Kompetenzgerangel

NEF-ComicManchmal ist es schwer, einen Patienten „los zu werden“: Die Krankenhäuser spezialisieren sich immer mehr, so dass nicht mehr in allen Häusern jeder Notfall behandelt werden kann: Neurologie, Chirurgie, Gynäkologie, Kiefer- und Gesichts-, sowie Handchirurgie … Jedes Krankenhaus sucht sich eine Abteilung aus, die anderen Häuser bauen diese Fachrichtungen dann ab. Das haben wir jetzt einmal mehr erfahren, als wir einen Neunjährigen nach einem Fahrradunfall „an den Arzt bringen wollten“. Wir stiegen gerade an einer benachbarten Feuerwache, wo wir einige Papiere abgeben wollten, aus unserem Rettungsbomber, als eine Frau mittleren Alters (welches ja statistisch gesehen variabel ist … ) mit dem Fahrrad hektisch auf das Wachgelände fuhr. Aufgelöst keuchte sie uns entgegen: „Sie müssen schnell auf den Spielplatz am Ende der Straße kommen! Dort ist ein Kind mit dem Fahrrad in einer Halfpipe gestürzt und hat sich die Zähne ausgeschlagen!“ Bürgernah, wie wir sind, waren wir uns einig, dass das Abgeben der Papiere bestimmt auch später noch möglich sein würde, und stiegen wieder in unseren Pflasterlaster. Auf dem Weg zum Spielplatz funkten wir die Leitstelle an: „Wir wurden gerade von einem Bürger angesprochen: Fahrradunfall mit Kind. Machen Sie uns bitte einen Einsatz auf?“ Der Callboy antwortete: „Ja, das wird der in der Schmidtstraße sein, nicht? Der kommt gerade beim Kollegen rein. Gleich klingelt es bei euch. Der Notarzt kommt auch.“ Will sagen: Der Notfall wird in den Leitstellenrechner eingegeben und unser Fahrzeug vom Disponenten vorgeschlagen, der Computer lässt dann unsere Pager brüllen. Am Spielplatz wurden wir schon von anderen Passanten heftig winkend empfangen. Neben der Halfpipe, die aus Beton gefertigt und zum Teil im Boden versenkt war, hielten wir an und kletterten mit unserem Equipment zu dem verunfallten, etwa zehnjährigen Jungen hinab, der weinend mit verschmiertem Gesicht in der Betonwanne kniete. Vor ihm lag eine zähflüssige Blutlache, in der einige Bruchstücke von Zähnen klebten. Neben ihm stand sein Bruder, etwa 12 Jahre alt, mit Skateboard und entsetztem Gesicht: „Der Finn ist mit dem Fahrrad in der Pipe umher gefahren. Plötzlich ist sein Lenker umgeschlagen, er ist vorne über gestürzt und mit dem Gesicht auf den Boden geprallt!“, berichtete er uns auf Nachfrage. Entsprechend sah das Ergebnis aus: Unser Patient, ohne Helm und Protektoren, wimmerte, spuckte Blut und hatte nur eine Sorge: „Bitte schagen Schie meinen Eltern nichtsch! Ich bekomme sonscht beschtimmt Ärger! Ich war doch schon scho oft im Krankenhausch. Dasch wird beschtimmt teuer!“ Ich beruhigte ihn: „Deine Behandlung wird von eurer Krankenkasse übernommen, da mach dir mal keine Sorgen. Kann ja immer mal was passieren. Ich glaube, deine Eltern werden froh sein, dass dir so ohne Helm nicht mehr passiert ist.“ Sein Bruder führte aus, dass der Lädierte im letzten Jahr schon einmal einen Arm angebrochen hatte. Und da war dann auch die Platzwunde am Hinterkopf nach einem Sturz. Ach ja, und das Handgelenk, nach dem Sturz von den Müllcontainern … „Da schreist du aber oft „Hier!“, wenn es um so etwas geht, was?“, entfuhr es mir. Zumindest war er bei unserem ersten Check orientiert, er wusste, was passiert war, und hatte sich dieses Mal am Körper nur ein paar Schürfwunden zugezogen. Nun, die „raussen“ Zähne reichen ja auch als Unfallfolge.

