Nasenfaktor

Etwa ein Drittel meiner Dienste findet mit dem Rettungsbomber statt. So auch in dieser Schicht, als kurz nach dem Frühstück die Fernsteuerung des Arbeitgebers rappelte: „Mit Notarzt: KiTa Rumpelstielzchen, Kind mit Fremdkörper in der Nase“, teilte das Display mit. Die Meldung ärgerte mich etwas.

Immerhin beinhaltet diese sehr weit gefasste Aussage alles Mögliche: angefangen von einem dicken Popel, über Murmeln oder Stiften in der Nase bis hin zum abgebrochenen Besenstiel im Gesicht konnte es alles bedeuten. „Von ‚Bagatelle‘ bis ‚lebensgefährliche Bedrohung‘ ist da nun ja alles drin“, schimpfte ich, während wir das AOK- Mobil bestiegen. „Wie soll man sich da mental vorbereiten?“ Ich bin der Meinung, dass die Möglichkeit, sich auf das Kommende zumindest annähernd einstellen zu können, eine Menge Druck aus dem Einsatz nehmen kann. Und ich denke nicht, dass die uns gegebene Info die einzige Aussage war, die der Anruferin durch unseren Disponenten zu entlocken war.

Wieder einmal fast Zeitgleich trafen das NEF und wir an der Kita, die sich in einer alten Stadtvilla befand, ein und wurden durch eine Erzieherin in Empfang genommen. Diese schaute jedoch recht gefasst, der Notfall dürfte also nicht lebensbedrohlich sein, schlossen wir daraus. „Kommen Sie hier einmal den Flur durch“, lotste sie uns. „Im letzten Raum sitzt der kleine Patient.“

In einem Gruppenraum mit viel Spielzeug und nur einem Kind, welches von einer „Tante Bärengruppe“  getröstet wurde,  konnte das Informationsdefizit schnell behoben werden: „Der Lars hat aus einem kaputten Spielzeug zwei kleine Magneten genommen und in die Nase gesteckt“, klärte sie uns auf. „In jedes Nasenloch einen. Und nun kleben sie an der Scheidewand zusammen.“ Lars, ein experimentierfreudiger Fünfjähriger mit blonden Haaren, schaute uns auf dem Boden sitzend unsicher aus großen Augen an. In seinem Kopf spielten sich wahrscheinlich schlimme Erwartungen ab: Würden wir nun die Nase abschrauben und mitnehmen müssen? Muss er nun operiert werden? Oder bleiben die Dinger nun für immer im Nieskolben stecken? Die Notärztin begrüßte Lars erst einmal und schaute sich die Sache an: Tatsächlich, zwei metallene, erbsengroße Zylinder steckten beidseitig der Scheidewand in der Nase! Allerdings nicht besonders tief. Also überlegte sie, wie wir helfen könnten: „Ich denke nicht, dass du deswegen nun ins Krankenhaus musst“, beruhigte sie ihn.

kleines chirurgisches Sortiment: Klemmen, Zangen, Pinzetten.

„Vielleicht können wir die Dinger hier direkt rausholen.“ Sie wandte sich an uns: „Haben wir sowas wie eine Pinzette? Besser auch zwei?“ Der Kollege vom NEF überlegte kurz: „Mir fällt nur die Magillzange im Intubationsset ein …“ Die Ärztin schüttelte den Kopf: „Nein. Die ist wohl zu groß.“ Ich warf ein: „Im chirurgischen Besteck, da sollten Klemmen und Pinzetten drin sein. Ich hole es mal.“ Gesagt, getan: Die kleine Tasche war schnell im Gruppenraum. Ich packte sie außerhalb des Sichtbereiches des Kindes aus, um eine Panik zu vermeiden. (Ihr kennt die Schluss- Szene in „Braveheart“, in der der Henker seine Werkzeugrolle ausrollt?) Erwartungsgemäß war eine Pinzette darin und eine kleine Klemme.

Nun erforderte es nur noch etwas Geschick der Ärztin, etwas Angstschweiß von Lars, und die Metallbohnen lagen auf dem Tisch: Nachdem die Dinger beim ersten Versuch aus der Pinzette gerutscht waren und nochmals an der Scheidewand zuschnappten, woraufhin kurz die Möglichkeit im Raum stand, das Lars in Panik ausbrechen würde, schaffte es die Ärztin, einen der Magneten so zu fassen, dass sie ihn aus dem Kindergesicht ziehen konnte. Der andere Magnet fiel nun, seines Gegenpartes beraubt, von alleine aus der Nase. Geschafft!
Das Kind konnte also weiterspielen. Die Erzieherin erzählte freimütig, dass diese Magnete aus einem Spielzeug stammten, bei dem man mehrere Kunststoffelemente, in denen diese Dinger verbaut waren, in verschiedenen Formen aneinander kletten kann.

