Schlüsselerlebnis

Mitten in der Nacht brüllt das Panikklötzchen vom RTW los, den ich in dieser Schicht mit Ralf besetze. Durch den Schleier meiner „Ruhe- getrübten“ Augen erkenne ich irgendwas mit „Bewustlos“. Ralf, im Bett nebenan, stöhnt auf: „Och nö, hoffentlich ist das keine Rea!“ – Was nicht so unwahrscheinlich war: Wird man tagsüber mit diesem Stichwort oft vor Ort von einem entspannt lächelnden Patienten begrüßt, dem bloß mal kurz schwindelig war, heißt es nachts oft, dass ein Mensch aufwacht und einen kalten Partner neben sich liegen hat. Wir springen also in die modisch- roten Buchsen und laufen zum Pflasterlaster. Unterwegs picke ich noch das Alarmschreiben aus dem Drucker: „Unser Notarzt kommt auch“, sage ich beim Einsteigen in unseren Dienstwagen. Wir fahren los.

Vor Ort treffen wir fast Zeitgleich mit dem NEF ein, der Straßendoktor und sein Chauffeur reihen sich hinter uns ein. Nach dem Klingeln an dem 8- geschossigen Haus wird uns schnell geöffnet, aus der Sprechanlage quäkt eine verzweifelte Männerstimme: „Schnell, in die Siebte!“ Wir entern mit unserem Gelumpe den Flur und stehen vor dem Fahrstuhl. „Hoffentlich ist der groß genug für die Trage“, meinte Ralf. „Bestimmt“, entgegnete ich. „Meines Wissens ist das ab fünf Geschossen vorgeschrieben.“  – „Klar. Aber wenn der nur eine Erweiterung hat und erst aufgeschlossen werden muss, dann finde du mal den Schlüssel!“, unkte Ralf. Die Fahrstuhltür ging auf. Und der Fahrkorb hatte eine abgetrennte Erweiterung …

Wir quetschten uns mit dem ganzen Gerödel aus Notfallkoffer, Sauerstoffrucksack, Absaugung und Defi zu viert in die gefühlten 0,8 Quadratmeter (ausgerechnet heute hatten wir einen Doc, der breit wie hoch war), und warteten Nase an Nase darauf, dass wir nach dem Drücken des Knöpfchens in der siebten Etage ankamen. Manchmal muss man sich schon sehr mögen… Die metallene Schiebetür platzte auf, wir quollen in das Treppenhaus. Die ältere Stimme aus der Sprechanlage erwartete uns an der Wohnungstür völlig aufgelöst: „Hier rein, schnell! Sie liegt da am Sofa!“, jammerte er wie ein getretener Hund. Man hörte, dass es ernst war. Als Erster betrat ich den engen Wohnungsflur. Vom Flur aus betrat ich ein bernsteinfarbenes Wohnzimmer. Direkt neben der Tür stand eine Kommode, auf der anderen Seite stand gleich das Sofa. Und über der Lehne, auf dem Boden knieend, hing wie ein nasses Kissen die Patientin, mit dem Gesicht auf der Sitzfläche. In der Bude war es runze- dunkel, die Glühbirne in dem fast blickdichten Lampenschirm hatte geschätzt 3 Watt. Ich stieg über die Unterschenkel der Dame, drückte mich an ihr vorbei und fasste sofort an den Hals. Kein Puls. Ralf hinter mir zögerte: „Oh-oh, das sieht nicht so gut aus …“ – „Die ist aber noch voll warm, sie muss bis gerade noch Kreislauf gehabt haben“, konterte ich und zerrte sie von der Lehne, um sie rücklings in den schmalen Durchgang zwischen Sofa und Wohnzimmertisch auf der einen Seite und der Kommode auf der anderen Seite zu legen. Der Notarzt konnte durch den kurzfristigen Stau noch nicht bis in das Zimmer vordringen und fragte aus dem dunklen Flur heraus: „Müssen wir ‚anfangen‘?“ „Jepp. Rea“, stellte Ralf fest.

Nun kletterte der Medizinflummi an uns vorbei, über die alte Dame hinweg und positionierte sich mit dem Defi am Kopfende, während ich meinen Hintern platzsparend zwischen Sofa und Tisch einparkte. Ralf kniete sich zwischen die Patientin und mich und fing an, den Brustkorb zu drücken, der Fahrer des Notdoktors (Warum eigentlich „Not- Arzt“? Bei uns haben die eine vollwertige Ausbildung…) besetzte Koffer und Rucksack, die aus Platzgründen im Flur liegen bleiben mussten. Das ganze Geräte- Management, welches in der Schule gelehrt wird, war mangels Freiflächen wieder mal „vor’m Arsch“!  Dem Senior blieb nichts weiter übrig, als sich in einen Sessel zu setzen und weiter zu klagen. Man hörte deutlich, dass er der Überzeugung war, dass seine jahrzehntelange Zweisamkeit nun zu Ende sein würde.

