Hat es bei euch schon mal gebrannt?

Als ich vom „Spülmaschinen- Gate“ meinen Kollegen und auf Twitter erzählt habe, bekam ich einige interessante Reaktionen. Jemand meinte zum Beispiel, ich würde solche Vorfälle scheinbar anziehen. Ein anderer, dass es bei ihm überhaupt noch nie so einen Zwischenfall gegeben hätte. Und ich dachte immer, bei mir sei alles durchschnittlich …

Daher würde mich mal interessieren, ob auch bei euch hier und da mal ein Gerät aufgeraucht ist. Oder der Toast zu heiß wurde. Oder am Grillabend der Grill die Kontrolle über die Stimmung übernommen hat. Ich lege mal vor:

Meine Frau glaubt mir nicht, dass die Bildempfangsgeräte von Sendungen wie „Brautkleider kaufen“ und „Hunden die Analdrüse ausdrücken“ kaputt gehen. Tatsächlich ist während des Betriebes schon ein Röhrenfernseher bei uns durchgebrannt: Als vorne mal wieder irgendeine Shopping- Sendung flimmerte, verließen erst hinten plötzlich kleine Wölkchen fluchtartig das Gehäuse, dann davor ich ebenso fluchtartig meinen Sessel. Nach Ziehen des Steckers ließ der Rauch nach, eilig brachte ich das Gerät raus in den Garten. TV-Gerät rektalisiert. Aber wir hatten ja noch Bücher.

Ebenso ein Sat-Receiver, der auf sich aufmerksam machte, indem er mit Rauchzeichen kommunizierte („Alter, die Action-Filme werden immer realistischer! Ich kann die Explosionen förmlich riechen! —– oh … —„). Auch hier: Schnell vom Strom und Antennenkabel getrennt, ab in die Spüle, Wasser drauf und vorsichtig im Mülleimer abgelegt.

Anschlussdose des Herdes (auf dem Kopf liegend)

Desweiteren brannte bei uns bei abgeschaltetem Ofen die Anschlussdose des Herdes. Und zwar nicht, wie zuerst vermutet, an den Kontakten, an denen das Hauselektrik- Kabel angeschlossen wird, sondern auf der werkseitig verdrahteten Innenseite!  Ich saß beim Frühstück, als graue Wolken unter der Arbeitsplatte hervorstiegen. Schnell den Akkuschrauber geholt und die vier Fixierungsschrauben des Ofens gelöst, den Ofen hervorgezogen und entsetzt auf eine kleine, offene Flamme geschaut, die keck aus der Dose hervorlugte… Ich war immer der Ansicht, dass solche Dosen aus selbstverlöschendem Material gefertigt sein müssten. Hier konnte ich mich davon überzeugen, dass es zumindest nicht immer so ist. Nach dem Auspusten der Flamme gab es zwei Tage Lieferando, bevor auf einem Ersatzgerät weitergekocht werden konnte.

Auch eine Pfanne mit Öl ist bei mir mal zu heiß geworden: Öl in die Pfanne, Herd einschalten – und nach der Erkenntnis, dass das Öl durch Zuschauen auch nicht schneller heiß würde, verließ ich die Küche und legte im Schlafzimmer „kurz“ etwas Wäsche. Leider zog sich das „kurz“ ein wenig hin. Und zwar so lange, bis der Rauchmelder im Wohnzimmer mich daran erinnerte, dass die arbeitslos auf dem Herd stehende Pfanne auf Garmaterial wartete: Die Küche war stark verqualmt, das Fett in der Pfanne total überhitzt! Also räumte ich eilig das Küchenfenster frei und öffnete es. Dann nahm ich vorsichtig die rauchende Pfanne vom Hitzegenerator und warf sie aus dem Fenster in den Garten. Während ich in zwei Tagen, in dem ich alle Schränke mit Essigwasser abputzte und die Wände mit Frebreeze einjumpelte, den Gestank aus der Küche entfernen konnte, blieb der braune Fleck auf dem Rasen den ganzen Sommer hindurch als Mahnmal zu sehen.

Dass ich mal die Elektrohydraulik im PKW meines Nachbarn gelöscht habe, gehört hier nicht hin. War ja nicht mein Auto.

Nun, und die Story mit der Spülmaschine kennt ihr ja …

Ich bin jedenfalls mit einem kleinen Feuerlöscher gegen Entstehungsbrände wesentlich beruhigter im Alltag unterwegs. Er steht griffbereit im Flur auf der Kommode. (Falls der nicht reichen sollte, liegt im Schrank noch ein kleiner CO2- Löscher. Und ein 1kg Pulverlöscher. Man weiß ja nie…)

Und was ist euch so passiert? Haben sich eure Rauchmelder schon mal bewährt? Seid ihr ohne meine Kollegen ausgekommen? Oder ziehe ich so einen Mist vielleicht wirklich an?  – Bitte in die Kommentare damit! 🙂

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Über firefox05c

Firefighter, Kittyowner, Bagpipeplayer. Querulant. Manchmal bissig, aber im Großen und Ganzen handzahm. Die Themen hier: Feuerwehr - Rettungsdienst - Alltag .
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70 Antworten zu Hat es bei euch schon mal gebrannt?

  1. Thomas schreibt:

    Oh da kann ich was aus dem letzten Jahr berichten: Gerad aus dem Italien-Urlaub zurückgekommen, die Nacht durchgefahren und ziemlich im Eimer wollten wir uns gleich schlafen legen. Kurz vor dem hinlegen war mein Sohn (1 Jahr alt) in die Küche gelaufen und hat unbemerkt mit den Drehreglern vom Herd gespielt. Ihn haben wir danach ins Bett gelegt und als wir uns gerade ebenfalls fertig machten sahen wir ein Flackern im Flur, und ein hastiges Hinrennen hat dann große Flammen auf dem Herd zu Tage gebracht. Tupperware die dort noch abgestellt war inzwischen zu einem brennenden Plastikhaufen geschmolzen.

    Nach Sicherung raus und drüberwerfen einer Decke war der Schrecken vorbei, aber nur paar Minuten später bemerkt wären sicherlich auch die Holzschränke den Flammen zum Opfer gefallen und wir wären (hoffentlich) aus dem Schlaf durch die Rauchmelder geweckt worden.

    Achja, inzwischen ist zur Küchentür noch ein Kindergitter angebracht. Sohnemann muss ab jetzt leider draußen bleiben.

    • firefox05c schreibt:

      Vielleicht sollte ich diesbezüglich mal einen Artikel mit ein paar Brandschutz- Tipps schreiben, in dem unter anderem steht, dass auf dem Herd grundsätzlich nur Kochgeschirr abgestellt werden sollte – auch, wenn er gerade nicht benutzt wird. 😉

  2. blaulichtauto schreibt:

    Hey mir ist mal die Garten Hecke an-/abgebrannt. Nach einem feucht- fröhlichen Fest mit einigen prozenthaltigen Getränken, hatte jemand unwissentlich die noch nicht abgekühlte Grillkohle hinter die Hecke entsorgt. Da schmorte die Kohle so vor sich hin, bis ich morgens von rotem Geflacker aufwache. Ein Blick aus dem Fenster hatte mir gereicht um sämtliche körperliche Ressourcen freizuschalten. Zum Glück steht die Hecke ziemlich einsam auf dem Grundstück, sodass nur sie in Mitleidenschaft gezogen wurde. Ich konnte die Hecke mit dem Gartenschlauch von dem Feuer befreien. Ein Schock war es aber trotzdem.

