Und dann war da noch …

… die Wohnungsgesellschaft, die mal wieder ihre „Kosten optimieren“ wollte. Bei den Mietern, natürlich: Wir wohnen im Erdgeschoss eines Mehrfamilienhauses, das von Grünflächen umgeben ist. So lümmelt sich auch hinter dem Haus, vor unserem Balkon, eine Filigranvegetationsplantage (andere sagen auch platt: Rasenfläche) herum. In einem Anruf bekamen wir neulich ein super- obertolles Angebot: „Möchten Sie einen eigenen Garten? Wir würden Ihnen kostenlos eine kleine Treppe an den Balkon istallieren und ein Rasenstück von etwa 50 Quadratmeter abzäunen. Wäre das nix?“ Auf meine Nachfrage rückte der Callboy damit heraus, dass dafür die Miete „angepasst“ werden würde, und zwar um etwa 50-70€. Aha. Also doch nicht sooo „kostenlos“.

Für wie beschmiert halten die mich eigentlich? Wenn ich dort meinen Stuhl aufstellen will, kann ich das auch jetzt schon ohne Zusatzkosten tun. Wird die Wiese hinter dem Haus aber in Parzellen für die beiden EG- Mieter aufgeteilt, hat es sich für die Nachbarskinder „von oben“ und deren Freunde /Freundinnen erledigt mit Tennisturnieren und auf-der-Decke-rumlümmeln unter Balkon- Aufsicht der Eltern. Und dafür bezahle ich dann monatlich 50€ zusätzlich. „Zusätzlich“, weil ich zwar das abgeteilte Stück selbst mähen und pflegen muss, aber damit längst nicht alle Grünanlagen ums Haus vermietet sind, also wird auch die Grünpflege- Abgabe nicht wegfallen.

Dafür hat der Vermieter aber weniger Ausgaben bei der Grünpflege und mehr Einnahmen durch Miete. Bombenvorschlag. Also, für ihn. Nicht für mich. Ich habe das dann mal auf dem kurzen Dienstweg mit den betroffenen Nachbarn besprochen: Geschlossen abgelehnt. Freie Wiese für Kinder.

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Firefighter, Kittyowner, Bagpipeplayer. Querulant. Manchmal bissig, aber im Großen und Ganzen handzahm. Die Themen hier: Feuerwehr - Rettungsdienst - Alltag .
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3 Antworten zu Und dann war da noch …

  1. Ina schreibt:

    Danke für diesen tollen Blog. Macht weiter so.

  2. Nobody schreibt:

    Aber jetzt bekommst du keine kostenlose Treppe und musst jedesmal den gefährlichen Abhang zur Wiese runter. Da wäre doch ein eigener Garten sinnvoller. Zudem denkst du nicht, dass dann die Grünpflege günstiger wird? Der Vermieter wird doch ganz bestimmt die Ersparnis auf die Mieter umlegen. 😀

  3. Talianna schreibt:

    Find‘ ich gut, das gemeinsam zu bereden und zu beschließen 🙂

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