Rhythmisch sah ich nun den Hintern des Kollegen auf- und abwippen. Ich legte mein Handy mit eingeschaltetem Fotolicht auf die Tischkante, um wenigstens etwas Arbeitslicht zu haben, angelte mir am Kollegen vorbei den Arm der Patientin und ließ mir die Utensilien für einen venösen Zugang geben. Der Arzt bebeutelte das Gesicht der Patientin, bis die Intubation vorbereitet war. Kollege Notarztfahrer war nun schwer beschäftigt, da wir ihn aufgrund der Enge und der Aufgabenverteilung nicht bei seiner Aufgabe unterstützen konnten: EKG- Patches kleben, Intubation und Sauerstoff für die Beatmung vorbereiten, Kanülenzeugs zusammensuchen, Adrenalinspritzen aufziehen … Nach und nach konnte er uns alle bedienen. Irgendwie schaffte ich es, im Halbdunkeln mit zwei Versuchen einen Zugang in den Handrücken zu fummeln, der Doc bekam zum Glück problemlos einen Schnorchel in den Hals der Patientin (wobei er bäuchlings vor dem Kopf der Patientin auf dem Teppich lag! So ein Einsatz ist in der Klinik wohl selten nötig …), wir gingen nach der Chaosphase in die geordnete Choreographie über.

Nach einigen Minuten der Reanimation fing das Herz der Dame wieder an, selbstständig zu schlagen. Der Blutdruck, den es entwickelte, war beschissen – aber wenigstens hatte sie einen! „So. Wir müssen hier weg. Transport vorbereiten“, verkündete der Studierte, und an den Ehemann der Patientin gerichtet: „Hat hier im Haus jemand den Schlüssel für die Fahrstuhl- Erweiterung?“ – „Ja, unten im Erdgeschoss, die Pachulkes, die haben einen! Das ist die Wohnung links um die Ecke!“, antwortete der Herr, der sich mittlerweile etwas beruhigen konnte, da er wieder Hoffnung schöpfte. Weil nach dem letzten Wechsel am Brustkorb der Gelehrtentransporteur mit dem Sortieren der Kabel und Geräte beschäftigt war und Ralf gerade mit der Medikamentevorbereitung, sprang ich über die Beine der am Boden liegenden hinweg in den Flur und fuhr mit dem Fahrstuhl wieder runter. Unten wandte ich mich der beschriebenen Wohnung zu. Würde man mich mitten in der Nacht dort überhaupt hören? Und wenn ja, würde man mir auch öffnen? Ich klingelte und klopfte an der Tür: „Hallo? Hallo! Feuerwehr, mal bitte aufmachen!“  Nichts tat sich. Totenstille im Haus. Ich klopfte weiter, klingelte auch gegenüber. Nichts. „Mann, wir brauchen den fuckin‘ Schlüssel!“, schimpfte ich vor mich hin. „Das kann doch jetzt nicht wahr sein!“ Ich stellte mir vor, wie ein verschüchtertes Mütterlein nun zitternd in ihrem Bett lag, weil jemand (also ich) an der Tür randaliert hatte …