  3. FL380 schreibt:

    Bei uns waren es bislang die FritzBox und die Dunstabzugshaube.

    Die FritzBox war ungwöhnlich warm. Haben wir erstmal abgetan, dass sie unter Höchstleistung arbeitet. Irgendwann hat es angefangen zu knistern, WLAN funktionierte noch aber die Box wurde dann sehr schnell sehr heiß. Nachdem der Strom schnell gekappt wurde hat sich FritzBox wieder schnell abgekühlt. Wäre man nicht zu Hause gewesen, hätte es auch anders laufen können.

    Die Dunstabzughaube hat sich Abends plötzlich selbständig gemacht und hat aufs Drücken jedweder Tasten nicht reagiert. Der Geruch nach Verschmorten breitete sich wahnsinnig schnell aus. Das Ziehen der Sicherung hat aber auch das Problem glücklicherweise schnell lösen können. Ich bin noch eine Zeit lang wachgeblieben, aber wahrscheinlich wäre es besser gewesen zu schauen wo die Hitzeentwicklung hergekommen ist, um ein späteres Feuer zu verhindern.

    Toi Toi Toi

  4. WPR_bei_WBS schreibt:

    Ich hatte das nur mal ein Flämmchen in der Elektronik der Mikrowelle. Allerdings selbst verschuldet, ich hätte nicht den Löffel in der Tasse vergessen sollen, auch wenn der Funkenflug cool aussah. Und als ich die Miniwellenanlage dann noch mal (ohne Löffel) testen wollte kamst zu besagter Flamme.

  5. Uwe Stegemann schreibt:

    Malzeit 🙂

    Ich habe mal die Erinnerung an die letzten ca. 40 Lebensjahre passieren lassen: Ich habe ein mal erlebt, dass die Anschlussleitung eines Bügeleisens an der Stelle, an der die Leitung in das Gerät hineingeführt wurde (und die somit mechanisch meist hoch belastet ist) während des Betriebes des Bügeleisens in Brand geraten ist. Der eigentliche „Einsatzablauf“ des privaten Problemlösungskommandos der Betriebsfeuerwehr Privathaushalt (Einsatz in der Stärke 1/0/1=2) verlief – bei Absenken der Qualitätsstandards auf die Forderung „Feuer soll ohne besonders große Kollateralschäden gelöscht werden“ – halbwegs erfolgreich, auf eine Alarmierung externer Kräfte konnte verzichtet werden.

    Ansonsten überlege ich gerade ob ein „durchgebrannter“ Faden einer Glühlampe auch unter die Definition eines „aufgerauchten Gerätes“ fällt. Einerseits verabschiedet sich das Gerät mit Licht- (und manchmal sogar Ton-) Effekt aus dem direkten Einsatzgeschehen, andererseits ist eine neue Glühlampe fix eingeschraubt und damit die Betriebsbereitschaft der Leuchte wieder hergestellt. Den Fall hatte ich gerade vor ein paar Tagen wieder …

    Gruß Uwe

  6. kleiner_Geist schreibt:

    Also ein überhitzter Fonduetopf war bei mir schon das höchste der Gefühle. Meine Steakpfanne wird aber auch ohne Fett so heiß, dass das Fleisch bei Kontakt meinen Rauchmelder im Wohnzimmer auslöst, weshalb ich diesen vorsichtshalber vorher gleich abnehme.

    Grüße Daniel

  7. petra1971 schreibt:

    Aktuell nicht. Als der Sohn ca 5 war hat er auf dem Nachbargrundstück gezündelt und ist dabei erwischt worden.
    Als ich ein Kind war zu Weihnachten Geschenkpapier: Kerzen angelassen und aus der Stube gegangen (so gelöscht). Dann einmal der Schornstein, auch an Weihnachten (mit Feuerwehr), einmal den Adventskranz in der Spüle gelöscht. Echte Kerzen hatten wir allerdings nie am Baum.

  8. BRC_MEDIC schreibt:

    +1 fürs Fettfeuer. Aus dem schnell mal „Pommes machen“ wurde „neue Küche bestellen“. Ich war ja so schlau gewesen nen Deckel auf’m Pott zu tun, so das dann das Öl vergast durch das Ventil rauskonnte. Nachdem es dann abkühlte ist es auf die Heizplatte gelaufen, um dann die weiteren Gase zu entzünden. Ende vom Lied war eine vollkommen verruste Küche/Wohnzimmer.
    Wenigstens hatte ich dann einen Grund endlich den Laminatboden zu verlegen ….

  9. roerainrunner schreibt:

    Zuallererst: ich habe keinen Rauchmelder (Trauermelodie hier einspielen). Feuerlöscher ebenfalls nicht. Es gibt auch keine Feuerleiter oder Notausgang in meiner Wohnung. Und zack, fragt man sich, ob’s nicht Verbesserungsmöglichkeiten zur Erhaltung des eigenen Lebens gäbe…
    Die Historie bislang:
    – Als Kind stand ich mal vor einem Teelicht, in das wohl Duftöl hineingetropft war – und habe es unwissendlich mit einem Schuss Wasser aus der Gießkanne löschen wollen. Hübsche Stichflamme bis unter die Decke und Brandfleck en eben selber. Man lernt seine Lektionen…
    – Ein Wasserkocher, den ich versehentlich ohne Wasser angeschaltet habe und der daraufhin verschmorte (heutzutage haben sie aber einen Überhitzungsschutz und gehen aus – sollten sie zumindest).
    – Ein (anderer) Wasserkocher, bei dem sich Wasser im Anschaltknopf gesammelt hatte, der irgendwann deswegen in Flammen stand (Wasser + Strom…).
    – Erst letztes Weihnachten beim Kerzenanzünden, stand mein billiges China-Stabfeuerzeug plötzlich komplett in Flammen. Hab es reflexartig fallenlassen – glücklicherweise auf einen nicht brennbaren Metalltisch. Da hab ich dann kräftig gepustet.

    Was ich nicht verstehe sind Menschen, die nach so einem Vorfall die Geräte noch weiternutzen. Als ehemaliger Hardware-Hotliner hatte ich einen Kunden am Telefon, der berichtete, dass sein Laptop nicht mehr angeht. Nach einer kurzen Anamnese stellte sich heraus, dass das Gerät vor drei Wochen stark geraucht (!) hatte – er hatte es danach einfach weiter genutzt. Zitat „Wieso, lief doch gut, die drei Wochen. Nur JETZT geht’s nicht mehr an.“ Ich hoffe, er hatte wenigstens eine externe Tastatur angeschlossen…

    • firefox05c schreibt:

      Ich würde dir dringend Rauchmelder empfehlen. Bei dir sind sie offensichtlich nötiger als bei mir… 😉

      • roerainrunner schreibt:

        Interessanterweise greift diese Rauchmelder-Pflichtregel ja nur bei Neubauten (in meinem Bundesland sind Altbauten erst bis 2020 rauchmelderpflichtig). Vermutlich sind Altbauten so asbestverseucht, dass da eh nix brennt *prust*

      • firefox05c schreibt:

        In NRW ist seit Januar 2017 Nachrüstpflicht für alle Mietwohnungen. Die Fehlalarme halten sich hier erfreulicherweise in Grenzen. Andersherum habe ich schon einige male die Meldung lesen können, dass aufgrund eines piepsenden Rauchmelders erst ein Brandgeruch entdeckt wurde.

