Testbericht „Ares GPX-4“: Männerspielzeug

„Männer werden nicht erwachsen. Nur die Spielzeuge werden teurer.“ (unbekannter Männerkenner, ca. 2000n.Chr.)

Im TV sah man es hier und da, seltener in freier Natur: Plötzlich schwebt ein juveniler Mensch vorrüber, bewegt sich lautlos fort, ohne zu gehen. Des Rätsels Lösung: Er steht auf einem Hoverscooter oder Hoverboard!

Was ist denn ein Hoverboard?

Im Grunde sind es zwei miteinander drehbar verbundene Gehäuse, in denen je ein Elektromotor verbaut ist, der ein Rad antreibt: Eines links, eines rechts. Der Clou: Mit verbaut ist eine Elektronik, die immer bestrebt ist, die Gehäuse durch Vorwärts- oder Rückwärtsantrieb des nachgeschalteten Motors  in Waage zu halten. Kippt ein Gehäuseteil ab, wird das jeweilige Rad in die Ausgleichsrichtung angetrieben. Eine tolle Idee: Es ist elektrisch, es bewegt sich, und man kann sich damit prima auf die Schnauze legen. Also ein sehr attraktives Männerspielzeug! Als ich mich zum ersten mal dafür interessierte und Preise nachschaute, benetzten Tränen meine Augen: Die Apparillos sollten noch über tausend Euronen kosten! Unerschwinglich. Also, zumindest für ein „Ich weiß, dass es keinen Sinn hat, aber ich will es trotzdem haben“– Ding. Doch Jahre später, bei einem Besuch bei meiner Schwester, stand ich plötzlich selbst live vor so einem Wunderwerk. Das kleine Hoverboard gehörte meinem Neffen und oxidierte dort lustlos im Hausflur rum. „Was’n datt?“, entfuhr es mir höchst interessiert mit glänzenden Augen, wie Hammy, dem Eichhörnchen in „Ab durch die Hecke“, als es zum ersten Mal Chips probiert. „Hoverboard“, antwortete meine Verwandte kurz. „Gehört Ben. Der fährt aber kaum damit.“ – „Ach … und? Schon mal probiert? Ist das schwer?“ Es fing natürlich an zu jucken. Schwesterchen grinste: „Heb doch mal hoch! Nee, im Ernst: Ich habe es einmal versucht. Habe mir das Knie aufgeschlagen.“ Nun ja, dachte ich, will man ein Schnitzel haben, muss dafür schon mal ein Schwein sterben … „Und dein Mann?“ – „Ach weißt du“,  sagte sie etwas desinteressiert. „Der ist vielleicht 20 Meter weit gekommen. Nach zwei Stürzen will er nun auch nicht mehr.“ Das war typisch für diesen Familienzweig: Klappt etwas nicht auf Anhieb, wurde gerne aufgegeben. „Aber ich glaube, du willst mal, oder?“ , schob sie mit schräg liegendem Kopf und breitem Grinsen hinterher. Sie hatte es erfasst.

Nach etwa 10 Minuten konnte ich damit etwas fahren, ohne mir die Gräten zu brechen, und nach 30 Minuten sah ich schon fast cool darauf aus. Aber dann hatte ich das Ding auf dem Netto- Parkplatz umme Ecke leergenudelt. Ab ans Ladegerät. Auf der zweiten Tour war ich schon sicherer und versuchte mich an der abschüssigen Straße: Unfallfrei unten, und unfallfrei wieder hoch. Allerdings nur, bis das Board wegen Überhitzung abschaltete: Das Schnäppchen für Kinder hatte nur 2x 250 Watt und eine angegebene Zuladung von 80kg. Ich war also nur knapp darunter, mit Portmonnee und Schlüsselbund vielleicht sogar dran. „Was hat das denn gekostet?“, fragte ich meine Schwester. „Gab es im Angebot. Ein „UHU“ „, antwortete sie. „Unter Hundert Euro.“ – Was? Mittlerweile so günstig?? Für mich stand nun fest: Ich musste meiner Frau so lange auf den Wecker gehen, bis sie zustimmte, denn ich wollte so ein Ding haben! Dafür war ich mir trotz meiner anstehenden fünften Null nicht „zu erwachsen“.

