Physik sucks …


Bei den Freiwilligen wird regelmäßig gelernt, geübt und wiederholt. In „meiner“ Wehr alle 14 Tage am Freitag Abend. So trafen wir uns auch an diesem Freitag bei schwül- warmem Sommerwetter am Gerätehaus. Weil es so drückend war und ich später nicht in einem Backofen heimfahren wollte, ließ ich meine Seitenscheiben ein gutes Stück weit unverschlossen.

„Dieses mal findet der dritte Abend zum Thema ‚Unterstützung Rettungsdienst‘ statt“, meinte unser heutiger Vorturner, als die Mannschaft komplett umgezogen und vor ihm versammelt war. „Es werden Bereiche der ersten Hilfe wiederholt. Um 21 Uhr soll es Gewitter geben, bis dahin sollten wir aber wieder zurück sein.“ Er war da ganz optimistisch. Weiterlesen

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Suchen, ohne etwas finden zu wollen


„Heute ist meine letzte Praktikumsschicht hier“, erzählte der RTW- Grundi. „Und ich habe bisher nur eine Menge Taxifahrten gemacht, und ein paar eher weniger spektakuläre Notfälle erlebt. Im Grunde hatte ich Mühe, meine Einsatzberichte für den Ausbildungsnachweis zusammen zu bekommen.“ Wir saßen in einem Ruheraum am Tisch und hatten gerade die verschiedenen Lagerungsarten für Patienten wiederholt. Ich fragte nach: „Was meinst du mit ’spektakulär‘? Keine Rea gehabt? Keinen VU?“ – „Nein. Ein paar Platzwunden, innere Erkrankungen, unseren Stammkunden vom Mozartplatz einige male ins Krankenhotel gefahren… So etwas halt. Aber nichts ’schlimmes‘. Weißt du, ich wüsste gerne, ob ich für den Job belastbar genug bin. So bei Einsätzen wie ‚Fenstersturz‘ oder ‚Person unter Zug‘.“ Weiterlesen

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Scheiß Vandalismus!


Die Frau Ende fünfzig sitzt fassungslos am Marktplatz. Sandra (Name geändert) hatte sich so viel Mühe gegeben. „Und nun sieht es hier aus wie eine Mondlandschaft“, klagt sie.

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Und dann war da noch …


… die Wohnungsgesellschaft, die mal wieder ihre „Kosten optimieren“ wollte. Bei den Mietern, natürlich: Wir wohnen im Erdgeschoss eines Mehrfamilienhauses, das von Grünflächen umgeben ist. So lümmelt sich auch hinter dem Haus, vor unserem Balkon, eine Filigranvegetationsplantage (andere sagen auch platt: Rasenfläche) herum. In einem Anruf bekamen wir neulich ein super- obertolles Angebot: „Möchten Sie einen eigenen Garten? Wir würden Ihnen kostenlos eine kleine Treppe an den Balkon istallieren und ein Rasenstück von etwa 50 Quadratmeter abzäunen. Wäre das nix?“ Auf meine Nachfrage rückte der Callboy damit heraus, dass dafür die Miete „angepasst“ werden würde, und zwar um etwa 50-70€. Aha. Also doch nicht sooo „kostenlos“.

Für wie beschmiert halten die mich eigentlich? Wenn ich dort meinen Stuhl aufstellen will, kann ich das auch jetzt schon ohne Zusatzkosten tun. Wird die Wiese hinter dem Haus aber in Parzellen für die beiden EG- Mieter aufgeteilt, hat es sich für die Nachbarskinder „von oben“ und deren Freunde /Freundinnen erledigt mit Tennisturnieren und auf-der-Decke-rumlümmeln unter Balkon- Aufsicht der Eltern. Und dafür bezahle ich dann monatlich 50€ zusätzlich. „Zusätzlich“, weil ich zwar das abgeteilte Stück selbst mähen und pflegen muss, aber damit längst nicht alle Grünanlagen ums Haus vermietet sind, also wird auch die Grünpflege- Abgabe nicht wegfallen.

Dafür hat der Vermieter aber weniger Ausgaben bei der Grünpflege und mehr Einnahmen durch Miete. Bombenvorschlag. Also, für ihn. Nicht für mich. Ich habe das dann mal auf dem kurzen Dienstweg mit den betroffenen Nachbarn besprochen: Geschlossen abgelehnt. Freie Wiese für Kinder.

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Funkübung mit Hindernissen


Bei „meiner“ Freiwilligen Feuerwehr war ein Übungsabend angesetzt. In dieser Woche stand eine Funkübung auf dem Programm. Nach einem einführenden Vortrag über die neueste Software, die auf die Digitalfunkgeräte aufgespielt wurde, sollte nun ein praktischer Versuch folgen: „Wir schicken den ersten Trupp mit einem Funkgerät auf den Berg neben der Ortschaft und stellen ihr Gerät dann auf „Gateway“ [eine Relais- Funktion]„, erklärte der Übungsleiter. „Die anderen schwärmen in vier Gruppen mit den Fahrzeugen aus, um zu sehen, wie weit entfernt dieser Empfänger durch andere Funkgeräte genutzt werden kann.“ Sein Hintergedanke war, dass wir damit vielleicht eine Rückfallebene zum üblichen Funken hätten, wenn das System mal ausfallen sollte. Weiterlesen

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Alle Jahre wieder …


… wird der Soundtrack von „Stalingrad“ neu eingespielt. Während einige sich der Ballerei aber aus den verschiedensten Gründen entsagen, campieren andere schon am Morgen des 27.12. bei den Sprengstoff- Dealern, um ja um Mitternacht zum Verkaufsstart die Ersten am Munitionsstand zu sein. Wie auch immer, den Gesetzen der Wahrscheinlichkeit nach ist eigentlich immer jemand in der direkten Nachbarschaft, der chemische Pülverchen per pyro-Rückstoß in die Luft befördert oder seine Baller-Batterie Modell „Enschede Inferno 2000“ als Barrikade auf die Fahrbahn schiebt. Darum ein paar Dinge zur Erinnerung: Weiterlesen

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Mitteilungsbedürfnis


Abends um halb elf wurden wir alarmiert, um einen Hausbesuch zu machen: „Dornfelder Straße 4, dort Wasser aus Heizung, 7. OG“, quäkte es nach dem Aufflammen des Lichtes aus der Wand. Wir gingen geordnet zum Löschbomber. Bei so einer Meldung macht natürlich niemand einen Hechtsprung ins Treppenauge, um Zeit zu sparen. Weiterlesen

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