  10. Lysander schreibt:

    Mein Vater ist mal vor dem Adventsgesteck eingeschlafen, der dann morgens mutterseelen allein lichterloh brannte. Den haben wir Kinder, die Eltern schliefen noch, mit Wasser aus Küchentöpfen gelöscht und dabei den ganzen Teppich versaut. Der Glastisch, auf dem der Flammenzauber war, ist gesprungen und bekam später eine neue Platte.

    Und ich habe einmal einen Toaster in Brand gesteckt, den ich mit dickem TK-Toast mit Füllung überfüttert und dann vergessen hatte. Als ich vom Zeltlager wiederkam, hat meine Mutter mir den nach dem Putzen übriggebliebenen Schaden gezeigt: Ein Stück Plastik vom Hängeschrank rollte sich gar lustig anstatt gerade den Ritz zwischen zwei Schränken zu bedecken und das blieb dann auch so.

    • firefox05c schreibt:

      Ein Andenken … Oder Mahnmal? 😉

      • Lysander schreibt:

        Hm, also zur Gedenkstätte hat sich diese Küche nicht entwickelt. Und das Haus, in dem sie sich befand, ist schon lange nicht mehr in Familienbesitz.
        Vielleicht war es mir aber auch eine Lehre und deshalb ist seither nichts mehr in meinem Wirkungskreis in Flammen aufgegangen.

    • WPR_bei_WBS schreibt:

      Euer Vater hat immer noch geschlafen, nachdem ihr ihn mit dem Wasser aus den Küchentöpfen gelöscht habt? Das war aber mehr als nur eine Weinbrandbohne, oder? 😀

      • Lysander schreibt:

        Nein, er war nachts vom Sofa ins Bett gegangen. Die Eltern hatten das Schlafzimmer unterm Dach, das Wohnzimmer mit dem Gesteck war im Erdgeschoss.

  11. WPR_bei_WBS schreibt:

    Einen hab ich noch (frei nach Otto):

    Das neue Multimeter aus Versehen auf Gleichstrommessung gestellt, dann aber versucht damit Wechselspannung an der üblichen 230V-Tankstelle zu testen. Das Ergebnisse war eine Stichflamme und eine zur Hälfte weggeschmorte Prüfspitze. Sonst zum Glück nichts – keine Sicherung rausgeflogen (es sei denn, man betrachtet die halbe abgerauchte Prüfspitze als Sicherung 🙂 ), und Steckdose und Multimeter tun heute noch (also mehr als 20 Jahre später… Gott, bin ich alt geworden :-o) ihren Dienst.

  12. WPR_bei_WBS schreibt:

    Pulverlöscher, wirklich? Nach Einsatz kann man doch die komplette Einrichtung entsorgen.

    • firefox05c schreibt:

      Für Brände auf dem Balkon (Silvester) oder Parkplatz des Hauses (Wie beim brennenden Nachbar- PKW) – In der Wohnung wohl eher nicht. Das bekommt man nie wieder weg… 😉

  13. Alex K. schreibt:

    Vor ca. 10 Jahren war ich als Dünndrahtelektriker, Fachgebiet BMA, am Bau eines Ersatzbrennstoffkraftwerks (so nennt man heute eine Müllverbrennungsanlage) beteiligt. Da die Elektrischen Betriebsräume noch im Baubetrieb schon zur Hälfte ihren Dienst verrichten sollten, musste auch eine kleine, provisorische BMZ diesen Gebäudeteil überwachen. Gesagt getan, Zentrale installiert, Funktionstest, Probealarm zur Werksfeuerwehr, Feierabend.
    Am nächsten Morgen komme ich in den Zentralenraum und der typische Geruch nach Strom liegt in der Luft. Ein Blick auf die Zentrale zeigt Störung Stromversorgung und Akkubetrieb. Als ich den den Gehäusedeckel geöffnet habe, wusste ich auch, wo der Stromgeruch herkommt: Das Netzteil begann gerade sich in Rauch aufzulösen und kleine Flammen züngelten im Gehäuse. Der Melder an der Decke sprach an, die Sirenen heulten los und bei deinen Kollegen ging der Gong. Vorschriftsmäßig befand sich zum Glück in jedem Elektroraum schon ein Feuerlöscher, dessen Inhalt ich in die Zentrale entlud. Als die schwarzgelbe Mannschaft eintraf, war der Spuk schon vorbei.
    Ursache des ganzen waren Schaltarbeiten der 50Hz-Schlosser, bei denen sie es geschafft haben, mal kurz den Nullleiter weg zu lassen und 400V durch die Zentrale gejagt haben. Das ganze haben sie dann 3 Wochen später nochmal geschafft, diesmal aber ohne Rauch und Flammen, nur die Zentrale musste wieder ersetzt werden.

    Wäre eine tolle Überschrift in der Bild geworden: Neues Kraftwerk brennt ab, Ursache war die Brandmeldeanlage!

  14. Hildegard schreibt:

    Ich kann bieten: Zweimal Kaminbrand im Neubau, beides mal mehr durch Zufall bemerkt. An Elektrogeräten ist mir auf Arbeit mal ein PC-Netzteil unter externer Flämmchenbildung abgeraucht.

    • firefox05c schreibt:

      Heizt ihr denn Spanplatten? 😉

      • Hildegard schreibt:

        Ne, Holzpellets. Ursachen sind aber mittlerweile bekannt und abgestellt.
        Spanplatten hat mein Alter Herr immer verbrannt, „weil da das schwarze Zeug im Kamin immer so schön abging“ 😁

  15. Steffi schreibt:

    Dagegen war es bei uns bisher ja doch sehr harmlos. Bisher hatten wir nur einmal Kurzschluss an der Steckdose. Die Kindersicherung hatte einen Draht verbaut, der hat in Kombination mit Staubsauger einstöpseln zu einem Funkenflug und einer brennenden Steckdose geführt. Flamme war zum Glück nur am Plastikteil und schnell ausgepustet.

  16. Thomas U. schreibt:

    Mal überlegen… hinten im Haus gab es vor knapp 20 Jahren eine brennende Stoffdecke, die als Staubschutz auf einer selten genutzten Spüle-Kühlschrank-Herd-Kombi lag. Aufgrund der angedachten Kühlschrankbenutzung wurde der Stecker eingesteckt, aber dummerweise war auch einer der Herdplattenregler aufgedreht (verdeckt durch die Decke, hat natürlich niemand weggenommen bzw. nachgeschaut). Ein Herbeizitieren der großen, roten Autos war aber nicht nötig, der Brand wurde zum Glück früh genug bemerkt.

    An technischen Geräten haben sich bisher zwei PC-Netzteile verabschiedet, die haben sich aber frühzeitig durch ihre Gerüche verraten und es entstand kein größerer Schaden. Außerdem ist mal ein Trafo an der früheren Modellbahn mehr oder weniger explodiert, wodurch u.a. ein Bündel dünner Litzen zu einer etwas dickeren Leitung zusammenschmolz.

    Ansonsten nur etwas verbranntes Unkraut im Garten. Das kommt immer mal vor, wenn an den Gartenbahngleisen gelötet werden muss. Dabei ist aber immer eine Gießkanne in Griffweite.

    Die Rauchmelder im Haus haben sich bisher immer nur bemerkbar gemacht, wenn sie neuen Lebenssaft brauchten. Bis auf einen, der ging mal aus Langeweile los.