Der Weg zum Board

breite 8,5″- Reifen

Nachdem ich mich hier und da im Netz kundig gemacht hatte, standen die technischen Daten für mich fest: Die Motoren im Board meines Neffen hatte nur 250 Watt. Ich wollte mindestens 350. Zudem hatte es nur die kleinen 6,5″- Räder, die vor jedem schlecht gesetzten Pflasterstein stehen blieben. Also musste ich größere Räder haben. Meine Wahl fiel auf ein „SUV Ares GPX-4“ mit breiten 8,5″- Rädern, 120kg Zuladung – und sogar 400 Watt pro Motor! *Gruuunz!*  Der Grundrahmen war aus Aluminium gefertigt, zum Lieferumfang gehörte noch ein dünnes Tragefutteral und das Ladegerät. Verbandzeug gehört nicht zum Zubehör. Hier könnte der Hersteller vielleicht mal nachbessern. Außerdem sollte das Board mittels einer kostenlosen App einstellbar sein. Preis des feuchten Männertraums: 250 Tacken. Ich wartete auf die Steuerrückzahlung.

Nachdem ich also das Leergut weggebracht, ettliche Centstücke mit dem Magneten aus dem Kanal geangelt und einige Euros mit Brennholzverleih verdient hatte, konnte ich das Hoverboard bestellen. Das Modell gab es zwar nur im digitalen Flecktarn, aber das war für mich nebensächlich.

Leider sollte es an einem Tag kommen, an dem ich Dienst hatte. War klar, wie ich meine Liebste instruierte: „Wenn der Karton hier ist, weißt du, was zu tun ist, ja?“, sagte ich ihr eindringlich. „Und solltest du festes Schuhwerk statt Pantoffeln anhaben, wenn du damit zur Wache kommst, erklärst du mir bitte den Grund dieser Zeitverzögerung.“ Sie hatte verstanden und versprach grinsend, mir umgehend das Spielzeug zur weiteren Verwendung zuzuführen.

Es ist da!

Die Trittflächen haben rutschfeste Gumminoppen

An diesem Nachmittag stand ich in der Feuerwache am Fenster und beobachtete unruhig den Hof. So ungefähr fühlte es sich in Kindertagen zu Weihnachten an! Dann rollte das Auto meiner Frau auf das Grundstück, und noch bevor sie ausgestiegen und zum Kofferraum gegangen war, stand ich neben ihr: Das Board war da! Natürlich musste ich es sofort auspacken und die ersten Versuche damit starten. Nach einigen Metern war ich wieder „im Thema“: Ich fuhr den RTW aus der Halle und kreuzte mit breitem Grinsen von der Fahrzeughalle in den Umkleideraum, umkreiste die Spindreihen, um wieder in die Halle zu sausen. Und ich muss euch enttäuschen: Ich habe mich bisher nicht ein einziges Mal spektakulär aufs Maul gelegt.

Der Praxistest: Die App

Das Hoverboard lässt sich mit dem Handy verbinden und über eine App einstellen. Wenn sie sich denn verbindet: Sind alte Verbindungen mit dem Gerät im Bluetooth gespeichert, kann das Handy schon mal Zicken machen. Es dauerte eine Weile, bis ich herausfand, dass man dann die vorherige Verbindung erst löschen muss, damit sie neu gesucht wird. Angeblich soll sich das Board auch wie eine Freisprecheinrichtung mit dem Handy koppeln, um darüber Musik vom Handy abzuspielen, denn es ist ein Lautsprecher im Board eingebaut. Das klappte bei mir aber nie, und der Lautsprecher im Gerät, über den ich gerne den „Imperial March“ abgespielt hätte, um damit beim Chef ins Büro zu schweben, war somit nicht auf diese Weise nutzbar. Sehr schade. Auch weitere App- Funktionen, wie z.B. ein Board- Selbsttest, funktionierten nicht. Gleiches mit der GPS- Routenverfolgung, um mit der gefahrenen Strecke angeben zu können. Ich habe noch nie eine so schlampig programmierte App besessen.

Die wichtigsten Funktionen der App klappen aber: Man kann die gewünschte Endgeschwindigkeit (bis 15km/h) einstellen, sowie die Empfindlichkeit der „Gas“- Annahme und der Lenkung regeln. Akku- und Temperaturanzeige funktionieren, und auch die gefahrene Geschwindigkeit, die das Gerät über die Räder errechnet, wird angezeigt. Es empfiehlt sich aber nicht, dieses während der Fahrt zu beobachten. Womöglich ist dann das Letzte, was man mitbekommt, wie die Anzeige von 10 auf 0 springt …  😉  Dringend abzuraten ist vom Ausfahren des Boards bis zum Maximaltempo von 15 km/h: Hat es seine Endgeschwindigkeit erreicht, kann es die Ballance nicht mehr nach vorne ausgleichen (dazu müssten die Räder kurzzeitig noch schneller drehen) und man verliert fast unweigerlich das Gleichgewicht. Bei  dem Tempo muss man dann schon sehr viel Glück haben, um nicht mit dem Riecherker auf dem Asphalt zu bremsen.

