Abkürzung, Teil zwei: Was man sich alles gefallen lassen muss

Den ersten Teil der Geschichte kennt ihr ja schon. In einer ganz anderen Richtung ging es weiter:
Im RTW sah ich zum ersten mal, dass der junge Mann ein typischer Vertreter der rechten Ecke war: Glatze, Springerstiefel, unter der Jacke ein T- Shirt mit eindeutiger „Germany“- Verklärung. (Wenn „deutsch“ so toll ist, warum dann ein englischer Schriftzug? …) Mein Eindruck sollte nicht enttäuscht werden.
Sofort fing er an zu moppern: „Mann, wo ist mein Handy? Ich muss das auf dem Bahndamm verloren haben. Los! Das müsst ihr suchen!“, gab er den Befehl.

Mein Kollege seufzte und stieg nochmals aus. Einige Minuten später, in denen der Patient schon die ersten Vorwürfe machte, WIR hätten seinen Laberknochen verbummelt, kam mein Spannmann wieder ins Auto: „Ich habe da noch mal nachgeschaut. Da oben liegt nichts mehr, nur noch ein wenig Müll vom Verband und der Infusion.“ Jetzt wurde der Haarlose fuchtig: „So ein Mist! Ihr müsst mir das Handy besorgen! Das haben die mir bestimmt geklaut! Ey, wenn die das geklaut haben!“ Ich versuchte ihn zu beruhigen: „Das wird schon wieder auftauchen. Und wenn die Kollegen das gefunden haben, werden sie es dir wieder zukommen lassen. Was sollen die denn auch mit deinem Handy…“ Der Patient ließ sich aber nicht von seiner Idee abbringen: „Wenn das weg ist! Da stehen wichtige Nummern drin!“ – „Wie, ‚wichtige Nummern‘?“ Er durchsuchte weiter hektisch seine Taschen: „Ja. Zum Beispiel die meiner Ex…“ Klar. So für zum Stalken. Enorm wichtig. Sonst hat man so viel Langeweile…
„… und die vom Chapter. Jawohl! Ich bin nämlich Mitglied der Bandidos! Und wenn ich die anrufe und denen erzähle, dass ihr mein Handy geklaut habt, drehen die den Laden hier auf links!“ Na toll. Eben noch den Drömmel inne Buchse, weil er fast ein wenig Zug bekommen hätte und schwer dankbar, dass die lieben Kollegen ihm den Hintern gerettet hatten, und jetzt droht er schon wieder mit Gewalt. Solche Patienten haben wir besonders gern. So schimpfte und drohte er weiter, bis wir im Krankenhaus waren.
Dort zogen wir die Trage mit dem Krawallo aus dem Pflasterlaster. Dabei fiel mir auf, dass der Typ in die Sohlen seiner Springerstiefel Spaxschrauben eingedreht hatte. Super Idee: Klassische Nagelsohlen konnte der Herr wohl nicht bekommen, da musste eben eine Tüte Schräubchen aus dem Baumarkt zum Pimpen benutzt werden. Fand ich irgendwie albern. Nun gut, vielleicht war es auch eine Sparmaßnahme: Die Sohlen werden sich nicht so schnell abnutzen, wenn ein Pfund Normteile in ihnen verbaut wurde. Wer viel säuft, muss an einer anderen Stelle sparen.

