Fundstück: „Andere Menschen sind doch egal.“

Bei „Hermione Rescue“ habe ich diesen

Artikel

gefunden, der mal wieder eindrücklich zeigt, wie wenig die Leute bereit sind, sich für andere Menschen in ihrem gewohnten Alltagsablauf stören zu lassen.

Eine Unverschämtheit – und ein Beispiel, warum immer mehr Kollegen Bedenken haben, auch mal in völlig alltäglichen Situationen womöglich angegriffen zu werden.

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Über firefox05c

Firefighter, Kittyowner, Bagpipeplayer. Querulant. Manchmal bissig, aber im Großen und Ganzen handzahm. Die Themen hier: Feuerwehr - Rettungsdienst - Alltag .
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10 Antworten zu Fundstück: „Andere Menschen sind doch egal.“

  1. Martin schreibt:

    Auch das kommt mir bekannt vor. Gibt leider immer bestimmte Gegenden wo gewisses Klientel haust und wie immer alles besser weiss. Manchmal bekommt man auch ein großes Danke dafür. Unser Dankeschön war damals ein völlig geschrotteter Corpuls 08/16 direkt neben dem RTW im Gebüsch und wenn ich ehrlich bin, gehe ich davon aus das sich diese Zustände noch extrem verschlimmern werden. Gibt hier z.b. eine bestimmte Str. Da sind wir aus dem HLF ausgestigen und es wurde aus den Fenstern mit Steinen nach uns geworfen. Seitdem werden in dieser Str. egal was für ein Einsatz immer direkt 2-3 Streifen mitalarmiert. Ist auch besser so, aber wie schon gesagt es wird i.m.h.o. immer schlimmer. Das müssen wir durch ist halt unser Job und für stolze A7 wegen Beförderungsstop gilt nur für bestimmte Kollegen aufgrund leerer Kassen (nee is klar und ich hab nen Onkel der mach schöne Laubsägearbeiten ) macht man das doch gerne oder etwa nicht ? „lol“

    • firefox05c schreibt:

      In diesem Fall war auch ein Busfahrer beteiligt, der scheinbar mit der Stänkerei anfing. Die wohnen für gewöhnlich nicht unbedingt dort, wo sie fahren.

      • Martin schreibt:

        Die ÖPNV-Fahrer hatten bis jetzt immer Verständnis, aber du kannst den Leuten nur vor den Kopf gucken. Kennst du dieses Bilder mit der Arche-Noah und dem Specht, mit der Überschrift „Ein A…loch gibt es immer. „lol“

  2. roerainrunner schreibt:

    Solchen Leuten wünscht man einfach, dass sie in derselben Situation sind und mal gerettet werden müssen. Karmaaaa *sing* 😉

  3. Judi schreibt:

    Sowas ist echt unglaublich. Ich verstehe durchaus, dass man genervt ist wenn man da warten muss und meinetwegen kann man da auch lesise vor sich hinschimpfen, wie doof das ist, was für ein Scheißtag, was für eine doofe Verkehrsführung und warum da ausgerechnet jetzt grade der RTW im Weg rumsteht, wo man es doch eilig hat – aber das Schimpfen soll man bitte im eigenen Auto mit geschlossenen Fenstern betreiben.Die Situation ist nunmal wie sie ist und auch die „Verursacher“ – Patient und Rettungsassistenten gleichermaßen – haben sich da grad nicht so ausgesucht . Und jeder kann da gerne mal kurz dran denken, dass er selbst niemals der Grund für eine solche „Verkehrsbehinderung“ sein will., WENN es aber doch passiert möchte, dass für die Rettungssanitäter, die dann kommen das Wohl des Patienten an allererste Stelle steht. Die Reaktion des moppernden Busfahrers möchte ich mal sehen, wenn er mit starken Schmerzen auf der Trage liegt und die Rettungssanitäter ihm locker flockig sagen „Soo, Herr XY, wir müssen sie jetzt nur noch eine Runde um den Block schieben, hier vorm Haus war kein Parkplatz frei. Dauert höchstens 10 Minütchen.“

    Echt unverschämt, was manche Leute sich denken/herausnehmen. Ganz schlimm fand ich neulich den Bericht, das in Essen einen Notarztwagen ein oder mehrere Reifen zerstochen wurden und der Patient wegen der Verzögerung verstorben ist 😦

    • Nobody schreibt:

      Was sagst du denn zu der Aktion in Essen? Da fragt man sich doch was in solchen Menschen vorgeht!

      • firefox05c schreibt:

        Die Sache ist möglicherweise nicht so eindeutig, wie sie dargestellt wurde. Zum einen soll sich ein Zeuge gemeldet haben, der den Reifen schon bei Einsatzbeginn platt gesehen haben will (Nachbericht ein paar Tage nach dem Vorfall). Zum anderen gehe ich davon aus, dass die angegebene Verzögerung etwas hoch angesetzt ist. Drittens denke ich, dass die Verzögerung nicht der Grund für das Versterben des Patienten war. Fachleute wissen, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass der Patient ohne die Transportverzögerung doch überlebt hätte.
        Aber egal, wie die Einzelheiten sind: Jemand hat den Reifen eines Einsatzfahrzeuges zerstochen. Das ist aktives Eingreifen in unsere Arbeit, Menschen zu retten, also auch ein aktiver Angriff auf denjenigen, der gerade in Gefahr schwebt. Vergleichbar ist der Täter für mich mit jemandem, der einem auf die Finger tritt, der an einer Dachkante hängt. Ähnliche Vorfälle häufen sich: Es werden Koffer und Medikamente geklaut, RTW zugeparkt, im Verkehr absichtlich ausgebremst, die Besatzungen in sinnlose Diskussionen verstrickt, Scheiben an Einsatzfahrzeugen eingeschlagen, Steine geworfen … (alles auch in dieser Stadt!) – Es wäre einen eigenen Artikel wert, hierzu alles zu sagen. In meinen Augen liegt das an der Mentalität, die mittlerweile in unserer Gesellschaft herrscht: „Ich zuerst! Wer mich in irgendeiner Weise einschränkt, ist mein Feind!“ Das passt auf die Motive solcher Angreifer ebenso wie auf Gaffer, Behinderer und Beschwerdeführer.

  4. Ich würde mich sehr über den Artikel freuen, je mehr wir erzählen, vielleicht erreicht man bei irgendeinem ja doch was!?

  5. Chris schreibt:

    Zu Bus und Taxifahrern habe ich eine recht eindeutige Meinung, zu 99% Irre! Fahren wie die Henker, meinen die STVO gilt nicht für sie und haben dann auch noch einen großen Hals! Wie hat es noch vor ein paar Wochen ein sehr erfahrener Autobahnpolizist so schön gesagt, „nur noch Irre unterwegs und es wird immer schlimmer“! Dem kann ich nichts mehr hinzufügen!

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