Außerdem kann das Board über die App in einen Stand- By- Modus gesetzt werden, was praktisch ist, wenn man das Ding z.B. beim Brötchenkauf kurz in die Ecke stellen oder mit in den Laden tragen will. Denn stellt man das Board im eingeschalteten Zustand auf, tillt die Elektronik, und man muss es neu starten –  was je nach Situation etwas peinlich ist, weil der Apparat dann voll Tatendrang mit einer jungen Frauenstimme losbrüllt, dass das „Bluetooth- Device“ nun paarungsbereit ist. Diese nach dem Einschalten ertönende Verkündigung lässt sich leider nicht abschalten oder leiser regeln. Per App aus dem Standby- Modus aufgeweckt, gibt das Spielzeug hingegen nur ein vergnügtes „Piep!“ von sich.

Das Board

Das angebotene Muster des Boards ist eher zum abgewöhnen: Schließlich will ich damit in zivilisierter Umgebung cruisen und nicht den Sturm auf El Alamein anführen. Dieses Tarnmuster gibt es außer im bestellten fröhlichen grau auch noch in Schlumpfenblau oder Jagdorange. Der Sinn der nach oben gerichteten Reflexstreifen hat sich mir noch nicht erschlossen. Vielleicht wollte der Designer, dass beim Sturz das Board noch mal kurz im Gegenverkehr aufblitzt.  Dafür wären die beiden weißen Front- LED eigentlich erheblich besser geeignet, denn sie leuchten tatsächlich recht hell. Nun gut, ich habe mir das Ding nicht für die Vitrine gekauft, was soll’s. Mit den Fahrleistungen bin ich aber recht zufrieden: Mit den breiten Vollgummireifen nehme ich als Anfänger mittlerweile auch Absätze bis 1,5 Zentimeter hoch und etwa 5cm runter – wobei letzteres aber meines Erachtens schon eine grenzwertige Belastung ist, wenn man mit fast 80kg auf dem Brett steht. Somit sind unebenes Pflaster, Straßendeckel von Hydranten und Kabelschächten mit etwas Schwung kein Problem. Auch wenn unter Bäumen kleine Ästchen auf dem Weg liegen, buckelt der Trümmer klaglos drüber.  Profis werden noch höhere Absätze erklimmen können, aber dafür bin ich noch nicht routiniert genug. Dieses nächste

Light- Show

Level erreicht man wahrscheinlich erst, nachdem man 2 Notaufnahmen- Aufenthalte geschafft hat. Das Board wird bei mir auch auf längeren Steigungen nicht zu heiß (laut App um die 60°), ist also nicht mit einem Erwachsenen überfordert. Jedoch stellte ich fest, dass eine Fahrt bergauf irgendwie schwerer zu fahren ist als gedacht, was wohl nicht an der Leistung des Hoverboards liegt, sondern womöglich an der dafür nötigen Körperhaltung. Ist also bestimmt Übungssache. Etwas peinlich für Erwachsene sind lediglich die bei Lastwechsel ständig rumblinkenden LED- Leisten vorne und hinten, die bei meinem Modell nicht einstellbar sind.

Die angegebene Reichweite wurde wahrscheinlich gemessen, indem ein 20kg- Kind mit Heliumballons in der Hand auf einem ebenen Laufband fahren gelassen wurde: Sie ist utopisch. In der Praxis gibt es auch Steigungen, und der plattierte Gehweg mit seinen Unebenheiten wird mehr Leistung abverlangen, als eine glatte Tanzfläche. So fuhr ich mit dem Ding nach dem dritten Ladezyklus etwa 5 bis 7 km, bevor das eingangs voll aufgeladene Akku nach Strom schreit, denn kurz, bevor das Board verhungert, ertönt ein Warnton. Dann fährt es noch etwa 200 Meter, bevor man es tragen muss. Das ist bei 14kg Kampfgewicht kein Vergnügen, falls man nicht aufgepasst hat und gerade weit von zu Hause weg ist. Nun, neue Akkus erreichen ja häufig erst nach ein paar Ladezyklen ihre Kapazität,ich werde also demnächst noch mal ausprobieren, ob die Reichweite nun größer geworden ist.

linke LED: Akku lebt. Rechte LED: Sensoren funktionieren.