Sollten wir den Fahrstuhl nicht aufklappen können, müssten wir Tragehilfe anrücken lassen und die Oma samt angeschlossenem G’lumpe 7 Stockwerke nach unten tragen! Genug Zeit für ihren Kreislauf, sich erneut zu verabschieden. Musste also nicht sein. Ich fasste den Entschluss, es an einer der anderen Wohnungstüren zu versuchen, obwohl ich fürchtete, dort ebenfalls keinen Erfolg zu haben: Bei dem Lärm, den ich verursacht hatte, hätte längst jemand den Kopf rausgestreckt, wenn dort jemand zuhause gewesen wäre! Ich ging also ein paar Schritte den Flur entlang und kam am Fahrstuhl vorbei. Dabei fiel mein Blick auf ein Schild daneben: „Im Notfall: Schlüssel im Kasten über dem schwarzen Brett!„, stand darauf in einem roten Rahmen. Was man alles übersehen kann! Ich wandte mich um, und tatsächlich: Besagter Kasten über besagtem Brett gammelte lustlos neben der Kellertreppe rum. Gott sei Dank, schoss es mir durch den Kopf! Am Brett hing auch ein loser Schlüssel. „Ob der für den Kasten ist?“, fragte ich mich. Von oben hörte ich durch das Treppenhaus, das Ralf mich rief. „WAAAS?“, rief ich morgens um zwei zurück. Er sagte etwas, ich verstand aber nicht. Ich kam mir vor, als wären wir die Krankenschwestern aus dem „Werner“- Film. („ELFRIIIIEDEEEE!“…) „Ich habe den Schlüssel!!“, rief ich in der Hoffnung, dass er mich verstehen würde. Von oben kam irgendetwas zurück, was ich wiederum nicht verstand. Egal, ich hatte den Schlüssel gefunden! Zunächst probierte ich den am Brett hängenden Schlüssel an dem kleinen, roten Kästchen mit dem begehrten Metallstreifen aus. Passt nicht. Mist. „Dann eben mit Gewalt“, brummelte ich, zog den DME aus der Tasche und wichste damit kurzerhand die Glasscheibe am Kasten ein, um den Schlüssel zu bekommen. Klirrend fielen die Scherben zu Boden, der Weg war frei! Ich griff die beiden beinhalteten Schlüssel aus dem Gehäuse, wandte mich zum Lift – und hörte, wie sich die Kabine gerade surrend nach oben bewegte! Na toll, jetzt hatte der Kollege wohl in seiner Ungeduld den Fahrstuhl angefordert. Und bis der wieder unten war … Half alles nix, ich musste zu Fuß hinterher. Sieben Etagen hastete ich die Stufen hoch, jeweils zwei auf einmal. Von den vielen Windungen im Treppenhaus bekam ich fast einen Drehwurm, und mit 46 ist auch irgendwann die Lunge nicht mehr so begeistert von der plötzlichen Sporteinlage. Aber ich schaffte es, und ich war sogar nur wenig später oben als der Lift! Ralf stand am Fahrstuhl. „Ich… habe… den Schlüssel!“, keuchte ich im Schweiße meiner Füße und hielt triumphierend die beiden Metallzäpfchen in die Höhe. Ralf schaute mich beeindruckt an: „Hui, das ging aber schnell! Eben warst du doch noch unten … – Ich hatte dir zugerufen, dass wir nun Tragehilfe anfordern würden. Hat sich dann nun ja erledigt.“ Ich schloss die Türen an der Stirnseite der Fahrstuhlkabine auf und stieß sie an die Seite. Mit dem zweiten Schlüssel schaltete ich die Vorrang- Schaltung ein, damit uns nicht im letzten Moment ein Bewohner, der vielleicht mit dem Hund Gassi wollte, den Lift klaut. Dann fuhr ich wieder ins Erdgeschoss, um die Trage des RTW in die Kabine zu schieben, und fuhr wieder in den Siebten. Unsere Patientin war bereits auf dem Tragetuch drappiert, das Beatmungsgerät pustete Luft in ihre Lungen. Auf die Trage gelegt, schoben wir sie in die Kabine, wobei ich das Kopfteil zuerts in den Kasten führte – um dann festzustellen, dass es so eng in der Kabine war, dass ich mich mit der Trage eingebaut hatte. Die Kollegen schauten etwas angefressen: „Hmm. Das ist aber eng. Tja, hilft nix: Wir müssen wohl die Treppen laufen“, meinte der Fahrer des Medizinmannes. „Aber die Klamotten könnt ihr hier noch reinstellen“, meinte ich, wobei es dabei eigentlich nur noch um die Absaugung und den Koffer ging: Der Rucksack mit der Luft musste sowieso angeschlossen bleiben, und die Kabel des EKG lagen wie bunte Spaghetti auf dem Bauch der Patientin.“Legt mir nur den Beatmungsbeutel auf die Trage, falls unterwegs etwas passiert“, sagte ich noch. Die Kollegen packten alles unter die Trage, legten den Beatmungsbeutel bereit und drückten den Knopf mit dem „E“. Dann liefen sie los, die Türen schlossen sich. Ich war mit der Patientin alleine. Allerdings war es so eng, dass ich wohl akrobatische Fähigkeiten beweisen müsste, um an den am Fußende der Trage liegenden Beutel zu kommen, sollte der Fahrstuhl stecken bleiben oder der Schlauch der Beatmungsmaschine abfallen. Bis unten ging aber alles gut.