Diese kleinen Dinger halten erstaunlich kräftig zusammen!

Und ab und zu ginge so ein Element kaputt und setzte die Magnete frei. „Wir haben schon ein paar der verlorenen Magnete eingesammelt und werfen sie dann immer sofort weg“, erwähnte sie in einem Ton, der wohl „Weitsicht“ suggerieren sollte. Ich riet jedoch zu einem radikaleren Vorgehen: „Die kleinen Dinger passen nicht nur in den Mund, um im Magen zu landen, was ja auch schon gefährlich sein kann. Sie passen auch prima in die Bronchien! Und was dann kommt, wollen Sie nicht erleben“, ermahnte ich. „Ich schlage vor, dass Sie nicht nur irgendwelche herausgefallene Magnete einsammeln, sondern gleich das ganze Spiel entsorgen. Schließlich sind Sie nicht immer sofort zur Stelle, wenn so ein Ding rausfällt!“ Das sah sie hoffentlich ein. Bevor wir uns verabschiedeten, gab ich Lars noch den Rat, sich nichts in den Mund zu stecken, was er nicht auch verdauen könnte, und in die Nase allenfalls den Zeigefinger. Dann würde auch nichts schlimmes passieren.

Per Funk teilten wir der Leitstelle noch kurz mit: „Problem könnte vor Ort behoben werden, Kind verbleibt in der Kita.“ Einsatzende.

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Über firefox05c

Firefighter, Kittyowner, Bagpipeplayer. Querulant. Manchmal bissig, aber im Großen und Ganzen handzahm. Die Themen hier: Feuerwehr - Rettungsdienst - Alltag .
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9 Antworten zu Nasenfaktor

  1. Julia schreibt:

    Ich habe nicht verstanden, warum es Notarzt samt Rettungssanitäter braucht, um zwei Magnete von der Nasenscheidewand eines Fünfjährigen zu entfernen bei der Situation. Die Magnete waren ja nicht irgendwo tief in der Nase und drohten jeden Moment über die Verbindung zur Mundhöhle „runterzurutschen“ und womöglich verschluckt zu werden.

    Wenn ich mir überlege bei welchen Befunden in meiner Familie mit dem Disponenten darum gekämpft werden musste am Telefon, dass überhaupt jemand kommt, und ohne dass man sonderlich ernst genommen wurde, weil man angeblich zu sachlich-nüchtern und ruhig klang am Telefon beim Schildern der Fakten, weshalb es laut Disponenten ja nicht so schlimm sein könnte(*), und dann der Notarzt vor Ort direkt von den Rettungssanis nachgefordert werden musste, wodurch wieder viel Zeit verlorenging während der Patient aka mein Vater in akuter Lebensgefahr war, ärgert mich das zugegebenermaßen etwas. Zumal ohne Hartnäckigkeit am Telefon niemand geschickt worden wäre vom Disponenten.

    *= Ich hatte naiverweise immer gedacht, beim Notruf käme es darauf an, was man inhaltlich schildert, um über den Ernst der Lage zu entscheiden, und nicht darauf, wie hysterisch der Anrufer klingt oder wie hartnäckig er um Hilfe bittet.

    • firefox05c schreibt:

