehst, wirst du sehen, dass selbst dann, wenn sich alle vorschriftsmäßig verhalten, immer wieder Engstellen entstehen. Das ist nun mal so, gerade historische Innenstädte haben oft sehr enge Straßen. Auch Straßeneinbauten, Blumenkübel und (genehmigte) Baustellen machen uns Probleme. An einem unserer Krankenhäuser hat sogar ein ganz Schlauer durchbekommen, dass dort im Bereich der Notfall- Einfahrt vor Jahren zur Verkehrsberuhigung zwei Aufpflasterungen eingebaut wurden! Patienten mit Schmerzen bedanken sich regelmäßig für diesen Geniestreich…
      Kurz: Wir scheuen uns nicht, bei entsprechender Notwendigkeit (namentlich zum Schutz höherwertiger Rechtsgüter) Schäden zu verursachen. Aber eben nur bei Notwendigkeit. Wer als Feuerwehrmann unnötig Schaden anrichtet, hat den Auftrag der Feuerwehren nicht verstanden.
      Ich hoffe, diese Ausführungen haben zum Verständnis der Situation beigetragen – und zur Senkung deines Blutdruckes. Es war alles nicht so schlimm, wie du es dir vielleicht vorgestellt hast. 😉

  2. tom schreibt:

    Sehr gut geschrieben!!!

  3. jacob schreibt:

    Verstehe ich das richtig, dass euer Leitstellen-Kollege die Feuerwehrzufahrt verstellt hat?

    Und generell, wie geht ihr damit um, wenn ihr bei einem Einsatz feststellt, dass Rettungswege zugeparkt sind? Wird das notiert und an das Ordnungsamt/ die Polizei gemeldet, oder einfach nur resignierend zur Kenntnis genommen?

    • firefox05c schreibt:

      Der Kollege hat nicht vor bzw. in, sondern dicht hinter der Zufahrt gestanden. Die Straße war eine Einbahnstraße, so dass der RTW zwar auf der Anfahrt gut einbiegen konnte (vor der Einfahrt war sogar noch eine Tiefgaragen- Einfahrt), beim Herausfahren aber die beschriebenen Probleme bekam. Eigentlich müsste ich eine Lageskizze einstellen, um die Sache wirklich ausreichend zu erklären… 😉 Genau genommen hat der Kollege nicht falsch geparkt. War aber trotzdem eng.
      Wenn Falschparker uns mal im Weg stehen, kommt es immer darauf an, wie dringend der Einsatz ist: Für gewöhnlich übergeben wir die Sache der Polizei, die oft sowieso zusammen mit uns eingesetzt wird. Wenn es wirklich dringend ist, legen wir auch schon mal selbst Hand an.

  4. Verhinderter Bastel-Wastel schreibt:

    Blöde Frage, aber wenn ihr nicht nur mit RTW, sondern auch dem großen roten Auto vor Ort wart: Keine 4 Schaufeln an Bord? Irgendwo (war das nicht sogar ein Link von Deinem Blog?) hatte ich mal gesehen, wie man mit 4-6 Mann und 4 Schaufeln ein Auto quasi beschädigungsfrei versetzen kann. Schaufeln unter die Räder, schleift und scheppert halt ein bisschen, aber funktioniert fast so gut wie ein paar dieser Wagenheber mit Rollen. Pragmatisch (keine Dellen, kein Warten auf Abschlepper, keine Halteranfrage), praktisch, gut.

    • firefox05c schreibt:

      Diese Methode hätte – wenn wir nicht innerhalb der kurzen Zeit den Halter zum Auto bekommen hätten – wahrscheinlich auch funktioniert. Wenn wir vier statt nur zwei Schaufeln gehabt hätten… 😉
      Trotzdem bleibt bei dieser Methode das Risiko von Kratzern. Es gibt Menschen, da werden mit Sicherheit nachher Schäden angegeben, die vorher GANZ BESTIMMT noch nicht dort waren. Politessen können ein Lied davon singen. Auch könnte einer der Radläufe beim Hochwippen, um die Schaufeln unterzuschieben, einknicken (zum Beispiel beim alten Corsa waren die hinteren Radläufe dafür sehr anfällig, weil sie in eine sehr plane Fläche übergingen). Im Notfall ist das aber trotzdem keine schlechte Möglichkeit, wir haben sie bei der FF auch schon angewendet.
      Wir haben aber nicht lange dort gestanden,um die Sache zu lösen, da nach einigen Sekunden das Auto schon erkannt wurde. Kam vielleicht in der Geschichte nicht so rüber. 🙂

      Unabhängig davon (für alle, die in Zukunft mal ein Auto versetzen wollen): Bei vielen Automodellen muss man aufpassen, dass die Schaufelstiele nicht z.B. an Schürzen oder die Radläufe stoßen. Auch die HuPF- Jacken sollten abgelegt werden, da die Kanten der Reflexstreifen und der Karabinerhaken / der PA- Anhänger an der Tasche Kratzer verursachen können. Man muss sich zum Hochwippen schließlich auch schon mal gegen das Auto lehnen. Wird das Auto dann weggeschoben, müssen die Schaufelstiele von jemanden Festgehalten werden. Man kann vielleicht bei glattem Boden auch nur an den vier Stielen ziehen. In den Fällen, die ich erlebt habe, ist dabei aber besonders an einer angetriebenen Vorderachse (auf die die Handbremse nicht wirkt) oft eine Schaufel wieder unter einem Rad weggezogen worden. Es kann je nach Motivation und Nervosität der Ziehenden also erhebliche Verzögerungen geben. 😉
      Besser: 4 Mann halten die Stiele in Position, der Rest schiebt am Kofferraum.
      Und wenn es ganz schnell gehen muss, gibt es auch noch die brutale Methode: alle fassen an einem Ende des Autos an und wippen es ein wenig zur Seite. Geht, gibt aber oft Schäden, die dann gerechtfertigt sein müssen. Und das wären sie bei dieser Geschichte nicht gewesen.

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