Im Erdgeschoss ging die Tür auf. Ich schaute in zwei Gesichter: Das erschrockene einer Frau mittleren Alters, die im Treppenhaus stand, und in das frustrierte eines ebenso alten Herren, der mit Handfeger und Kehrblech die Scherben unter dem roten Schlüsselkästchen zusammenfegte. „Oh!“, rief die Dame vor dem Lift aus. Ich, eingebaut im hinteren Teil der Kabine, sprach sie an: „Könnten Sie vielleicht den Fuß in die Tür stellen, damit sie offen bleibt? Nicht, dass sie sich schließen und ich nicht an den Knopf zum Öffnen komme. Die Kollegen kommen gleich die Treppen runter.“ Sie tat wie gebeten. Der Mann indes klärte mich im etwas angefressenen Tonfall auf: „Also, ein Schlüssel für den Kasten hier liegt oben drauf. Den hätten Sie auch nehmen können.“ Ich verteidigte mich: „Ich hatte nur die Info, dass die Bewohner im Erdgeschoss den Schlüssel hätten. Sind Sie das? Ich hatte geschellt und geklopft.“ Die Türblockierfrau lächelte verlegen: „Nun ja, wir sind gerade erst nach hause gekommen. Der Liftschlüssel liegt aber sonst auch immer im Kasten…“ Tja. Dann muss der Hausmeister halt mal eine neue Scheibe einsetzen. Ich bat die beiden Herrschaften noch darum, den Fahrstuhl wieder Betriebsbereit zu machen, dann kamen auch schon Ralf und der Notarzt- Assistent im Erdgeschoss an. Einen Moment später rollte auch schnaufend der Arzt hinterher. Wir verfrachteten zusammen die Patientin in den Rettungswagen und erreichten mit ihr ohne Zwischenfälle die Klinik.

Und das nächste mal sollte ich mich vielleicht in Ruhe umschauen, wenn ich mal wieder so einen Schlüssel brauche. Womöglich hängt der einfach dort irgendwo.

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Über firefox05c

Firefighter, Kittyowner, Bagpipeplayer. Querulant. Manchmal bissig, aber im Großen und Ganzen handzahm. Die Themen hier: Feuerwehr - Rettungsdienst - Alltag .
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20 Antworten zu Schlüsselerlebnis

  1. raqi07 schreibt:

    sehr schön geschrieben 🙂

  2. WPR_bei_WBS schreibt:

    Was ich mich ja seit Kindheitstagen frage (aber komischerweise nie gefragt habe): Warum überhaupt diese Fahrkorberweiterung? Oder besser gefragt: Warum die Tür nicht einfach weglassen und gut iss?

    Vielleicht lässt mich ja auch meine Kindheitserinnerung im Stich, aber bei dem Aufzug wo ich die Erweiterung offen gesehen habe, war auch hinter der Tür noch eine Kabinenwand (also nix mit offen im Schacht, dann würde ich es ja verstehen).

    • firefox05c schreibt:

      Ich denke, das hat etwas mit dem zulässigen Gewicht zu tun: In so einem 1qm – Aufzug steht zum Beispiel „max. 6 Personen“. Und die passen mit viel Sympathie zwischen den Beförderten auch hinein. Darauf ist die ganze Anlage ausgelegt. Ließe man den Fahrstuhl, der für den Tragentransport erweitert werden kann,einfach offen, würden sich bei Bedarf auch 12 Personen hinein quetschen. Das würde dann zu schwer, der Aufzug wäre überlastet.

      • James T. Kirk schreibt:

        Klingt einleuchtend, ich hatte nämlich die selbe Frage warum die Abtrennung nötig ist.
        Ich hatte nicht daran gedacht das es Leute gibt für die Verbots und Gebotsschilder nur unverbindliche Empfehlungen sind.

  3. Talianna schreibt:

    Hinterher ist man immer schlauer.

    Eine Freundin hat das im mündlichen Abi sehr treffend charakterisiert, wie das mit dem Schlüssel hier nunmal so ist: „Woher soll man das wissen, wenn man’s ned weiß?“

  4. roerainrunner schreibt:

    Dass sich Leute im Ernstfall wegen ein bisl Glas echauffieren, find ich viel ungeheuerlicher 😀
    Diese Erweiterungsdinger verstehe ich übrigens nicht. Wieso lässt man den Lift nicht immer „groß“?

    • firefox05c schreibt:

      Er hat sich ja nicht aufgeregt. Aber seine begrenzte Begeisterung kann ich auch verstehen. Den Vorrang des Notfalles hat er schon akzeptiert.