      Ob Rettungsmittel geschickt werden und in welchem Umfang, hängt von vielen Faktoren ab. Über diese lohnt es sich kaum zu diskutieren, da man sowieso nichts daran ändern kann.
      Diese Faktoren beginnen schon bei den Vorgaben der Leitstelle: Bei uns soll z.B. zum Stichwort „Bewusstlose Person“ immer ein Notarzt mitgeschickt werden, da wir notarztmäßig recht gut versorgt sind. In einer Nachbarstadt fährt dann zunächst mal nur ein RTW (der Großteil der „bewusstlosen Personen“ kann uns beim Eintreffen selbst erzählen, was los war). Bei solchen Regelungen sind die Disponenten gehalten, sich an die Vorgabe zu halten.
      Andere Stichworte lassen etwas Spielraum, in dem der Disponent sich bewegen kann: Klagt ein Anrufer z.B. über Atemnot, erzählt aber ruhig und wortreich, wie schlecht er Luft bekommt, kommt oft nur ein RTW. Ruft ein dritter an und der Partient röchelt nur noch im Hintergrund, fährt ein NA mit. Sagt ein Patient auf Nachfrage, dass er die gemeldeten Bauchschmerzen schon mehrere Stunden hat, kommt ein KTW oder RTW, sagt er, dass sie aktuell plötzlich nach einem Sturz angefangen haben, kommt vielleicht gleich der NA mit.
      Der Disponent muss sich auch aufgrund der Begleitumstände ein Bild vom gemeldeten Notfall machen: Ein Laie, der z.B. völlig ruhig eine „starke Blutung“ meldet, überschätzt den Notfall in der Regel oft. Dramatisieren hat aber auch nicht immer Erfolg: Viele ausländische Mitbürger geraten auch bei Nichtigkeiten schon in Panik. Für ein aufgeschlagenes Knie wird ein Notarzt verlangt. (Und sie haben häufig auch überhaupt kein Verständnis für Fragen zur Einschätzung: „Seit wann hat sie denn Schmerzen?“ – „Ey, bissu blöd, Mann? Schick Notarzt!!!“ (War: Magen- Darm- Virus bei seiner Frau) ) Gibt der Anrufer sich als Fachkraft zu erkennen (Arzt, Krankenschwester, Feuerwehrmann), erklärt sich eher, warum der Anrufer so gefasst ist. Aber auch dort gibt es keine Regel: Wie viele Hausärzte verlangen bei der Feuerwehr einen notarztbesetzten Krankenwagen … (Zur Erklärung: Krankenwagen fahren keine Notfälle, sie sind im Grunde „Liegend- Taxen mit Ausrüstung, falls doch mal was ist“).
      In der Regel fährt der Disponent ganz gut mit seinen Einschätzungen. Nachalarmierungen haben wir zumindest in unserer Stadt nur wenige.
      Dann ist auch der Disponent selber ein Faktor: Der eine schickt großzügig, der andere eher knapp. Und wenn gerade wenig Mittel verfügbar sind (was immer häufiger aufgrund von Bagatell- „Notfällen“ vorkommt), wird genau nachgefragt. Man will nicht bei der vielleicht folgenden „Meldung: Schlimm 2“ erst aus dem Nachbarkreis Mittel anfordern müssen. Der Anrufer wird bei der Befragung auch schon mal aus der Reserve gelockt, um sich ein Bild machen zu können, wie gut er die Situation einschätzt (ich habe regelmäßig auch Patienten, die mir nicht erklären können, warum sie eigentlich einen RTW gerufen haben). Nennt man z.B. bei internistischen Notfällen auch möglicherweise damit zusammenhängende Vorerkrankungen „aus dem FF“, und zwar NUR diese, macht es schon einen professionelleren Eindruck, als wenn jemand anfängt, bei einer „Kreislauf“- Meldung von der Knie-OP im letzten Jahr zu schwafeln.
      Kommen Kindernotfälle ins Spiel, schicken viele Disponenten eher zu viel als zu wenig. Bei einem Einsatz musste ich mal erleben, wie der anwesende Notarzt den Hubschrauber, den die Leitstelle uns unbedingt schicken wollte, regelrecht abwimmeln musste!
      Ich will „euren“ Disponenten nicht entschuldigen, aber es ist am Telefon nicht immer so einfach, den Notfall genau einzustufen. Was speziell in deinem Fall schief gelaufen ist, ist im Nachhinein wohl kaum noch zu klären, sollte aber nicht vorkommen.
      Zum „Nasenfaktor“: Mit unserem Bild, das wir vor Ort hatten, war ein Notarzt auch übertrieben. Ich weiß aber nicht, was der Leitstelle wie gemeldet wurde.
      Zu „deinem“ Fall: Der Disponent hat womöglich den Eindruck bekommen, dass du übertreibst, und womöglich gerade wenig RTW verfügbar. Je weniger der Anrufer vermittelt, dass er genau weiß, wovon er spricht, desto eher wird unterstellt, die Situation zu überbewerten. Ein paar Fachbegriffe eingestreut können da schon mal Wunder wirken… 😉
      Allerdings kennt ein gewisses Klientel auch die „Schlüsselwörter“, um einen RTW- Einsatz auszulösen. Es geht auch das Gerücht, dass sie diese von z.B. Sozialarbeitern verraten bekommen, was ich aus manchen Situationen vor Ort nicht abwegig finde. Das macht es dann wieder schwieriger für den Disponenten.
      An und für sich ist es aber tatsächlich wichtig, dass man beim Notruf ruhig bleibt und die Fragen genau beantwortet. Beharrst du auf einen RTW, hat der Disponent kaum eine Chance, „rechtlich sauber“ aus der Sache rauszukommen- weil er eben nicht sehen kann, was vor Ort los ist. Notfalls gibt man noch den Hinweis, dass man weiß, dass das Gespräch aufgenommen und später verwertbar ist. So weit sollte es aber eigentlich nicht erst kommen…