    Vor größeren Bränden sind wir bisher zum Glück verschont geblieben, auch Gerätschaften sterben nicht am laufenden Band. Bei Bekannten hat es allerdings letztes Jahr die Terrasse samt Fassade zerlegt, ausgelöst durch eine in Blumenerde ausgedrückte Zigarette. Kleine Ursache, große Wirkung und eigentlich ein wunderbarer Grund für (nicht brennbare) Plastikblumen.

  17. firefox05c schreibt:

    Das ist ja eine ganze Menge an Vorfällen. Ich bin also nicht allein!
    Interessant dabei: Es entsteht eine Sammlung, aus denen der geneigte Leser ersehen kann, wie bei alltäglichen Situationen Brände entstehen können – und dass es eben nicht so weit weg ist, wie viele glauben!
    Weiter so! Ich freue mich! 🙂

  18. Anonymer freiwilliger Hauptfeuerwehrmann schreibt:

    Bei der Weihnachtsbäckerei hat das Zimtwaffeleisen angefangen zu brennen. Wahrscheinlich ist zu viel Fett unter die Platten zu Heizdrähten geflossen und hat sich entzündet. Stecker reflexartig gezogen, die Flammen sind von selbst verlöscht. Gerät anschließend entsorgt.
    Ich wollte zum Spülen 2cm Wasser im Topf erhitzen, bin dann weg. Als ich wieder kam war die Sicht eingeschränkt und es roch verbrannt. Das Wasser war verdampft oder übergelaufen und der Rest war schön angebrannt. Der Topf war aber noch zu retten und sonst war nichts passiert.
    In gemütlicher Runde kurz vor Weihnachten. Am Nachbartisch war das Glas mit dem Teelicht drin gesprungen, hat das Wachs verteilt und eine gute Stichflamme verursacht. Ich sofort aufgesprungen und hin, bevor ich die Lage erfassen könnte war die Flamme aber schon wieder aus. Das wäre echt blöd gelaufen, das war in einem 500 Jahre alten Fachwerkhaus mit Denkmalschutz.

    Glücklicherweise alles gut gegangen.

  19. Ozyan schreibt:

    In meiner jetzigen Bude nicht; als ich noch bei meinen Eltern wohnte, drei Mal (allerdings ohne mein Verschulden :D)

    Beim ersten Mal ist ein uralter Röhrenfernseher (noch schwarz-weiß!) implodiert, den meine Mutter und ich aus dem Keller geholt hatten, weil der männliche Part der Familie Fußball gucken wollte und der weibliche nicht (Klischee, ich weiß…). Mein Vater hat ihn rasch auf die Terrasse gebracht (den Fernseher), wo er in Ruhe vor sich hin gekokelt hat.

    Das zweite Opfer war die Mülltonne, in der mein Vater vormittags die Grillkohlen vom Vorabend entsorgt hat. Offenbar waren sie doch nicht so weit abgekühlt, wie er dachte… Den Tag über waren wir nicht zu Hause, und als wir heim kamen, hatte die Tonne nur noch ein Drittel ihrer Größe, nachdem der Nachbar sie mit dem Gartenschlauch gelöscht hat.

    Und zu guter Letzt ist beim Kochen im Backofen irgendwas in Brand geraten, aber frag mich nicht mehr, was das war. Den Abend kam dann jedenfalls der Pizzaservice.

    • firefox05c schreibt:

      Das mit der Grillkohle oder dem Aschenbecher mit glimmender Kippe in den Mülleimer ist wie ein Zeitzünder: Manchmal fängt es Stunden später erst an zu brennen!

      • petra1971 schreibt:

        Hier im Ort hat vor jahren die Grundschule gebrannt weil Kinder mit Silvesterfeuerwerk eine Mülltonne angezündet haben.

  20. paul schreibt:

    Dann falle ich mal aus der Reihe: Nein, nix. Zumindest nichts technisch bedingtes. Eine schiefe Kerze auf dem Weihnachtsbaum (mit Sprühwasserflasche gelöscht) ist dann schon alles. Und auch in meiner Umgebung… Aber es gibt Leute die ziehen das an. Wobei ich bei etlichen das Gefühl hab, das liegt an ihrer Einstellung. Bei anderen wiederum waren wir schon dreimal als Feuerwehr – und das war irgendwie immer Pech und denjenigen nicht vorzuwerfen…

  21. Mr. Gaunt schreibt:

    Mir ist wie im letzten Thema schon erwähnt ein Pay-TV-Decoder beinahe abgefackelt. Plötzlich roch es seltsam und dann stiegen kleine Qualmwölkchen auf. Stecker raus und Thema war durch.

    Beinahe etwas mehr angerichtet hätte ich selbst. In einer Wohnungsübergangszeit hatte ich noch keine Küche und habe ich die Grillfunktion der Mikrowelle für so einiges genutzt. Das geht sogar leidlich gut mit Tiefkühlpizza.
    Wenn man allerdings auf 20 Minuten einstellt wie für die Grillfunktion, aber statt Grillen die normale Mikrowellenfunktion anwirft, dann wird es lustig. Besonders wenn man gemütlich zwei Zimmer weiter sitzt. Küche verqualmt, Flur so halb. Kein Rauchmelder in der Wohnung (ist so 12 Jahre her). Fenster aufgerissen und den freundlichen Herren mit den roten Autos per 112 klargemacht, dass sie bitte NICHT kommen sollen wenn jemand anruft dass es aus dem Haus qualmt.

  22. Dicker Sauerländer schreibt:

    Zu den (Beinahe-) Katastrophen kann ich auch noch einige beitragen:

    Bekannte – in ländlicher Wohnlage – hatten einen Zweitherd im Keller, der saisonal zum Einkochen usw. genutzt wurde. In der übrigen Zeit diente dieses schmucke Stück vergangener Küchenarchitektur (Plattenherd mit Deckel) als Ablagefläche in der Nähe Wäscheleinen (Waschküche einmal wörtlich genommen). So lag wieder einmal Wäsche auf dem Deckel und die Kinder haben an den Drehschaltern gespielt. Folge: Am runden Geburtstag der Mama musste der Fanfarenzug „Rot-Weiß“ mit voller Außenwerbung ein Ständchen spielen.
    Später habe ich – als Gast – den Herd fachkundig abgeklemmt. Man hätte „in der übrigen Zeit“ auch die Sicherung des Herdes abschalten können, dann ist die Nutzung als Ablage ungefährlich.

    Nochmal Herd: In unserer Küche roch es „komisch“ und die beste Ehefrau von allen (fast jeder hat so eine) schickte mich auf die Suche nach verdorbenen Lebensmitteln oder verstorbenen Nagetieren auf, unter, hinter und in allen Küchenmöbeln – ohne Erfolg. Dann kam die Lasagne in den Ofen und es wurde dunkel – nicht wegen der untergehenden Sonne sondern wegen einem abrupten Spannungsverlust an den Leuchtmitteln.
    Im Sicherungskasten war festzustellen, dass zwei Sicherungen der Speisenerwärmungseinrichtung und zwei (35A) Hauptsicherungen ihrer Tätigkeit nachgegangen waren. Der Herd wurde vollständig abgeschaltet, die Hauptsicherungen reaktiviert (ein Nachbar hatte Ersatz), die Lasagne wurde in der Mikrowelle vollendet.
    An einem der nächsten Tage stellte der hinzugerufene Fachelektriker einen Defekt im Anschlussbereich des Herdes – vermutlich hervorgerufen durch eine Funkenbrücke an einer schlechten Verschraubung und einen begonnenen Schmorbrand fest – der offenbar durch die Spontanabschaltung der elektrotechnischen Sicherheitseinrichtungen erstickt wurde (s. oben – Abschalten hilft).