    • firefox05c schreibt:

      Ich denke, das hat etwas mit dem zulässigen Gewicht zu tun: In so einem 1qm – Aufzug steht zum Beispiel „max. 6 Personen“. Darauf ist die ganze Anlage ausgelegt. Ließe man den Fahrstuhl, der für den Tragentransport erweitert werden kann, offen, würden sich bei Bedarf auch 12 Personen hinein quetschen. Das würde dann zu schwer.

      • roerainrunner schreibt:

        Verstehe. Unser Aufzug piepst einfach, wenn er zu voll ist und verweigert die Fahrt 😀

      • firefox05c schreibt:

        Das sollte auch so sein. Aber das ist ja schon die Überlast- Warnung mit einer Notabschaltung. Das sollte nicht der „Regelzustand“ sein. 😉

  5. BRC_MEDIC schreibt:

    Erstaunt mich immer wieder wie manche Leute sich aufregen über Kleinigkeiten. Ich denke mal das ein RD-Einsatz über dem Ersetzen einer Scheibe liegt. Und im Notfall hat man sicher nicht die Muße alles nach einem eventuellen Schlüssel abzusuchen – dafür haben die Dinger ja eine Glasscheibe. Erinnert mich zu sehr an: „Warum müsst Ihr auf der Straße parken?“

    • firefox05c schreibt:

      Nun, er hat sich ja nicht aufgeregt. Aber da ich natürlich auch ein wenig zwischen den Zeilen lesen und hören kann, spürte ich schon, dass er nicht begeistert davon war, dass mitten in der Nacht die Scherben auf den Treppen entfernt werden mussten. Wäre ich ja auch nicht. 😉

  6. Herb schreibt:

    >> Sieben Etagen hastete ich die Stufen hoch, jeweils zwei auf einmal. Von den vielen Windungen im Treppenhaus bekam ich fast einen Drehwurm, und mit 46 ist auch irgendwann die Lunge nicht mehr so begeistert von der plötzlichen Sporteinlage. Aber ich schaffte es, und ich war sogar nur wenig später oben als der Lift! < <

    Nicht schlecht! Schon mal überlegt, bei TFA mitzumachen? 😉

    • firefox05c schreibt:

      Tja, dafür reicht es dann wohl doch nicht mehr … 😉
      Ein Fahrstuhl fährt mit etwa 4-5km/h. Hinzu kommt die Zeit, bis er nach dem Schließen der Türen losfährt und die Zeit, bis die Türen nach dem Halten öffnen, was schon mal mehrere Sekunden dauern kann. Mit etwas gutem Willen ist es also zu schaffen, „kurz nach dem Lift“ (resp. „Öffnen der Türen“) in der Etage anzukommen, ohne „Supermann“ zu sein. Runter schaffe ich es regelmäßig, rauf wohl nur einmal am Tag. 😉 .

  7. Nobody schreibt:

    Also die Fahrkorberweiterung verstehe ich nicht. Und warum man wegen einer „Im Notfall einschlagen“ Scheibe im Notfall sauer ist auch nicht.

  8. KaRa schreibt:

    Warum haben die „Fahrstuhlerweiterungstüren“ keinen einheitlichen (analog Feuerwehr-) Schlüssel,
    der in jeden „Blaulichtwagen“ mitgeführt wird?

    • firefox05c schreibt:

      Ist eben nicht vorgeschrieben. Ich bin mit der Regelung der meisten Häuser, dass einer der Mieter als „Blockwart“ den Schlüssel hat, auch nicht zufrieden: Oft ist gerade dieser Bewohner nicht erreichbar. Die Lösung mit dem Schlüssel im Kasten ist da schon Luxus.
      Ich habe mal von Kollegen gehört, dass diese Schlüssel sich auf nur ein paar Ausführungen beschränken, so dass man mit zwei, drei Schlüsselpaaren viele Aufzüge öffnen könnte. Allerdings gehören die nicht zur RTW- Ausrüstung.

  9. Mr. Gaunt schreibt:

    Na dann drücke ich mal die Daumen dass sich der medizinische und sportliche Einsatz für die Patientin am Schluß auch gelohnt hat. Interessant wie vermeintliche Kleinigkeiten dann doch zu einer grösseren Hürde werden können und wertwolle Zeit kosten. Hätte gedacht dass solche Noterweiterungen standardisiert sind und jeder RTW mit Schlüssel unterwegs ist, ist aber offensichtlich falsch gedacht.

  10. nessi6688 schreibt:

    Wieder was gelernt. Ich wusste bisher nicht, dass es diese Erweiterungen gibt. o.o

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