(Das ursprünglich hier verortete Foto habe ich auf Wunsch der Leser ersetzt. Und Katzen gehen schließlich immer...)

(Das ursprünglich hier verortete Foto habe ich auf Wunsch der Leser ersetzt. Und Katzen gehen schließlich immer…)

Der Notarzt traf ein. Nach der Übergabe (das heißt, ich klärte ihn über das auf, was ich bisher heraus fand) beschloss er: „OK, aufgrund des Unfall- Mechanismus machen wir mal eine Halskrause drum. Und die Bruchstücke sammelst du mal ein, vielleicht kann man den einen oder anderen wieder kleben.“ Immerhin gab der Junge an, schon ein paar Beißer der zweiten Garnitur zu haben, und falls da noch etwas um eine teure Krone oder einen Stiftzahn herum führte, wollten wir das ermöglichen. Ich suchte also im Auto zwei kleine Tüten zusammen. In die erste steckte ich ein CoolPack, wie man es von Sportverletzungen her kennt, und die zweite Tüte. Mit dieser Behelfsklamotte und ein paar nassen Kompressen lief ich zum blutenden Jungen zurück und sammelte aus dem glibbrigen Saft die Zähne ein, wickelte sie in die Kompressen und steckte sie in den inneren der beiden Beutel (wir haben zwar auch reguläres Material zur Amputatversorgung, die dafür vorrätigen Tüten und Coolpacks, die für ganze Glidmaßen gedacht sind, schienen mir aber etwas groß für diesen Zweck). Insgesamt fünf Stücke fand ich so. „Hömma, kleiner“, fragte ich, „warum hast du eigentlich keinen Helm getragen? Da gibt es für euch Geländefräsen doch so Integralhelme?“ Zu meinem Erstaunen kam die Erklärung: „Ich habe noch keinen, da schpare ich doch noch drauf.“ Das fand ich eine super Einstellung der Eltern: Man schenkt dem Kind ein Geländerad, aber für einen Helm ist kein Geld da.  Zusammen mit dem halsbekrausten Rallyefahrer stiegen wir in das Auto, banden den Verletzten auf die Trage und berieten kurz: „Wo fahren wir jetzt mit ihm hin?“, fragte der Arzt. „Ins St. Ansgar? Die haben doch eine Kiefer- und Gesichtschirurgie!“ Das war aber nicht so einfach: Dieses Haus hatte sich auf verbeulte Gesichter spezialisiert, eine spezielle Crew für Kindernotfälle war dort aber nicht ansässig. Die war im nahegelegenen Marien- Hospital, wo wir für Gewöhnlich auch alle Kinder nach Unfällen einlieferten. Dort wiederum traute man sich aber nicht an spezielle Notfälle am Gesichtsschädel! Doof: Der eine kann Flöhe, der andere Läuse. Und wenn man beides hat? Mein Kollege warf ein: „Ich weiß nicht. Die im Ansgar können keine „Kinder“ und schicken uns womöglich erst zum Pädiater. Darum sollten wir besser ins Marien zur Kinderstation fahren, dann können die erst mal drauf gucken und weiter entscheiden. Wenn mit der Halswirbelsäule alles in Ordnung ist, können wir ja weiterverlegen.“ Das erschien uns als das Naheliegendste. Zusammen mit dem Bruder des Unglücklichen fuhren wir also zum Kinderkrankenhaus. Unterwegs versuchte ich noch die Mutter unter der Handynummer zu erreichen, die der Bruder uns mitteilte: „Mutti ist entweder zu Hause oder bei einem Grillabend“, mutmaßte er. Unter der Nummer klingelte es drei, vier mal, dann war die Mailbox zu hören. Klasse: Statt mit einer besorgten Mutter quatschte ich nun mit einem naiven Computerfrollein. „Der Rettungsdienst hier. Ihr Sohn Finn hatte einen Fahrradunfall und hat sich im Gesicht verletzt. Wir bringen ihn nun ins Marien- Hospital. Für Rückfragen können Sie mich zurückrufen.