    Herd die Dritte: Der hobbykochende Mann des Hauses beschäftigte sich mit der Zubereitung einer Mahlzeit und hatte bereits eine Pfanne auf das auf höchster Stufe arbeitende Ceranfelde plaziert. Neben dem Herd stand eine (offene) Speiseölflasche, weil man dieses bei der Bereitung des Essens doch hin und wieder braucht. Nun öffnete der gut gelaunte Hobbykoch einen Oberschrank in dem sich unter anderem ein schlecht verbauter Stapel Kunststoffmehrzweckbehälter befand. Durch den Windzug der schwungvoll geöffneten Tür kam der Plastikdosenstapel in Bewegung, folgte der Schwerkraft, streifte die Ölflasche und brachte diese in eine horizontale Lage.
    Das durch die neue Anordnung der Flaschenöffnung in Relation zum Flüssigkeitsspiegel auslaufende Öl erreichte die rot leuchtende Zone auf dem Ceranfeld und entschied sich zu einem spontanen Oxidationsprozess. Ein zufällig – so ist das manchmal bei der Speisezubereitung – herumliegender Topfdeckel konnte als „Löschdecke(l)“ schlimmeres verhindern und das Feuer löschen.
    Die Mischung von ca. 250 ml Speiseöl und einem zerfallenen Stapel Lebensmittelaufbewahrungsbehälter auf dem Küchenfußboden hat dann die Essenszubereitung durch erheblichen Reinigungsbedarf weitaus mehr verzögert als der Brand.

  23. Knut Ahlers schreibt:

    Ich bin zwar regelmäßig bei „Essen auf Herd“, „Plastikwasserkocher auf Herd“ und all den anderen lustigen Dingen mit Rauch-Kommunikation anwesend aber selbst produziert: noch nie… Gut, mal ein Steak scharf angebraten, dass der Rauchmelder ein wenig zweifelnd fiepte aber auch das absolut harmlos… Rauchmelder raus, Steak auf den Teller und Küchenfenster auf: Problem beseitigt…

  24. albo52 schreibt:

    Adrenalin-Spender rappelt während der Arbeit mit einer bekannten Adresse allerdings ohne Hausnummer „Brand Zimmer – P unklar“, erster Gedanke „in der Straße wohnt doch die Schwiegermutter“… Ab in die Gerätehalle, beim Ausrücken Haus-Nr. nachgefragt… „GAU, Hausnummer stimmt auch“.

    Zum Glück hatte ich erst 2 Monate zuvor Rauchwarnmelder in der Wohnung installiert, Nachbar hat die gehört und uns freundlicherweise Informiert. Somit konnte der an/abgebrannte Adventskranz nicht mehr viel anrichten.

  25. Michi schreibt:

    Zu Hause noch nicht, aber im Vereinsheim schon fast.

    Eine ganze Reihe Leute da, Lüftungsanlage hat gut zu tun. *schnupper* „Irgendwie riechts hier komisch…“ Keine Ahnung, woher das kommt, erstmal ignorieren. Etwas später kamen schon leichte Rauchschwaden aus den Lüftungsschlitzen. Ein Teil der Anwesenden ließ sich auch davon nicht irritieren, der Präsi dagegen telefonierte den Monteur herbei, der das Ding damals eingebaut hatte (auf dem Dorf kennt man sich halt noch persönlich). Der stellte dann eine abnorme Wärmeentwicklung an der Zuluftheizung fest. Da ihm das Ganze aber buchstäblich zu heiß wurde, wusste er sich auch nicht anders zu helfen, als über die 112 großes Besteck anzufordern. Kurz darauf war der Parkplatz von diversen roten Autos bevölkert und die damit angereisten Jungs und Mädels machten sich daran, die Apparatur zu demontieren.

    Ende vom Lied: Aus irgendeinem Grund hatte die Anlage überhitzt und qualmte daher ein wenig vor sich hin. Nix Schlimmes passiert, später wurde dann ein Schutzschalter o.ä. eingebaut und gut wars. Aber ich kann es noch heute nicht wirklich fassen, dass sich manche Leute selbst bei sichtbarer Rauchentwicklung nicht genötigt sehen, den Raum zu verlassen…

  26. Nobody schreibt:

    Ich selber habe noch nichts in der Richtung erlebt. Aber vier Geschichten habe ich doch:
    1. Mutter macht abends eine Kerze an. Beim zu Bett gehen gibt sie die Anweisung an den Ehemann die Kerze beim zu Bett gehen zu löschen. Nun Ehemann ist später Müde und denkt nur noch ans Bett.
    Am nächsten Morgen dann den Schaden begutachtet. Kerze komplett weg. Kerzenständer aus Glas gesprungen. Glastisch auf dem die Kerze war mit Brandfleck versehen.

    2. Lehrerin berichtet von ihrem Kochen mit Öl. Freund, der in der Jugendfeuerwehr war, fing nach der halben Geschichte schon an zu grinsen. Und wie von ihm erwartet, hatte sie das brennende Öl mit dem Löschmittel Nr. 1 in der Küche versucht zu löschen. Was dann zur sofortigen Eintrübung der Decke zur Folge hatte. Als sie dann auf ein dickes Geschirrtuch zurück griff ging es dann.

    3. Ich komme von der Arbeit zu Fuß nach Hause und sehe dann einen Löschzug bei mir in die Straße einbiegen und denke mir noch so: „Ich würde doch die große Parallelstraße benutzen.“ Als ich in die Straße eingebogen bin, sah ich sie wollten nicht weiter sondern breiteten sich vor meinem Haus aus.
    Ein paar Jugendliche hatten die Blumenreste des Blumenladens im Hinterhof in der Gerage angezündet. Gerage war ansonsten leer und aus Stein. Kein Problem für die Profis.

    4. Vor ein paar Wochen Anruf der Frau bei der Leitstelle. Im Hinterhof brannte eine Mülltonne am Nachbarhaus. Die ankommenden Polizeistreife fing hecktisch an im Kofferraum nach dem Feuerlöscher zu suchen. Das Feuer stellte dabei fest, eigentlich ist hier nichts mehr was brennen kann und als dann die Feuerwehr kam trat der Brandmeister die Reste aus. Ein Eimer Wasser hinterher und noch geschaut wie es der Hauswand ging. Alles gut und Einsatzende.

  27. FlCb_G schreibt:

    Bei uns hatte in meiner Abwesendheit meine Mutter das Fett in der Pfanne anbrennen lassen. Ohne darüber nachzudenken verfrachtete sie diese in die Spüle und ließ Wasser einlaufen. Und dabei hatte ich ihr einige Tage zuvor erzählt gehabt, dass brennendes Fett nicht mit Wasser gelöscht werden sollte, da das ja sehr gefährlich, im wahrsten Sinne des Wortes brenzlich, werden kann . Deckel drauf, Herd Aus, das hätte es auch getan. Aber Mutti wäre nicht Mutti, wenn sie ihrer Tochter während der Küchenarbeit zuhören würde 😉 . Aber jetzt weiß sie es ja hoffentlich besser und gut geht’s ihr ja auch.