      • Julia schreibt:

        Danke für deine ausfühlriche, informative Antwort.

        „Zu „deinem“ Fall: Der Disponent hat womöglich den Eindruck bekommen, dass du übertreibst, und womöglich gerade wenig RTW verfügbar. Je weniger der Anrufer vermittelt, dass er genau weiß, wovon er spricht, desto eher wird unterstellt, die Situation zu überbewerten. Ein paar Fachbegriffe eingestreut können da schon mal Wunder wirken… 😉“

        Nein, das war nicht der Fall, was du vermutest. Wie gesagt, es ging ausdrücklich darum, dass der Anrufer zu sachlich-ruhig war am Telefon, trotz genauer Schilderung der Vorerkrankungen samt einer kürzlich vorher durchgeführten Herz-OP.

        Es wurde unter anderem recht wortwörtlich gesagt, dass es nichts Schlimmes sein könnte, wenn sie (die Anruferin = meine Mutter), als Ehefrau das so sachlich schildern könnte. Danach hieß es, dass angeblich kein RTW frei wäre, was aber so nicht stimmte und kurz darauf wieder zurückgenommen wurde, weil meine Mutter hartnäckig geblieben ist gerade weil uns klar war, dass die Situation ernst ist. Mein Vater war selbst nicht mehr in der Lage, etwas zu sagen, geschweige denn ein Telefonat mit dem Disponenten zu führen. Das mit dem röchelnden Patienten im Hintergrund wie du es selbst schriebst, kommt der Sache recht nahe. Ich war beim Notruf dabei und habe mitgehört und war danach ähnlich geschockt wie meine Mutter. Nur weil man ruhig klingt und sich auf die Fakten konzentriert beim Notruf als Laie und nicht rumschreit oder ähnliches, heißt das ja nicht, dass man innerlich nicht stark beunruhigt bis geschockt wäre von der Gesamtsituation und dem Ernst der Lage – und dann so eine Reaktion vom Profi am anderen Ende, sorry aber das finde ich nicht in Ordnung vom Disponenten. Er hätte ja seinerseits sachlich bleiben können, wenn er den Notruf erst schon nicht ernstgenommen hat oder dachte, wir wären besonders ausgefuchste, die absichtlich Fachwörter zu den Vorerkrankungen meines Vaters ins Gespräch einbauen, um ihn dahin zu manipulieren, dass er einen RTW schickt. Aus asozialen Verhältnissen stammen wir auch nicht, wenn auch nicht aus der Oberschicht. Ich würde sagen: Mittelschicht. Eben Beamte wie Lehrer sowie Juristen.

        Meine Mutter ist keine Ärztin oder sonstwie im Gesundheitswesen tätig, sie wird aber auch im Krankenhaus teils für jemanden mit prof. Background gehalten. Das dürfte einfach an ihrer ruhigen sachlichen Art und der Verwendung von der entsprechenden Fachbegriffe liegen.

        Der Fall in meiner Familie ging nicht in die Richtung deiner Beispiele, sondern mehr in diese Richtung (auch wenn das noch einmal eine andere Ebene ist vom Sachverhalt dort):

        https://www.augsburger-allgemeine.de/augsburg/Notruf-abgewimmelt-Richterin-verurteilt-53-jaehrigen-Polizisten-id40560491.html

        Auch dort hatte der Polizist den Anrufer nicht ernst genommen, weil der ruhig die Lage geschildert hatte.

        Ich meine meine Kommentare nicht als Generalkritik am Rettungsdienst und kann verstehen, dass Sie evtl. auch wegen der vielen andersherum gelagerten Fälle, in denen der Anrufer das Problem ist und nicht der Disponent, unbekannterweise jenen Disponenten ein bisschen in Schutz zu nehmen versucht sind.