“ Ich bekam erhöhten Blutdruck: Die Kinder sind bekannt für ihre Abenteuerlust (der Bruder hatte aktuell ein angebrochenes Handgelenk eingewickelt), hatten aber keine Protektoren oder Helme, und im Notfall ist die Mutter nicht einmal erreichbar! Am Marienkrankenhaus angekommen, schaute uns die Aufnahmeschwester irritiert an: „Damit kommt ihr hier hin? Muss da nicht ein Kieferchirurg dran? Wieso hat der Kleine überhaupt eine Halskrause um?“ Unser Notarzt wies sie darauf hin, dass die HWS durch den Sturz auf den Betonboden „etwas mitbekommen“ haben könnte. „Nun gut, dann müssen wir mal sehen. Die Kinderchirurgen sind im Moment leider alle im OP (!). Ich rufe den diensthabenden „normalen“ Chirurg an.“ Begeisterung klingt anders … Sie telefonierte kurz: „9-Jähriger mit Halskrause … Fahrraunfall … Zähne raus, fünf bis sechs, fraglich Kieferfraktur … okay … hmm … okay … – Ja gut, dann richte ich das aus.“ Sie legte auf und wandte sich an unseren Straßendoktor: „Der Chirurg lässt ausrichten, dass der Kleine zunächst Kieferchirurgisch versorgt werden soll.“ Jetzt war unser Doc irritiert: „Und der will nicht zunächst die HWS abklären?“ – „Nö“, meinte sie, „das sollen die ‚drüben‘ machen.“ Das war jetzt nicht das, was wir uns vorgestellt hatten. (Mit ‚drüben‘ meinte sie das Krankenhaus in der Nähe, welches für Leute gerüstet war, die komische Sachen mit ihrem Gesicht angestellt haben.) „Ich werde euch ‚drüben‘ mal ankündigen“, meinte die Schwester und tippte wieder auf ihrem Schnurlosen. Aber das Ergebnis war eher suboptimal: „Der Kieferchirurg telefoniert gerade, ist nicht erreichbar. Aber die Aufnahmeschwester dort will ihm Bescheid geben, sobald er wieder frei ist.“ Wir packten das Kind mit seinem Bruder also wieder ins Auto und fuhren zwei Straßen weiter ins Nachbarkrankenhaus. Die konnten „Kiefer“. Aber keine „Kinder“ … An der zentralen Notaufnahme im St. Ansgar empfing uns die besagte Schwester: „Ich habe den Doc gerade erst erreicht. Er fragte, warum nicht zunächst ein Pädiater draufgeschaut hätte.“ Unser Arzt wurde langsam etwas stinkig: „Das Gleiche wurden wir drüben auch gefragt. – Kommt der Kieferchirurg denn jetzt oder nicht?“ – „Ja“, meinte sie, „Geht mal rüber zum Behandlungsraum.“ Dort mit dem blutverschmierten Kind angekommen, schwebte der Erwartete mit wehendem Kittel herein: „Tach. Warum trägt der denn Halskrause?“ Und wieder erklärte unser Gelehrter: „Aufgrund des Unfallgeschehens könnte eine hohe Kraft auf die HWS gewirkt haben. Da wollte ich sicher gehen, dass zunächst der Hals immobilisiert wird, bis wir genaueres wissen. Der Chirurg ‚drüben‘ wollte aber erst eine kieferorthopädische Abklärung.“ Dr. Kieferklemptner schüttelte den Kopf: „Wie soll ich denn an den Kiefer herankommen, wenn der Junge den Kragen trägt? Das geht so nicht. Das muss ‚drüben‘ zunächst vom Chirurgen abgeklärt werden. Und wenn die Halskrause ab ist, kann ich weiter machen.