kleine Idee aus dem Alltag: Farbcodierung für Geräte

Ortsfarbe des Zuges ist Weiß, daher nur ein Farbfeld für das Fahrzeug auf der weißen Stoßstange. Die beiden anderen Züge haben die Farben Blau und Rot.

Jeder Feuerwehrmensch hat es schon mal erlebt: Nach einem größeren Einsatz mit  Materialschlacht aus verschiedenen Fahrzeugen verschiedener Löschgruppen geht die Sortiererei los: „Die Kabeltrommel gehörte auf das HLF. Und der Handscheinwerfer ist aus dem TLF . Oder nicht?“ Manchmal dauert es Tage, bis alles wieder dort ist, wo es hingehört.

Die Feuerwehr Senden hat sich dafür ein Farbcode- System an Autos und Geräte gepinselt:

Weiß: LZ Kernstadt, Ocker: Rüstwagen

Es besteht aus zwei Farbfeldern, die sich an den Stoßstangen der Fahrzeuge und auf allen darauf verlasteten Geräten wiederfinden. Dabei steht ein Farbfeld für die Ortswehr, ein weiteres Farbfeld für das Fahrzeug. So weiß jeder sofort (selbst in Unkenntnis der Farbtabelle), zu welchem Bomber das gefundene Gerät gehört! Das kann einer Einsatzkraft morgens um drei das Aufräumen schon mal erleichtern.

(Ich möchte natürlich nicht behaupten, dass es diese Idee nicht auch in anderen Wehren benutzt wird).

Habt ihr bei euch auch kleine Ideen, die kaum Aufwand erfordern und die ich hier vielleicht vorstellen könnte? Dann schreibt mir!

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Über firefox05c

Firefighter, Kittyowner, Bagpipeplayer. Querulant. Manchmal bissig, aber im Großen und Ganzen handzahm. Die Themen hier: Feuerwehr - Rettungsdienst - Alltag .
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27 Antworten zu kleine Idee aus dem Alltag: Farbcodierung für Geräte

  1. Annette schreibt:

    Wir nutzen auch das System mit den Farben. Bei uns ist die Grundfarbe grün, dazu kommt die jeweilige Farbe vom Fahrzeug. Alles, was eine Kupplung hat, wird an der Kupplung angemalt, alles andere bekommt an geeigneten Stellen einen Anstrich. Und ja, auch Schlauchkupplungen werden grün angemalt. das erleichert das Aufräumen, wenn Einsätze mit mehreren Feuerwehren gelaufen sind. Wenn das System neu eingeführt wird, ist es natürlich erstmal Arbeit, das alles anzupinseln, aber es lohnt sich.

  2. Antara schreibt:

    Was spricht gegen dagegen das Amtliche Kennzeichen, des jeweiligen Fahrzeugs, mit Lackstift oder Edding auf die Ausrüstungsgegenstände zu schreiben? Dann weiß wirklich jeder, wo welche Teil hingehört

  3. WPR_bei_WBS schreibt:

    Vielleicht noch eine Anpassung / Erweiterung des Systems – a), um eine Verwechslung der Einheits-
    (Löschzug,…) mit der Fahrzeugmarkierung zu verhindern, b) um das System schneller, fehlerunanfälliger und „unterbewusster“ zu mache.

    Wir wir ja alle Wissen, nehmen Menschen Informationen am besten auf, wenn sie ihn gleichzeitig über mehrere Medien parallel erreichen. Von daher würde ich eine Kombination aus den drei „Medien“ Farbe, Form und Schrift wählen:

    – wie gehabt, jede Einheit bekommt eine Farbe, ebenso jedes Fahrzeug innerhalb einer Einheit (N. B.: Wenn wir von sechs Farben ausgehen, können so maximal 36 Fahrzeuge eindeutig identifiziert werden)
    – jeder Einheit bekommt zudem noch eine geometrische Figur (Kreis, Quadrat, …) zugewiesen, eben jedes Fahrzeug innerhalb einer Einheit
    – jede Einheit bekommt einen Buchstaben zugewiesen, jedes Fahrzeug innerhalb der Einheit eine Zahl (oder umgekehrt)