Leider hat das Board keine echte Akku- Anzeige, lediglich eine LED springt bei Elektronendurst von Grün auf Rot. Daher muss man die Restkapazität des Akkus per App checken – und das sinnvollerweise bereits vor Reiseantritt. Für den Notfall habe ich immer eine passende Bandschlinge dabei, die ich zum tragen des Dings einfach um das Mittelgelenk schlage und das Board dann an die Schulter hängen kann, denn die mitgelieferte Tasche will man ja auch nicht immer im Handtäschchen mit sich rumschleppen.

Noch kämpfe ich damit, dass mir bei längeren Fahrten die Außenkanten der Füße weh tun: Man beansprucht also Muskeln, die man sonst nicht so benutzt. In den Waden werden beim fahren ebenfalls Muskeln trainiert, und im Rücken tut sich mit Sicherheit auch etwas. Man kann also nicht behaupten, dass der geneigte Dahingleiter „bloß drauf rumstehen“ würde: Man tut tatsächlich ein wenig für den Körper, und zwar an Stellen, an denen man es nicht vermutet. Kürzere Strecken, wie Brötchen holen oder die Post wegbringen, mache ich nun gerne mit dem Spielzeug. Und wenn ich etwas mehr Übung habe, fahre ich damit vielleicht sogar zum Dienst.

Update:

2020-09-23 09.42.05Nach einigen Stunden des Dahingleitens und dem buckeln über Kanten und Asphaltschäden hörte ich ein leises Rappeln im Gehäuse. Also zückt der geneigte User den Kreuzschlitz und schaut mal eben selbst nach. Hinter der mittlerweile ziemlich zerkratzten, aber immer noch rissfreien Unterschale (die Bodenfreiheit des Boards lässt etwas zu wünschen übrig) entdeckte ich nicht nur den angepriesenen Aluminiumrahmen, sondern auch zwei Schrauben, die sich gelöst hatten. Sie sollten ein schwarzes Kunststoffkästchen an Ort und Stelle halten. Da der Kunststoff aber relativ weich ist, haben die Gewindestifte sich durch die „good vibes“ gelöst und unerlaubt ihren Arbeitsplatz verlassen. Es scheint bei verschiedenen günstigen Boards immer wieder mal zu passieren, dass sich Schrauben im Gehäuse lösen, wie ich in diversen Bewertungen im Archiv eines Online- Kaufhauses lesen konnte. Es ist also ratsam, auf verdächtige Geräusche zu achten, um flüchtige Schrauben rechtzeitig wieder einzusetzen. Ich habe zusätzlich noch Unterlegscheiben spendiert, um den Kunststoff unter dem Schraubenkopf zu entlasten. Alle anderen Normteile, denen ich bei der Gelegenheit habhaft werden konnte, waren fest.

Stichwort „Spielzeug“:

Ein Hoverboard gilt durch den alleinigen Elektroantrieb und der möglichen Höchstgeschwindigkeit von über 6 km/h vor dem Gesetz als „Kraftfahrzeug“. Dummerweise gibt es keine Zulassung nach StVZO, weshalb das geile Teil offiziell leider nicht im öffentlichen Verkehrsraum bewegt werden darf. Bisher hatte ich aber keine Probleme, wenn mal eine Streife vorbeigekommen ist: Ich fahre (fast) nur im moderaten Tempo auf Gehwegen und weiß mich zu benehmen. Dann bummelt man eben mal für 20 Meter hinter einer Oma her, weil der Gehweg nicht breit genug zum sicheren Überholen ist, bevor man an ihr vorbei kommt. Außerdem trage ich beim fahren meist „seriöse“ Kleidung, wie zB ein Sakko. Dadurch sieht man nicht schon von Weitem wie ein potentieller Krawallmacher aus, so dass bisher alle mein Auftauchen tolleriert haben. Höheres Tempo, Schlabbershirt und Basecap, und der Unmut wäre mir wahrscheinlich gewiß. Das Erscheinungsbild macht eben auch Meinung.

Auf jeden Fall ist man mit so einem Hoverboard ein Hingucker. Schon häufiger hörte ich von Erwachsenen erstaunte Ausrufe und von Kindern ein begeistertes „Cool, ey!“. Somit ist das Fortbewegungsmittel nichts für Introvertierte. Will man seine Nachbarin ärgern, lässt man ihr Kind einen Moment auf dem Board fahren – und es wird ihr die Ohren vollquängeln, weil es auch eines möchte. So wie ein Wachkollege: Nach 30 Minuten Probefahrt wusste er, was er zum nächsten Geburtstag haben will!