“ Unser Doc verlor langsam die Geduld: Auf der Trage der Junge, mit blutender Fassade, das Esszimmer schwer durcheinander und schmerzend, und die Ärzte können sich nicht einig werden, wer denn nun anfängt, die Sache zu richten? „Wir werden da aber nicht einfach wieder zurück fahren. Wenn Sie die HWS hier nicht untersuchen wollen, rufen Sie bitte den Diensthabenden drüben an und sprechen sich mit ihm ab. Wenn der zusagt, fahren wir noch mal rüber.“ Der Kieferkundige seufzte und sagte zum Halfpipe- Beißer: „Nun gut. Kannst du den Mund mal ein wenig aufmachen?“ Der Angesprochene tat so, der Arzt steckte ihm kurz den Finger in das Schotterwerk: „Aua! Au!“ jammerte der Befingerte, eine Träne kullerte ihm über die Wange. „Machst du den Mund bitte wieder zu und beißt die Zähne leicht aufeinander?“, forderte er ihn nun auf. Der Junge tat es, es knackte hörbar aus seinem Kiefer, gefolgt von erneutem Gejammer. Der Gesichtsgelehrte nahm mit hochgezogenen Augenbrauen sein Telefon und rief im Marienhospital an. Ich versuchte zwischenzeitlich noch einmal Finns Mutter zu erreichen: Wieder nur die Mailbox. Ich ärgerte mich. Der Chirurg hatte sein Gespräch beendet und verkündete großzügig: „Also, wir werden hier sowieso ein CT vom Kiefer machen müssen. Bei der Gelegenheit werden wir einfach ein Bild weiter über die Halswirbelsäule machen, dann wird sich das unser Unfallchirurg mal ansehen. Wenn der dann „grünes Licht“ gibt, machen wir die Halskrause ab und kümmern uns um den Kiefer.“ Dass das sooo kompliziert ist, einen sowieso in der Röhre steckenden Patienten einfach ein wenig weiter als bis zur Kinnspitze zu fotografieren, muss uns blöden Pflasterklebern ja auch erst einmal erklärt werden! Wir bedankten uns artig und erleichtert, verfrachteten den Gestürzten in ein Bett und zogen wieder ab. Unser Straßendoktor fing bereits im Fahrstuhl wieder an zu schimpfen: „Ich halte es für normal, dass da erst ein Chirurg die HWS untersucht. Kenne ich gar nicht anders. Wir hätten uns im Marien nicht einfach so abwimmeln lassen dürfen!“ Ich seufzte. „Kennen wir aber. Bringst du jemanden mit Schmerzen in der Brust zum Internisten, schimpft der, dass der Kardiologe zuständig ist, bringst du ihn zum Kardiologen, will der das erst vom Internisten abgeklärt haben. Genauso, wenn du mit nicht ganz eindeutigen Schlaganfall- Symptomen in die Neurologie fährst. Und zum Schluss regen sich alle auf, dass der Patient sowieso nicht aus deren Einzugsgebiet kommt, warum man nicht wo anders hingefahren ist. Es ist zum Kakaokotzen.“ Mein Kollege stimmte zu: „Manchmal frage ich mich, warum wir uns überhaupt so viel Gedanken über die optimale Lösung machen. Ist für die aufnehmenden Ärzte sowieso immer falsch, was wir uns so ausdenken.“ Aus der Fahrzeughalle heraus versuchte ich ein drittes mal, die Mutter des Suppentinkers zu erreichen. Mailbox. Ich sprach entgeistert drauf: „Der Rettungsdienst nochmal. Aufgrund der Gesichtsverletzungen haben wir Ihren Sohn doch ins St. Ansgar- Krankenhaus gebracht. Für Fragen bitte unter dieser Nummer zurück rufen. Danke.“ Es kam kein Anruf. Frust.