    – die jeweiligen „Farbtupfer“ sind keine Tupfer mehr, sondern in der jeweiligen Form
    – auf den farbigen Formen stehn noch Buchstabe und Zahl
    – die Farbfelder stehen nicht nebeneinander, sondern aufeinander – Fahrzeug auf der Einheit

    Bsp.:
    – Löschzug Innenstadt, Buchstabe A, Farbe blau, Quadrat
    – HLF des Löschzuges Innenstadt, Zahl 1, Farbe grün, Kreis

    -> grüner Kreis auf blauem Quadrat, mit dem Schriftzug „A1“

    Zwischen Einheits- und Fahrzeugzeichen etwas frei lassen (als Rahmen), wenn beide die selbe Farbe haben.

    Form der Anbringung: Lackstifte aus dem Fahrzeugzubehör – spart das herumhantieren mit Schablonen etc.

  4. Techniker schreibt:

    Noch eine Idee: Das Farb/Symbolschema auch auf den Jacken und/oder Helmen (ok, da wirds mit den Farbcodes uU dann etwas eng) anwenden, zumindest den Teil der die Wache indentifiziert. Stelle ich mir bei grösseren Einsätzen sehr praktisch vor. Im Gegensatz zum RD funktioniert bei der FW die Gesichtserkennung eher selten 😉

  5. Coco schreibt:

    schöne Idee mit den „Farbtupfern“ an den Fahrzeugen und der dazugehörigen Ausrüstung… wir haben zu Hause ein ähnliches System für Schlösser (z.B. diverse Fahrrad-, Keller- und Gartenschlüssel – einfach sowohl Schloss als auch Schlüssel mit einem bunten Farbklecks (nicht direkt ins Schloss rein ; ) versehen…und schon ist die Welt einfacher. Gleiches Spiel z.B. anhand von buntem Isolierband bei externen Festplatten und ihren zugehörigen Kabeln, etc. …

  6. Chroiboss schreibt:

    Soweit ich das bei uns überblicken kann ist die Beschriftung von Gerätschaften ein Mix aus Dymo Etiketten, Gravierungen oder Beschriftungen mit Edding. Je nach Gerätschaft eignet sich die jeweilige Markierungsform am besten. Kupplungsschlüssel haben bspw. die Funkrufnummer des Fahrzeuges mit einer Anreißnadel (o.ä.) eingraviert bekommen. Aus meiner Sicht ähnlich aufwendig wie Farbmarkierungen.

    • Techniker schreibt:

      Eingravierte Funknummern sind natürlich doof, wenn ein Fzg zB an eine andere Wache verliehen/getauscht wird und dort eine andere Nummer hat.
      Es sollte schon eine Markierung sein, die sich (wenn auch mit Aufwand) wieder entfernen lässt.

      • firefox05c schreibt:

        Nitro- Verdünnung… 😉 – Das ist natürlich ein System vor allem für (eigenständige) Freiwillige, wo die Autos nur selten wirklich getauscht werden.

  7. WPR_bei_WBS schreibt:

    Noch eine Frage: Gibt es keine Probleme mit Geräten, die nicht ein „natürlich“ definiertes oben / vorne haben? Da kann man ja das erste Feld für das zweite halten (und umgekehrt).

    • firefox05c schreibt:

      Ich habe nicht davon gehört.

    • gnaddrig schreibt:

      Dann könnte man mit verschiedenen Formen arbeiten – ein Quadrat, ein Kreis oder Dreieck löst das Problem.

      • Techniker schreibt:

        Ein Kreis oder Quadrat löst das Problem aber auch nicht unbedingt -da kommt mir aber eine Idee:
        Farbe des Kreises = Feuerwache
        Farbe des Quadrats = Fahrzeug
        Ich würde die Markierung nicht (nur) an der Stosstange anbringen, sondern an prominenter Stelle da, wo das Material verräumt wird: Seitlich, zB auf Kotflügel.
        Insgesammt finde ich, dass das eine ziemliche geniale Idee ist, die mit minimalstem Aufwand locker mehrere Manntage/Jahr Arbeit sparen kann. Ich stelle mir grad vor, wenn in einer Grosstadt mehere Wachen einen gemeinsamen Einsatz haben und dann ihr Material auseinander sortieren müssen.
        Kann mich noch an die Erlebnisse im RD erinnern, wenn ein RTW den Patienten mit dem Stiffneck des anderen RTW in die Klink gefahren hat. Die Übergabe hat dann locker mal beide Fahrzeuge für eine Stunde aus der Bereitschaft gezogen.