In der Notaufnahme klärte der Notarzt den diensthabenden Chirurgen über die Vorgeschichte auf, während wir dem Junker von unserer Trage in ein Bett halfen, und schloss den Vortrag mit den Worten: „Ich glaube zwar nicht, dass der Fuß gebrochen ist, aber zur Sicherheit sollte der Flunken mal bebildert werden.“ Der Chirurg schickte sich an, das Bein zu untersuchen, als der noch halb Bestiefelte maulte: „Finger weg. Du behandelst mich nicht.“ Wir waren irritiert: „Bitte?!“ – „Fass mich nicht an. Ich will in einem richtigen Krankenhaus behandelt werden. Nicht in diesem Schuppen hier. Ihr fahrt mich jetzt sofort nach Duisburg in die Klinik!“ Der Arzt konterte: „Wenn du dich hier nicht behandeln lassen willst, kannst du gerne gehen. Aber wir werden dich nicht fahren.“ Der Fußlädierte tobte: „Ihr seid dazu verpflichtet, mich dahin zu fahren, wo ich will! Ich rufe meinen Anwalt an, der erzählt euch das schon! Ich will sofort in ein richtiges Krankenhaus, wo man Ahnung hat. Ich wohne da ja schließlich auch. Und ihr fahrt mich jetzt da hin!“ Ich brummte: „Lern du erst mal mit Alkohol umzugehen, dann kannst du dir überlegen, wie man einen Anwalt anruft…“ Der Skin pöbelte weiter. „Ihr habt mich dahin zu bringen, wo ich will!“ In der Hoffnung, ihn von seinem Ansinnen abzubringen, warf ich ein: „Wenn du Geld hast und gleich bezahlst, können wir dich nach Absprache mit der Leitstelle vielleicht fahren. Kostet aber um die dreihundert Euro.“ Er konterte: „Ja los, dann fahrt mich, meine Kasse bezahlt.“ So leicht gab ich nicht auf: „Nein. Wenn, dann wird sofort gezahlt. Kohle an die Sonne, oder du musst dich damit abfinden, erst mal hier versorgt zu werden.“ Und dann beschwichtigend: „Mann, ist doch nur ein Röntgenbild! Glaubst du, die können das hier nicht?“
Wir versuchten weiter, ihn davon zu überzeugen, dass er a) nur ein Röntgenbild über sich ergehen lassen sollte, weil ja schließlich SEIN Fuß vielleicht gebrochen ist (immerhin jammerte er auf dem Bahngleis über große Schmerzen), und b) er als Notfall nicht ohne weiteres eine freie Arztwahl hatte, bzw. die Kassen nicht automatisch verpflichtet sind, seine persönlichen Befindlichkeiten auch zu bezahlen. Die Kassen zahlen bei Notfällen nämlich nur für den Transport ins nächste geeignete Haus. Klar, mit „echten“ Notfällen tritt man ja auch für gewöhnlich keine längeren Landpartieen an. Der Patient sollte dann schließlich schnell versorgt werden.
Mein Kollege wollte ihm das verdeutlichen: „Hömma, was meinst du, was wir durch die Gegend fahren würden, wenn wir jeden dahin schaukeln würden, wo er wohnt? Was ist denn, wenn wir einen Italiener aufgabeln? Merkste watt?“ Auch der Notarzt fand das Benehmen des Krawallos nicht mehr lustig: „Was bist denn du für einer? Eben haben die Jungs dir den Hintern gerettet, da war alles toll, und jetzt machst du hier so einen Aufstand?“ Der Patient plusterte sich weiter auf: „Du hast keine Ahnung. Ihr seid dazu verpflichtet! Und ich will jetzt nach Duisburg. Sonst rufe ich bei meinem Chapter an! Dann habt ihr die hier stehen, die zeigen euch das dann schon. Und mein Handy, was ihr mir geklaut habt, prügeln die auch wieder aus euch raus. Ich habe kein Bock mehr, hier festgehalten zu werden!“ Mir entfuhr ein „Du bist doch selbst Schuld an deiner Situation…“ Jetzt platzte der Typ. Er sprang aus dem Bett (scheinbar waren die Schmerzen doch nicht so groß), baute sich vor dem Chirurgen auf: „Wer hat das gesagt? Du? Hast du das gesagt? Wiederhol‘ das noch mal! Dann polier ich dir die Fresse!“ Der Chirurg blieb gelassen stehen: „Nein, ich habe das nicht gesagt. Aber wenn du gehen willst, sieh zu, dass du raus kommst.“ Der fußkranke Möchtegern- Keitel tobte und zeigte unverblümt seine Gesinnung: „Ihr Arschlöcher! Keinen Respekt, oder was? Du Juden- Sau! Ich war Feldwebel bei der Bundeswehr! Afghanistan, verstehste? Du Arsch???“ Dann riss er sein „German Pitbull“ – Shirt hoch, worunter eine saubere senkrechte Narbe, die vom Sternum bis über den Hosenbund führte, zu sehen war: „Sechs Mann haben versucht, mich abzuschwarten! Sechs Mann! Und du Wurst willst mir jetzt was sagen? Du warst ja nicht mal beim Bund! Soll ich dich mal aus dem Anzug kloppen? Ich mache dich fertig!“