        Um das klarzustellen: Ich habe viel Respekt vor der Arbeit der Menschen in der Leitstelle, die täglich bei diversen Anrufen entscheiden müssen, wie die nur mdl. geschilderte Situation einzuschätzen ist. Auch suboptimale Reaktionen bis hin zu Fehlern dabei finde ich prinzipiell menschlich und würde sie denjenigen nicht vorwerfen. Aber was ich dem Disponenten im Fall meiner Familie vorwerfe ist, dass er selbst unsachlich geworden ist und nicht inhaltlich richtig zugehört hat und sich von so merkwürdigen unprofessionellen „Regeln“ wie „Wenn die Ehefrau sachlich die Fakten schildert, kanns ja nicht so schlimm sein.“ leiten lässt und bzgl. des RTWs zunächst gelogen hat, um meine Mutter abzuwimmeln. Das ist eine der Parallelen zum verlinkten Fall des Polizisten oben.

        Von rechtlichen Schritten gegen den Disponenten haben wir abgesehen, weil Rettungsdienst und Notarzt sein Leben gerade so retten konnten und wir genug andere Sorgen hatten. Es geht uns auch nicht darum, Menschen in einem stressigen Beruf wie der des Notrufdisponenten das Leben schwer zu machen. Mein Vertrauen in den Notruf ist gleichwohl deutlich gesunken. Nicht alle können sich selbst in solchen subjektiven Ausnahmesituationen durchsetzen am Telefon wie meine Mutter. Die bekommen im Zweifel dann keine Hilfe während bei dem, der hysterisch wirkt und übertreibt, tendenziell zumindest sicherheitshalber Hilfe geschickt wird. Das lässt sich nicht schönreden imho.

  2. -thh schreibt:

    Jetzt würde mich nur noch interessieren, wo sich die vitale Indikation versteckt, die einen Einsatz der Notfallrettung und zudem noch des Notarztes rechtfertigt, vermutlich mit Sondersignal. Weil es ja regelmäßig durch die Presse geht, dass die rettungsdienstliche Vorhaltung erhöht werden muss …

    • firefox05c schreibt:

      Würde mich auch interessieren. Aber wie im Artikel schon erwähnt, weiß ich nicht, was wie gemeldet wurde. Wäre eines der Metallteile in die Bronchien gelangt, wäre der NA schon gerechtfertigt gewesen. Dann hätten z.B. die Schleimhäute der Atemwege durch die Reizung anschwellen können. Bei Kindern können erdnussgroße Gegenstände die Atemwege schon komplett verlegen.
      Ob dem Disponenten klar war, dass die Magneten sich so weit vorne in einer so sicheren Position befanden, könnte nur ein Abhören der Anrufaufzeichnung klären.

  3. BRC_MEDIC schreibt:

    Interessante Werkzeugwahl …. Ich denke meine wäre da eher eine Venenklemme gewesen. Unsere Pinzetten sind zu groß und aus Plastik – ziemlich sinnlos, aber einmal benutzbar .

    Zum Thema: Scheint mir das Spielzeug auch nicht mehr was es war. Scheint alles nur noch einfach billiger Schrott zu sein.

    • firefox05c schreibt:

      Dass Kinder ihr Spielzeug auch mal kaputt bekommen, ist die eine Sache. Dass die Gefahr nicht erkannt wird, die davon ausgeht, eine andere. Man kann von Glück reden, dass hier nicht mehr passiert ist und es nur in einer solchen Kleinigkeit endete.

  4. Anja schreibt:

    Puh, ich würde zu gerne das Gesicht der Eltern sehen, wenn sie beim Abholen die Story erzählt bekommen… (Ich gehöre ja eher zu den entspannteren Eltern was kleiner Unfälle betrifft, aber ein bisschen würden da auch mir die Gesichtszüge entgleisen.)

    • firefox05c schreibt:

      Es ist ja im Grunde nicht viel passiert: durch den Magnetismus klemmen die Stücke ziemlich weit vorne an der Scheidewand fest. Sie wären ohne größere Kraft auch nicht weiter in den Kopf gerutscht. Etwas anders sähe es mit nicht magnetischen Kleinteilen aus: sie können beim Versuch, sie zB. mit einer Pinzette zu fassen, weiter hinein rutschen.

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