      • firefox05c schreibt:

        Vor allem bleiben Verluste dann nicht grundsätzlich am letzten Fahrzeug, welches noch an der Einsatzstelle ist, hängen, weil sich vorher jeder beim anderen bedient. 😉

      • gnaddrig schreibt:

        Genau so hatte ich das gemeint – eine Form für die Wache, eine zweite Form für das Fahrzeug.

  8. FelixM schreibt:

    Hallo,
    kleiner Hinweis darauf, dass etwa 9% aller Männer an Rot-Grün-Sehschwäche leiden:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Rot-Gr%C3%BCn-Sehschw%C3%A4che
    Das System ist gut, aber bitte bei gleichen Formen (auf den Fotos sind es kleine Rechtecke) niemals die Farben rot und grün zur Unterscheidung nutzen. Dankeschön!

  9. WPR_bei_WBS schreibt:

    Ich mag zu simpel denken – aber wie sieht’s mit einem Etikett (o. Ä.) a la „LZ xy – HLF mm“ auf den Gerätschaften aus? Findet sich ja auch auf dem Wagen wieder.

    • firefox05c schreibt:

      Ein Gerät kaufen, welches wetter- und abriebfeste Etiketten druckt und welches in einigen Jahren entweder nicht mehr auffindbar oder kaputt ist, weil es in der Samtgemeinde rumgereicht wird, finde ich nicht wirklich simpler. Ein Klecks Farbe ist da schon einfacher – und billiger.

      • WPR_bei_WBS schreibt:

        Guter Punkt – aber wie haltbar ist die Farbe?

        Ich dachte auch eher daran, die Etiketten, Plaketten o. Ä. vorzubereiten / bereiten zu lassen. Die Namen der Löschzüge / -gruppen / … ändern sich ja nicht wirklich oft, ebenso wie die Fahrzeugnummern.

        Wie auch immer, das Farbsystem tuts natürlich genau so :-).

      • firefox05c schreibt:

        Hast du schon mal versucht, Lack von z.B. einem Türrahmen, einer Heizung oder einer Stelle am Auto weg zu bekommen? 😉
        Das „vorbereiten“ hat m.E. den Nachteil, dass du nicht hunderte Etiketten vorbereiten lassen wirst, du über die Jahre aber hunderte neuer Ausrüstungsgegenstände (Funkgeräte, Kabeltrommeln, Strahlrohre) mit unterschiedlichen Untergründen (Kunststoffe, Hartgummi, Blech…) nachbekommen wirst.
        Meine Heimat- FF hat übrigens gleich „das volle Programm“ durchgezogen: Alle größeren Geräte sind mit einem Barcode- System beklebt, welches in einer PC- Datei gepflegt wird. Das ermöglicht zwar erheblich mehr Möglichkeiten (Wartung, Ausmusterung…), ich halte es persönlich aber für etwas übertrieben, wenn es nur um die Zuordnung geht.
        Die „Farblösung“ ist jedenfalls für Wehren, die nur eine Minimallösung benötigen / sich leisten können, nicht schlecht. (btw: In „meiner“ BF mit tausenden Geräten gibt es überhaupt kein System, und nach jedem Feuer mit mehreren Wachen sucht man tagelang hinter seinen Kleinteilen her! Wie einfach wäre es, zumindest jeder Wache einen Farbtopf zu schicken… )

      • gnaddrig schreibt:

        Ein Barcodesystem hilft nachts um drei bei Schmuddelwetter aber auch nicht wirklich beim Sortieren, oder man muss die Dinger ständig mit dem Handy scannen und hat dann mindestens eine Hand nicht frei zum Aufräumen. Das System mit den zwei Farbtupfern ist dagegen simpel, robust und benutzerfreundlich. Wenn man gute Farbe nimmt und die fachgerecht aufträgt, müsste das ziemlich lange halten, und abgeriebene Farbkennungen lassen sich mit sehr wenig Aufwand auffrischen.

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