    • WPR_bei_WBS schreibt:

      Kein Permanentmakeup / tätowierte Augenbrauen nötig? Da hat sie aber einen guten Schutzengel gehabt.

  28. Tirsi FlauschiBauchi schreibt:

    Also so richtig gebrannt hat es bei mir persönlich zum Glück noch nicht *stolz darauf bin*
    Nur Kleinigkeiten wie zB nachdem mir meine Katze mal in die 3-fach-Steckdosen des Verlängerungskabels gekotzt hat und eben diese Flüssigkeit dank der Elekrtik im Döschen zu köcheln gurgeln knistern usw anfing, flog der FI-Schalter raus. Da ich nicht wußte was los war, mußte ich den Schalter mehrfach wieder reindrücken ehe die Kotze erneut knisterte und mir mitteilte wo der Tatort ist und das sie Schuld an allem war o.O
    Mein Rauchmelder mußte bisher auch erst ein Mal seine Arbeit verrichten, aber das lag an meinen sauschlechten Kochkünsten wenn es um Bratzwiebeln geht *schämend inne Ecke stell* und an meiner nicht geputzten Brille. Pfanne mit Fett und Bratzwiebeln in spe brutzelten fröhlich vor sich hin und ich bemerkte die neblige Umgebung erst als der Rauchmelder losjaulte, beide Kater aufschreckte und ich feststellte das der Nebel nicht nur von den vertapsten Brillengläsern stammte wie angenommen, sondern von den seeeeeehr kross angebratenen Zwibeln *hüstel* (mein Probelm danach war dann eher das Ausschalten des Rauchmelders, meine Körpergröße mußte mit einem eilig hervorgezaubertem Besenstiels verlängert werden um das blickend Knöppelsche entwarntechnisch drücken zu können ^^ ).

  29. JohnLessing schreibt:

    Du machst mir ehrlich gesagt ein wenig Angst o.O Mir ist sowas glücklicherweise noch nie passiert … Ich wünsche dir für die Zukunft das gleiche 🙂

    • firefox05c schreibt:

      Alles nicht so schlimm: Ruhe bewahren und langsam die brennende Kleidung ausklopfen. 😉

      • JohnLessing schreibt:

        Nimm dich in acht! Sollten wir uns jemals sehen, werde ich dich wahrscheinlich mit ner Löschdecke anspringen und über den Boden wälzen … rein prophylaktisch …

      • WPR_bei_WBS schreibt:

        Das schreit aber nach sich selbsterfüllender Prophezeiung – bei seinem Glück setzt Du den Firefox dann qua statischer Aufladung und Reibungshitze erst in Brand :-).

      • JohnLessing schreibt:

        Und ich hab im Herbst erst wieder Fierefox auf den Rechner geladen … keine gute Idee D:

  30. Sven schreibt:

    Da bin ich ja in guter Gesellschaft – abends auf dem Balkon noch eine Zigarette geraucht, keinen Aschenbecher gefunden und die Kippe im Pflanzkübel (ca. 40x40x60 cm) ausgedrückt. Morgens um sieben beim Brot schmieren in der Küche über die Deppen geärgert, die jetzt schon Zeug verbrennen. Der Blick auf den Balkon zeigte dann Reste des Pflanzkübels – jetzt 20x20x20 in mattschwarz, die vor sich hinqualmten. 5 Liter Wasser taten den Rest. War Geld sparend, das das keiner vor mir gemerkt hat, denn blöd wenn die eigenen Kameraden aus der FF wegen so was anrücken würden…

  31. Simon schreibt:

    Wenn man mal drüber nachdenkt…

    vor 30 Jahren, spätabends. Federbett bekommt Nahkontakt einer Nachttisch-Glühlampe. Bett angekokelt, rechtzeitig gemerkt. Wer weiss was da hätte passieren können…

    Bei der Hausrenovierung: Flexfunkenflug in die Zwischendecke, Rauchentwicklung. Schnell gelöscht, Wasser ist beim Bau ja meist nicht weit.
    Zwei Zimmer weiter gab’s – in anderem Zusammenhang – einen „Zustand nach Kabelbrand“ (begrenzte Ausdehnung) in der alten E-Installation von 1970 zu besichtigen.

    In der Hobbywerkstatt: Tischkreissäge tut sich schwer mit einer Ladung Hartholz. Plötzlich bemerkenswerte Rauchentwicklung aus allen Ecken der Säge, Aufenthalt im Raum wurde recht unangenehm. Belüftet, weiteres Brenngut (aka: Sägemehl) aus und unter der Säge entfernt.

    Und dann noch der unkritische Normalfall, trotzdem jedesmal unangehm: abends entspannt auf dem Sofa oder im Bett. Plötzlich deutlicher Rauchgeruch. Feststellung: draußen riecht’s noch mehr – die Nachbarn versuchen sich an einem Kaminfeuer, was sich dann im Haus schnell via Lüftungsanlage bemerkbar macht.

    Insgesamt also einige „near misses“. Bisher Glück gehabt, künftig weiterhin auf Erstmaßnahmen (RWM, Schaumlöscher) setzen.

  32. wolby schreibt:

    Hatte gerade die Tage mein „first“ und gleich danach nochmal:
    Grillplatte angesteckt, das Handy aus dem Nachbarraum geholt und als ich nach vielleicht zwei Minuten wieder zurück war, wars schon gut verraucht, weil die Grillplatte wohl beschlossen hat ihr nichtfunktionieren mit starken Rauchschwaden kundzutun. Das Ding ausgesteckt und unter Beobachtung gestellt und gut wars.
    Am nächsten Tag ab damit zum Fach!Händler wo ichs gekauft hab, weil ja noch Garantie drauf ist. Dem netten Mann erklärt, dass da was nicht so tut wie es soll, weils mir binnen zwei Minuten meine ganze Küche vernebelt hat. Nachdem man ja Kunden wohl nicht traut hat er das Gerät im Verkaufsraum (direkt unter einem Rauchmelder wie wir später feststellen mussten) mal eingesteckt um sich das anzuschauen…
    „Überraschenderweise“ hat sich meine Fehlerbeschreibung sehr schnell reproduzieren lasssen und ich hatte einen ausgelöste Rauchmelder über und einen sehr nervösen Verkäufer vor und einige irritierte Kunden hinter mir 😉
    Passiert ist diesmal auch nix, aber ich frage mich echt was der Electronic“Expert“ wohl erwartet bzw gedacht hat 😦

  33. Thomas Kuhn schreibt:

    Fall 1. Wollte als frühes Schulkind die Eltern sonntagmorgens mit einem hübsch gedeckten Frühstückstisch erfreuen. Also alles aufgefahren, was sich fand. Einschließlich Kerze.
    Angezündet und anschließend festgestellt, dass der Platz, an dem sie stand eigentlich für den Brotkorb benötigt wurde. Habe dann die Kerze kurz im Bücherregal zwischengeparkt, um den Brotkorb zu holen …
    Das Frühstück wurde dann in leicht angespannter Stimmung eingenommen, weil die Altvorderen, den Gestank der von unten angekokelten Resopalplatte sofort bemerkt haben. Lüften und Abschrubben mit dem Küchenschwamm halfen dann nicht mehr.
    Am Ende überwog dann aber doch der Mix aus Erleichterung über den glimpflichen Ausgang und der Freude über den gut gemeinten Versuch.