Ich bin nun jedenfalls gespannt, was zuerst eintritt: Ob ich den Spaß daran verliere, oder ob ich es kaputt mache. 😉

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Über firefox05c

Firefighter, Kittyowner, Bagpipeplayer. Querulant. Manchmal bissig, aber im Großen und Ganzen handzahm. Die Themen hier: Feuerwehr - Rettungsdienst - Alltag .
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3 Antworten zu Testbericht „Ares GPX-4“: Männerspielzeug

  1. Windsandale schreibt:

    – Darf ich auch mal probieren? Ist das Ding auch ein Mädchenspielzeug?

    • firefox05c schreibt:

      Falls es der Begriff ist, der dich vielleicht stört: Mit dem Begriff „Männerspielzeug“ verbinde ich teures Technikzeugs ohne wirklichen praktischen Sinn (Darunter fallen auch z.B. Werkzeuge, für die man eigentlich keine Verwendung hat). Ich denke nicht, dass die Bezeichnung etwas ist, was Frauen zurücksetzt.
      Falls es nicht obiges ist: Auch du hast natürlich das Recht, „unvernünftig“ oder „nicht altersgerecht“ zu sein, wenn es Spaß macht. Auch auf diesem „Männerspielzeug“. Ich kann so etwas sehr empfehlen: Es macht glücklich. („Erwachsen? – War ich schon. War doof…“) 😉

  2. Kamerad der beruflich die andere blaue Uniform trägt schreibt:

    Erstmal herzlichen Glückwunsch zu deinem neuen Spielzeug. Dann muss ich dir aber leider den Spaß daran direkt verderben. Wie du selbst herausgefunden hast, ist dat Dingen im Bereich der StVO nicht zulässig. Das bedeutet im öffentlich rechtlichen Verkehrsraum (alle Straßen, Wege und Plätze die dem Verkehr gewidmet sind) als auch dem tatsächlich öffentlichen Verkehrsraum (alle Straßen, Wege und Plätze die zumindest durch stillschweigende Duldung dem Verkehr dienen). Also auf auf dem Netto-Parkplatz ist das Dingen verboten.

    Und nun zur Folge: du hast dort ein zweispuriges Kraftfahrzeug. Bei dir dürfte die dazu erforderliche Klasse B kein Problem sein. „Will man seine Nachbarin ärgern, lässt man ihr Kind einen Moment auf dem Board fahren“ bei den Bälgern der Nachbarn aber schon. Und somit begehen die eine Straftat und du direkt mit dazu, weil du es zulässt bzw. anordnest. Soviel zum Fahrerlaubnisrecht.

    Eine Haftpflichtversicherung besteht für das Dingen auch nicht und wenn du mit 14,5 km/h Omma Schabulski ma kurz anrempelst sind wir locker bei einem rechtlich sauberen Verkehrsunfall. Übrigens hat deine private Haftpflicht garantiert eine Ausnahme für Schäden mit Kraftfahrzeugen…sobald Tipp. Und da das Dingen rechtlich gar nicht zulassungsfähig ist, da es weder in der Mobilitätshilfenverordnung wie die Segways (die Lenkstange oder Haltestange ist dort ausschlaggebend) noch in der Verordnung über Elektrokleinstfahrzeuge auftaucht, wirst du keinen finden, der dir gegen Geld ein Versicherungskennzeichen in die Hand drückt.

    Und da es nicht zulassungsfähig ist und wir jetzt nach dem Versicherungsrecht schon im Zulassungsrecht sind, darfst du bei übereifrigen Kollegen die 70 Tacken Bußgeld, 28,50 Eumel Bearbeitungsgebühr berappen und den Flenspunkt 2,5 Jahre dafür im Tausch behalten. Zusai sind nicht zulassungsfähige Bauteile Einziehungsgegenstände. Also das Ding mitsamt Investition ist dann auch futsch.

    Ist nur als gut gemeinter Rat gemeint, bevor das Tor vom Wachhinterhof offen steht oder Nachbars Bälger tatsächlich eins beschafft bekommen. Ich habe selbst noch keins sichergestellt aber schon fünf Stück mit Zettelchen dran auf der Wache stehen sehen…) Großstadt am Rande des Ruhrgebiet, ca. 30km von dir entfernt.

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