Während er schrie und mit Kringeln in den Augen tobte, weitere Drohungen und Beschimpfungen aus Adolfs Rassenlehre brüllte, schloss ich zum provisorischen Schutz meine Rettungsdienstjacke und positionierte mich unauffällig hinter dem rasenden Mann, um einzugreifen, falls er seine Drohung wahr machte und den Arzt angriff. Schließlich wäre ich ja irgendwie auch Schuld daran gewesen… Auch mein Kollege stand „auf Zündung“ bereit. Die Aufnahmeschwester verschwand kurz im nächsten Behandlungsraum, um die Polizei zu rufen. Glücklicherweise machte der wütende Frontkämpfer aber nicht „Nägel mit Köpfen“. Der Chirurg sagte ihm, er solle abhauen, wenn es ihm hier nicht passte, woraufhin sich der angebliche Bandido- Wehrmachts- Held den Zugang aus der Hand riss und weiter herumbrüllte. Dabei spritzte er mit dem Blut aus seiner Hand den Boden der Notaufnahme großflächig voll. Wahrscheinlich hatte er in seinem Systemhass einen Blutdruck von 340 zu 180 entwickelt. Die Schwester, vom Telefon zurück, stand eingeschüchtert im sicheren Abstand mit ein paar Kompressen vor ihm: „Halt doch wenigstens das Einstichloch zu. Das tropft hier doch alles voll!“ Doch er bemerkte sie wohl nicht, brüllte immer weiter herum, was für ein Held er sei, dem Respekt gezollt werden musste, wies auf seinen Dienstrang hin und drohte weiter damit, uns „Juden“ zu töten. Weil ich mir die Sauerei nicht weiter ansehen wollte (das musste irgendwann ja auch wieder geputzt werden), nahm ich der Schwester die Kompressen aus der Hand und hielt sie dem Pitbull mit dem dabei größtmöglichen Sicherheitsabstand etwas näher unter die Nase: „Jetzt drück das doch mal einen Moment auf deine Hand. Guck dir das da unten doch mal an! Muss doch nicht sein.“ Er nahm die Kompressen, drückte sein Loch in der Hand zu und schimpfte weiter herum: „Ist mir doch scheiß-egal, wenn ich hier verblute! Ich haue jetzt ab, ihr könnt mich mal! Wo sind meine Schuhe?“ Der Kollege deutete aufs Bett: „Da, unter der Matratze.“ Doch der Anhänger des Postkartenmalers bekam noch nicht einmal mehr das Wort „Matratze“ eingeordnet und durchwühlte die Decke auf dem Bett, die er dann der Schwester entgegenschleuderte. Die Decke landete in der blutigen Sauerei auf dem Boden. „Wo sind die scheiß Schuhe? Ich schlage euch zusammen!“ Ich hob die Matratze an, er verstand den dezenten Hinweis und zog die Stiefel darunter hervor. Dabei fielen ihm die Kopfhöhrer, die er um den Hals hängen hatte, herunter. Ich wies ihn darauf hin: „Deine Kopfhöhrer. Nimm die mit, sonst behauptest du gleich wieder, wir würden dich beklauen.“ Er hob sie auf und humpelte auf Socken, einen Fuß mit einer Aluschiene und einem Verband versorgt, in den falschen Gang. Ich lief ihm hinterher. Wer weiß, wem er sonst begegnete und seinen Hass über seine eigene Unfähigkeit an ihm auslassen würde? „Hey, nicht da entlang. Das ist der falsche Weg, der Haupteingang ist auf der anderen Seite.“ Der wütende Rechte drehte sich um, kam auf mich zu: „Was willst du von mir, du Arsch?“ Als er vor mir stand, versuchte er einen Kopfstoß, dem ich ausweichen konnte: Er berührte zum Glück nur leicht meine Brille. Ein Angriff, der leicht mein Nasenbein hätte brechen können! Weil ich aber nicht wusste, ob mein Kollege schon hinter mir stand, um mich zu unterstützen, beließ ich es dabei, meinen Abstand zu ihm zu vergrößern: „Da kommst du nicht raus! Jetzt geh in die andere Richtung, da ist der Ausgang!“ Nun dampfte er etwa sechs Meter hinter mir her, wobei ich mich immer wieder umdrehte, um den Abstand zu ihm zu wahren. Es ist zwar taktisch unklug, VOR einem möglichen Aggressor her zu laufen, da man ihm immer wieder dn Rücken zudreht, aber die sechs Meter schätzte ich als genügend ein, um einen eventuellen erneuten Angriff des humpelnden Faschos rechtzeitig zu bemerken. Zudem hätte sich der Herrenmensch bestimmt nicht vor mir her treiben lassen.