    Fall 2. Jahre später (das Schulkind ist längst selbst Familienvater) tausche ich die elektrische Rollladensteuerung hinterm Vorhang aus. Den hänge ich über die – augenscheinlich ausgeschaltete – Stehleuchte, um ihn aus dem Weg zu haben.
    Mitten in der Montage ruft meine beste Gattin zu Kaffee und Kuchen. Baustelle bleibt unbewacht zurück. Ist ja auch kein Risiko erkennbar … bis mir beim Blick aus der Küche durch die Durchreiche in Wohnzimmer dort plötzlich unerwartete Helligkeit auffällt.
    Was keiner bedacht hatte, die Stehlampe war nur deshalb dunkel, weil sie über eine Zeitschaltuhr gesteuert war. Die Tat ihren Dienst, wechselte von „aus“ auf „an“ und ließ die Halogenlampe erstrahlen. Dummerweise unter der darüber liegenden Gardine. Das Licht sah ich also erst, als die schon durchgebrannt war.
    Zum Glück ließ sich die glimmende Stelle noch durch kräftiges Zusammenrollen des Vorhangs ersticken und auch der Mief war durch kräftigendes Lüften in den Griff zu bekommen. Dennoch schoss mir der Schreck noch nachträglich in die Glieder, dass der Schalter auch unbeobachtet hätte umspringen können …

  34. Nutzer1 schreibt:

    Ich selbst habe noch keinen Brand bekämpfen müssen. Als ich Kind war, hat bei einem Freund mal der Adventskranz gebrannt. Die Mutter konnte ihn noch nach draußen tragen und dort mit Wasser löschen.
    Meinem Vater ist mal ein Eintopf angebrannt. Es gab keine sichtbare Rauchentwicklung, aber der Rauchmelder meldete sich.

  35. Lukas schreibt:

    Bei meiner Oma gab es mal einen kleinen Kunstblumenkranz in dessen Mitte eine Kerze gestellt werden konnte. Die Kurzfassung: gar keine so gute Idee. Ist aber glimpflich ausgegangen, da das Brandobjekt ins Freie verbracht werden konnte.

  36. Anja schreibt:

    Ich war bisher ziemlich friedlich, wenn man mal von geschmolzenen Plastikschüsseln auf dem Herd meiner Eltern absieht (unser Herd hat ne Kindersicherung, der meiner Eltern nicht – das haben meine Minis gnadenlos ausgenutzt).
    Aber mein Mann hat, als er noch Weihnachten bei seinen Eltern gefeiert hat, mal im letzten Moment das Abbrennen der Küche verhindert: Der Adventskranz hatte Feuer gefangen, die ganze Familie war zur Bescherung im Wohnzimmer gewesen und hatte den Kranz in der Küche/Esszimmer vergessen. Per Zufall fiel meinem Mann, als er mal in die Richtung schaute, ein rötlich flackernder Lichtschein auf… Sein Bruder wollte das Ding dann noch auspusten, hat die Sache natürlich nicht besser gemacht. Immerhin stand der Kranz auf einem Teller, so dass man ihn gut vor die Tür befördern und dort mit einem Eimer Wasser löschen konnte.

    • firefox05c schreibt:

      Mal wieder der Adventskranz… Die Dinger stellen sich hier allmählich als echte Gefahr heraus!

      • Anja schreibt:

        Na, ich denke mal der Dezember ist bei euch sowieso der arbeitsreichste Monat, oder? Wann sonst haben die meisten Menschen so viele Kerzen gepaart mit schönen Brandlasten im Haus? Immerhin haben wir am Weihnachtsbaum immer nur elektrische Kerzen…

      • firefox05c schreibt:

        Vom Empfinden her sind es eher die Sommermonate: Es wird draußen gegrillt, Lagerfeuer gemacht, Gärten mit Fackeln beleuchtet, Unkraut abgeflämmt und so weiter. Im Grunde hat aber jede Jahreszeit ihre „Saison- Gefahren“. Im Herbst sind es zum Beispiel viele Fehleinsätze wegen vermuteter Kaminbrände, Stürze durch Laub, die ersten Glätteunfälle, Sturm- und Hochwassereinsätze. Im Winter dann die echten Kaminbrände, defekte Weihnachtsbeleuchtung, Brände durch Kerzen. Im Frühling Vegetationsbrände (das Gestrüpp vom Vorjahr ist trocken, das frische Grün noch nicht dicht), wiederum Sturm und Hochwasser. Im Sommer: Siehe oben. 😉

  37. Jonas schreibt:

    Ich durfte im eigenen Haushalt auch schon brandbekämpfend tätig werden: Meine Mutter ist Raucherin, geht diesem Drang aber in der Regel nur auf einem der zwei Balkone nach. Lediglich einmal benutzte sie den anderen Balkon. In Ermangelung eines Aschenbechers drückte sie die Kippe im Blumenkasten aus (Anmerkung der Redaktion: es war Spätherbst, die Blumen längst verblüht und die Erde demnach ewig nicht gewässert…). Anschließend verschwand sie wieder in der Wohnung, ließ aber die Balkontür zum Lüften auf. Als ich mich wenig später in das angrenzende Zimmer begab, schlug mir schon ein gewisser Duft entgegen… „Wer in der Nachbarschaft hat denn da schon den Kamin an…?“, fragte ich mich und wollte die Balkontür schließen… Doch die Rauchschwaden und der vor sich hin schmelzende Blumenkasten offenbarten dann doch die eigentliche Quelle des Geruches. Um die innerlich brennende Erde zu löschen musste natürlich der gesamte Inhalt des Kasten auf dem gesamten Balkon verteilt werden 😀

  38. Lisa schreibt:

    Einen richtigen Brand habe ich zum Glück „noch“ nicht erlebt (und hoffe, dass das so bleibt). Aber im Studentenwohnheim war das einmal so, dass ich nachts, ca. gegen 3 Uhr morgens, an der Gemeinschaftsküche vorbeikam und mich gewundert hatte, warum aus der Küche so eine Hitze kommt. => In der Küche hatte jemand eine Herdplatte auf höchste Stufe gestellt und wohl vergessen, den Herd wieder auszumachen. Das habe ich dann getan. (Und gelüftet.)

    Aber so eine Hitze in einem Raum habe ich ehrlich gesagt davor und danach nie wieder erlebt. Danach habe ich mich im Studentenwohnheim eine Weile nicht mehr sonderlich wohl gefühlt bzgl. Brandgefahren. Aber ich habe den Gedanken daran zum Glück wieder verdrängen können; es lohnt sich ja nicht, sich darüber den Kopf zu zerbrechen, mit welchen „Experten“ man zusammenlebt, wenn man es eh nicht ändern kann*. Außerdem weiß ich auch nicht, ob die Herdplatte ernsthaft einen Brand hätte auslösen können. Eigentlich haben diese Geräte doch sowas wie eine Abschaltautomatik oder?

    *= Erlebnisse der 3. Art gab es da ohnehin viele, u. a. eine psychisch erkrankte Bewohnerin, die mehrere Wochen vor allem nachts in der Prüfungszeit andere Mitbewohner terrorisiert hat, bevor sie eines Nachts dann von Polizei und Rettungsdienst gegen ihren Willen unter lautem „Protest“/Geschrei mitgenommen wurde. Danach wurde sie nie wieder im Wohnheim gesehen.