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Über firefox05c

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16 Antworten zu Kompetenzgerangel

  1. stellinchen schreibt:

    Au weia!
    Das Autobild ist ja echt hübsch, aber MUSS das Blutbild WIRKLICH sein?

    LG

  2. einjohannes schreibt:

    Das Bild finde ich in dem Kontext auch etwas derb, aber fands dann nach dem ersten „schlucken“ auch irgendwie witzig 😉 (Man erkennt dann das Ketchup ja doch…)
    Erfahrt ihr dann eigentlich auch hinterher, was mit den Patienten passiert (ist)? Oder „aus den Augen, aus dem Sinn“? (Falls die Mutter anrufen würde)

    • firefox05c schreibt:

      Ich erfahre selten, was mit den Patienten später passiert. Manchmal fragt man sich das ja doch.

      • Shokx schreibt:

        Ohne eigene Nachforschungen kommt da nichts zurück. Gibt zwar unten aufm Divi ein Kreuzchen dafür, aber mich würde schon überraschen wenn das mal einer liest.

      • firefox05c schreibt:

        Von welchem Punkt im Divi sprichst du? Auf unserem ist keins. Wäre aus Datenschutzgründen wohl auch bedenklich, wenn später Daten weitergegeben würden.

      • Jerowski schreibt:

        Also bei uns gibts ganz am Ende (unter der Unterschrift, wenn man noch „Papier fährt“) das Feld „Arztbrief erbeten“ (oder so ähnlich). Aber ob da was kommt? Hab ich auch noch nie drüber nachgedacht, dass anzukreuzen.

      • firefox05c schreibt:

        Dieses Feld gibt es bei uns nicht. Ich glaube auch nicht, dass dmit ein Brief an den RD gemeint ist, da dieser gegen den Datenschutz verstoßen würde.

  3. Ich schreibt:

    Da hat ich ja wohl Glück als ich nen Arbeitsunfall mit ca. 3 cm langen, und 0,5 cm tiefen Schnitt in einem Finger die HWS nicht betroffen sein kann.

  4. Simon schreibt:

    Ich hab mir angewöhnt bei allen Sachen, die auch die MKG im Ansgar benötigen vorher im anderen Zielkrankenhaus anzurufen.
    Dann hat man im Ansgar das Argument „Das Marien hat gesagt erst zu Euch.“ und man spart sich eine Fahrt. 😉
    Und wie in Deinem Fall: das Ansgar hat ja auch nen ordinären Chirurgen.

  5. Carsten schreibt:

    Ich hasse dieses Hin und Her. Und das nur, weil die ehemaligen Studenten IMMER einen Grund finden, warum der Patient jetzt gerade nichts für ihre Fachabteilung ist.
    Dann frage ich immer, um wen es denn hier jetzt geht. Um den Arzt, der keinen Bock hat, oder den Patienten, der auf ärztliche Hilfe hofft.
    Beispiel:
    Patient mit unstillbarem Nasenbluten. Sehr wahrscheinlich ausgelöst durch zu hohen Blutdruck (190/90 mmHg).
    Der normale ‚Retter‘ denkt jetzt doch: „Fahren wir doch internistisch. Erstmal Druck senken, dann wird die Blutung schon aufhören. Ein HNO-Arzt kann dann immer noch sein Werk verrichten.“
    Denkste!
    Der Internist schickt dich sofort weiter zum HNO, weil ja die Nase blutet. Der Hinweis auf den zu hohen Druck verpufft ungehört im Raum.
    Der HNO steht mit verwirrtem Blick vor einem und fragt, warum wir nicht zuerst zu den Internisten fahren.

    Es ist also nicht nur ein ‚Ruhrpott-Problem‘, dass die Fachabteilungen sich gegenseitig die Patienten zuschieben.
    Auf jeden Fall nervt es gewaltig und der Patient leidet da am meisten drunter.

  6. stuttgarterapothekerin schreibt:

    nur mal so ne (halb-)rhetorische Frage: Wie wärs mit Androhen unterlassener Hilfeleistung?
    Oder kann ein Arzt damit nicht erreicht werden?
    Ist ja wohl jedem Erste-Hilfe-Kurs-Absolventen klar, dass ein unbehandeltes HWS-Problem gravierendere Folgen haben kann als ein unbehandeltes Kiefer-Problem, oder?
    *Ironieon* Aber woher soll ein Arzt das auch wissen, er hat ja keinen Erste-Hilfe-Kurs *Ironieoff*

  7. A.F. schreibt:

    Hm, nach dem Beitrag weiß ich nicht ob ich lachen oder weinen soll. Lachen,weil die beiden Jungs so relativ ruhig rüber kommen und auch mit euch Rettern, weil ihr das echt gut gehandhabt habt. Weinen einerseits wegen der Mutter die einfach nicht erreichbar ist( das aber noch relativ harmlos erklärt werden könnte) und auch wegen der Rangelei in den KKHs . Mal ehrlich wie schwer ist es bitte einen Patienten ein paar Zentimeter in ner Röhre weiter zu schieben? Die Dinger machen das sogar automatisch. Okay irgendwo kann ich den Unfallchirurgen noch verstehen, denn Kinder sind nun mal nicht nur kleine Erwachsene, aber irgendwo hat das Verständnis dann auch seine Grenzen.

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