Wir kamen an der Lobby an, während er weiter Parolen brüllte: „Scheiß RWO! Hier ist MSV- Front!“ Ich rief zurück: „Beruhige dich mal, hier ist überhaupt kein Fußball! Hier ist Krankenhaus.“ – „Was willst du Idiot von mir?“, rief er, und schleuderte mir seine Stiefel hinterher, die mich aber aufgrund des Abstandes nicht erreichten. Dann sammelte er sie wieder ein, wobei ihm abermals die Lauschis herunter fielen. „Deine Kopfhöhrer…“, sagte ich. Er hob sie auf und machte im Vorbeilaufen die Pförtnerin hinter ihrem Tresen an, die aufgrund des Tumultes aus ihrem Aufenthaltsraum kam: „Mach die Tür auf, du blöde Schlampe!“ Ich ging weiter im sicheren Abstand vor ihm her durch den Eingang, drehte mich um und sah, wie er sich vor der Tür auf den Boden setzte, um erfolglos daran zu arbeiten, seine Reichsknobelbecher anzuziehen. Dann kamen auch mein Kollege und die Schwester nach, die Polizei im Schlepp, die über die Notaufnahme das Haus betreten hatten. Die Beamten bauten sich vor dem am Boden an seinen Schluffen fingernden Kraftmeier auf: „Mann, tatsächlich, da isser wieder! Was ist los hier? Was willst du?“ Der Spaxschraubenstiefelbesitzer am Boden machte sofort auf „Konter“: „Hau ab, du Idiot! Ihr wart doch nicht mal bei der Bundeswehr! Ich war Feldwebel, ihr habt mir nichts zu sagen!“ Der wiederholte Hinweis auf Afghanistan, den sechs Messerstechern, der ärztlichen Juden- Sau und den Bandidos sowie das angestrebte Reiseziel Duisburg rundeten den Vortrag ab. Der Polizist herrschte nur wieder zurück: „Verpiss dich, aber flott, sonst gehst du in Gewahrsam!“ Schimpfend und ungehörige Ausdrücke absondernd stand der Typ mit notdürftig angezogenen Knobelbechern auf und humpelte weg. Der mittlerweile ebenfalls vor dem Krankenhaus angekommene Notarzt klärte die Polizei auf die Nachfrage nach einer eventuellen Haftfähigkeit auf: „Wenn der Fuß wirklich gebrochen wäre oder auch nur ein Band durch, dann würde der nicht so einfach hier weg laufen.“ – „Dann wollen wir mal sehen, ob wir den gleich wieder treffen“, meinte der Polizist nur. Ich erwähnte, was der Heß- Jünger uns in Bezug auf die Bandidos angedroht hatte. Er lachte: „Die Bandidos sind zwar alles stramme deutsche Jungs, aber solche Nazis wollen die da auch nicht. Der spinnt doch…“ Anschließend lachten wir noch darüber, dass er ständig seinen „Feldwebel“ (niedriger Dienstrang der Unteroffiziere) herausstellte. Mir fiel dazu ein, dass es in seinem ansonsten wohl eher belanglosen Leben die einzige Zeit war, in der er mal ein paar andere herumschubsen konnte. Einer der Polizisten meinte, dass sich die Bundeswehr für so einen „Fan“ eher schämen müsste…
Ich glaube jedenfalls, dass ich noch nie so knapp an einer ernsthaften Schlägerei vorbei geschrammt war. Natürlich schlägt oder tritt schon mal der eine oder andere Besoffene nach mir. Wenn wir ihn zum Beispiel beim Schlafen stören. Auch beschimpft werden wir im Rettungsdienst öfters. Aber meistens eher halbherzig, selten mit so einem aggressiven Gebaren, welches man wirklich ernst nehmen muss.
Wieder einmal wurde mir auch bewusst, was man sich als Retter, wenn man als „Dienstleister Feuerwehr“ unterwegs ist, alles gefallen lassen muss. Wäre mir dieser Knecht im Privatleben begegnet, hätte er jetzt mindestens eine Anzeige im Briefkasten – und ich mindestens eine dicke Lippe…