  39. bloggergramm schreibt:

    Bei meinen Eltern gab es mal den klassischen Fettbrand – Topf mit Öl auf den Herd gestellt, Platte angemacht und vergessen.
    Und meine Mutter hat den klassischen Fehler gemacht und Wasser rein gekippt….
    Als Jugendlicher habe ich mal aus Versehen einen Bleistiftanspitzer (von dem ich nicht wusste, das er aus Magnesium bestand) angezündet. Zum Glück hatte ich ein entsprechend großes, feuerfestes Gefäß greifbar, so das nichts passiert ist. Ein Klassenkamerad von mir, der mir nicht glauben wollte, hatte das nicht – und brauchte danach eine neue Zimmereinrichtung…

  40. KiKreta schreibt:

    Da habe ich zwei Erfahrungen.
    Einmal, schon recht lange her; das erste (und letzte mal) ein Cordon Blue für die Mirkowelle gekauft. Zum Glück bin ich in der Küche geblieben und habe es so gleich gemrekt, als der Käse in dem Fleisch anfing zu brennen.
    Das Zweite hat uns 10 Monate in einer Ersatzwohnung beschert wegen Totalschadens aller Hausanschlüsse und des Hausrats und damit einhergehender Unbewohnbarkeit des Hauses. Wobei wir mehrfaches Glück hatten, wir waren zu dem Zeitpunkt nicht zuhause und durch die Hitzeentwicklung am Brandort hat es ein Ventil der Wasserleitung ausgelötet , die so entstandene Sprinkleranlage hat eine Brandausbreitung verhindert. Es kam somit „nur“ zu einer kompletten Verrauchung und halt dem Schaden der Haustechnik (Brandraum). Und bevor jemand fragt, ja wir haben Rauchmelder, die haben auch fleißig und sehr ausdauernd gepiept und wurden von den Kameraden der Feuerwehr ertsmal großzügig von der Decke geholt. Und eine weitere Erkenntnis, wenn man selbst betroffen ist,kann man trotz ein bißchen Ahnung nicht merh rational handeln.

  41. Dag schreibt:

    Die hauseigene Katze hat sich mal unbemerkt in die Küche geschlichen und wurde dort eingesperrt. Aus Frust über den Entzug der menschlichen Bezugspersonen hat sie dann erst randaliert und es irgendwie geschafft den Herd anzubekommen (vermutlich ein gar heimtückischer Mordversuch). Der darauf liegende Plastikmesserblock hat dann unter der Hitzeeinwirkung angefangen jämmerlich zu stinken. Zum Glück haben wir es gerochen, bevor es ein größeres Feuer geworden ist. So war die gerade neu gekaufte Feuerlöschdecke auch direkt versaut. Die Katze muss seitdem immer erst zum Durchzählen antreten, bevor die Küche verschlossen wird.

  42. Zora schreibt:

    Vor knapp 3 Wochen wollte ich die neue Eisenpfanne einbrennen. Also ordentlich Öl rein, schön langsam angeheizt, Kartoffelschalen und Salz dazu… alles easypeasy. Dann hab ich die Kartoffelschalen rausgefischt und wollte noch eine Lage neue rein machen, dazu habe ich – zumindest dachte ich das – den Herd eine Stufe hochgestellt. In der Zeit – Umdrehen, zur Schüssel greifen und wieder zurückdrehen – machte es PFUFF! Und es züngelten Flammen in der Pfanne. Hinterher war ich erstaunt wie schnell ich reagiert habe. Schüssel mit links abgestellt, mit rechts die Dunstabzugshaube ausgeschalten, mit links den Herd (der dank doofer Touchsteuerung auf Stufe 9 stand statt auf 7) ausgeschalten, mit rechts die Schublade aufgerissen, mit links den großen Deckel rausgefischt und draufgepackt – ging schneller, als man das hier lesen kann 🙂
    Von daher ist zum Glück nix passiert, auch die Verqualmung hielt sich in Grenzen.
    Allerdings denke ich inzwischen anders über meine beiden Rauchmelderalarme – die habe ich beim Steakanbraten produziert…. das hätte vermutlich auch Steak flambee werden können. Da werde ich in Zukunft vorsichtiger sein.

    Mit Anfang 20 hätte ich beinahe mal ein Haus abgefackelt, dank dämliche Garderobe bei einem Kumpel – da waren Vorsprünge, an die man die Jacke hängen konnte. Und Vorsprünge, hinter denen Glühbirnen für eine indirekte Beleuchtung sorgten. War aber für Erstbesucher, die am Quasseln waren, nicht wirklich ersichtlich und der Kumpel hat auch nicht drauf geachtet, WO genau ich meine Jacke und mein Palituch (von Politik hatte ich damals keine Ahnung und es war das einzig erhältliche warme Schalähliche Ding aus Baumwolle, was ich dank Allergie brauchte) aufgehängt habe.
    Wir haben dann einen StarTreck-Marathon gestartet und irgendwann nach Stunden platzte der wütende Vater des Kumpels herein. Ende der Geschichte: Meine supertolle Jacke und mein geliebtes Palituch sahen aus, als ob ich nen Genickschuß mit ner Panzerfaust abbekommen habe – riesengroße durchgeschmorte Löcher O_O Mehr ist zum Glück nicht passiert, aber wir haben fluchtartig das Haus verlassen und waren auch nie mehr zu Besuch bei dem Kumpel *g*

  43. Diogenes schreibt:

    Normalerweise grille ich ein paar mal im Jahr, im Garten mit einem Holzkohle-Kugelgrill. Aus nicht nachvollziehbaren Gründen existiert bei uns im Hause aber auch noch ein elektrischer Tischgrill. Den wollte meine Frau nutzen, um für den Kindergeburtstag einen größeren Schwung Nürnberger Bratwürstchen zuzubereiten.

    Ich war nebenan beschäftigt, als aus der Küche ein „Schatz, KOMMST DU MAL!“ kam – Ehemänner kennen diesen Tonfall… In der Küche stand dann ein fröhlich flackernder Tischgrill. Meine Frau wußte zwar, daß man in die Tropfschale Wasser tun soll, hielt es aber für unnötig. Das darin aufgefangene Fett erhitzte sich weit genug bis zur Entzündung und so hatten wir eine hübsche Feuerschale am Küchentisch.

    Die Folgen von Wasser bei Fettbränden hatte meine Frau schon bei Feuerwehr-Vorführungen gesehen, so daß sie zum Glück nichts dergleichen vorhatte, nur den Stecker hatte sie gezogen. Ich war im ersten Augenblick auch irritiert: Deckel gab es keinen und mit dem großen CO2-Löscher würde ich eventuell das brennende Fett aus der Schale auf den Holztisch blasen? Aber der Tischgrill hatte massive Eisengriffe, die weit genug von den Flammen entfernt waren, also packte ich das Teil und trug es komplett in den Garten, wo ich erstmal in die Mitte des Gartenweges stellte – konnte zumindest nichts anderes mehr Feuer fangen, soll der Grill doch alleine abbrennen,
    Nachdem die erste Hektik vorbei war, kam mir dann die rettende Idee: Ich holte den Deckel des Kugelgrills (großer Weber) und stülpte den über den immer noch hell brennenden Tischgrill. Nach 5 Minuten nachgeschaut: Feuer aus, sogar ohne Schäden.

    Der Tischgrill wurde nach dem Abkühlen gereinigt, in den Keller gebracht – und eine Woche später beim Gebrauchtwarenhof abgegeben, denn meine Frau wollte ihn nie wieder nutzen.

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