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Firefighter, Kittyowner, Bagpipeplayer. Querulant. Manchmal bissig, aber im Großen und Ganzen handzahm. Die Themen hier: Feuerwehr - Rettungsdienst - Alltag .
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11 Antworten zu Abkürzung, Teil zwei: Was man sich alles gefallen lassen muss

  1. BB schreibt:

    Krasse Sache!
    Gut, dass es so glimpflich ausging … [anm.: editiert]

  2. Zwetschgenmann schreibt:

    Was für ein A….loch.
    Ich bewundere Euch, dass Ihr so viel Geduld habt und für solche Typen auch noch da seid, die Euch so angehen.
    Respekt. Was für ein Job…

  3. BRC_Medic schreibt:

    Die Jungs in Blau haben den nicht eingesackt? Wer bei uns[TM] im KH so ne Welle macht der sieht die Jungs der OSU (Operation SUpport Unit — vgl. mit Bereitschaftspolizei) ganz schnell in Aktion. Die haben schon viel stillere mitgenommen.

    Watt ne peinliche Wurst ……

  4. evilmichi schreibt:

    An sowas denkste aber auch echt nicht, wenn du einen vom Bahndamm pflückst. Bist froh, dass ihm nix passiert is, und dann ist das so ein Würstchen -.-*

  5. UW schreibt:

    Hoffentlich kommt soetwas nicht zu oft vor… Guter Artikel, aber leider nicht lustig.
    Achso, aber meinst Du nicht SPAX-Schrauben? 🙂 http://www.spax.com/de/

  6. Macus schreibt:

    Irgendwie schade, dass man so etwas erleben muss. Dabei wollen wir doch gar nichts böses, sondern opfern unsere Zeit und teilweise auch unser Leben, um anderen zu Helfen. Ich freue mich immer, wenn Einsätze so glimpflich ausgehen. Toi Toi Toi.

  7. a.F. schreibt:

    Also Idioten gibt´s, da fragt man sich wirklich wie die Menschheit da überleben konnte. Anstatt euch und den Kollegen vom Löschzug und der Leitstelle auf immer und ewig dankbar zu sein zieht der so was ab. das kann man auch nicht mehr mit dem Alkohol entschuldigen, denn der macht zwar aggressiv, aber er steigert ja nur was eh schon da war. Mal ehrlich, wenn mir so was passiert wäre, wäre es mir a) sehr peinlich und ich würde nie mehr darüber reden wollen und b) würde ich ein paar Tage später mit Kaffee oder ähnlichen Mitteln bei euch auf der Wache auftauchen zum Dank das ihr da wart und ich nicht unterm Zug gelandet bin.

    • firefox05c schreibt:

      Bedanken tut sich leider nur sehr selten jemand. Dafür ist das Anspruchsdenken zu sehr ausgeprägt: Die Kellnerin hat flott zu sein und sechs Bestellungen gleichzeitig im Kopf zu haben, der Sachbearbeiter immer bestens über jeden einzelnen der tausend Antragsteller informiert zu sein, und die Feuerwehr hat eben zu helfen. Das ist schließlich deren Aufgabe. Leider wird unsere Tätigkeit – und dabei ist es egal, ob hauptberuflich oder ehrenamtlich – nur noch als Dienstleistung wie jede andere angesehen. Und genau so fällt dann auch der Dank aus: Schlicht unnötig, da die Feuerwehr ja schließlich bloß das macht, wofür sie da ist und wofür man Steuern bezahlt.

      • a.F. schreibt:

        Na ja für eure Arbeit zahle ich gerne steuern, eins der wenigen sinnvollen Dinge die damit angestellt werden. Außerdem ist es ja nicht so, dass du und deine Kollegen keine zahlen würdet. Ihr zahlt euch so zu sagen selber das Gehalt::D

  8. hmkuehn schreibt:

    Klever! Wenn ich nur schon höre „Ihr müsst mich dort hin fahren“ schwillt mir die Carotis an! Finde es auch ein schwaches Bild der Ordnunghüter, dass er nicht mit der Acht auf der Rückbank landete. Habe mir seit nem Jahr ungefähr angewöhnt, solche Prachtexemplare wegen Beleidigung anzuzeigen. Auch wenn’s nichts bringt, wird Ihnen wenigstens ihr Verhalten nochmal durch eine Behörde vor Augen geführt…

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