Wie viel Glück man haben kann


In der laufenden Schicht war ich mal wieder auf dem Versehrtentaxi eingeteilt. Nach einem Nachmittag mit den mittlerweile leider üblichen „De Luxe“- Taxifahrten für knapp 300€ (unter anderem begutachteten wir in der Nacht noch einen eingeschlafenen Arm…) saßen Sascha und ich vor dem Flimmerscreen und wurden vom Regisseur gerade an die Handlung des Abendfilmes herangeführt, als unsere Brüllwürfel zu einem Einsatz riefen. Auf dem Display stand zu lesen: „VU, PKW gegen E-Roller“, was den ersten richtigen Notfall in dieser Schicht versprach. Wir besetzten also den roten Patienten-Lieferwagen und fuhren mit blitzender Leuchtreklame zum Einsatzort.

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eine Freundin an die Verschwörungsreligion verloren


Es ist schon ewig her: Irgendwann Anfang der 90er lernten wir uns kennen. Sie war die Frau eines Kollegen, und wir verstanden uns total gut. Wir waren so „auf einer Wellenlänge“, dass sie mich sogar als ihren „Bruder“ bezeichnete. Doch schon damals hatte sie einige esotherische Spleens: So ging sie zum Beispiel dann und wann zu einer Wahrsagerin und empfahl mir Bücher über Traumdeutungen und „alternative Heilmethoden“, die allerdings wenig mit Medizin oder Naturheilkunde (was ja auch „Medizin“ ist) zu tun hatten.

Dann zog sie in die Schweiz.

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Gummiwurst


In unserem Beritt befindet sich auch ein Flussabschnitt, also gehört die Wasserrettung mit zu unserem Aufgabenbereich. Bisher hatte wir dafür einen an sich ungeeigneten Überlebensanzug. Vor einigen Monaten wurde hierfür jedoch die Ausrüstung geändert, nun hatten wir neben anderen Geräten auch einen Trockentauchanzug zur sogenannten Strömungsrettung bekommen. Hiermit muss man natürlich auch üben. Also fuhren wir mit unseren Feuerwehrtauchern ans Wasser an eine strömungsreiche Stelle, um uns hinter einem Wehr mal ordentlich die Wäsche durchspülen zu lassen.

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Du weißt, dass du Blaulicht- geschädigt bist, …


… wenn deine Klamotten des nachts griffbereit am Bett liegen.

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Unangenehmes Mahnmal


In der letzten Saison hatte ich mein Motorrad etwas vernachlässigt. Wobei: „etwas “ ist etwas untertrieben: Ich hatte den Hobel aus dem Winterlager geholt (also, im Frühjahr 2020…) und an die Straße vor meinem gemieteten Domizil abgestellt. Dort gibt es einen Parkstreifen parallel der Fahrbahn. Nun stand es da, unter einer Abdeckung geschützt, auf dem Parkstreifen und wartete auf einen Ausritt, der nicht kam, weil ich tausend andere Flausen im Kopf hatte.

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Programmvorstellung „Digital Audio Workstations“: „Musik! Zwo, drei …“


Als aufgewecktes Kind sucht man schon mal nach neuen Beschäftigungen. Ich meine, es ist ja nicht so, als hätte ich kaum Betätigungsfelder: Modellbau, Bagpipe, Schneidern, Magnet- und nach Fischen fischen, freiwillige Feuerwehr, ab und zu bloggen oder ein Video zu erstellen … Aber man möchte auch mal raus aus dem „täglichen Einerlei“.

„Männer werden nie erwachsen. Nur die Spielzeuge werden teurer“, sagt man ja. – Nun, vorab: in diesem Fall nicht … 😉

Wie erwähnt, fummle ich dann und wann auch Inhalte für „deine Röhre“ oder für Schulungen zusammen und lade sie hoch. Dabei habe ich mich häufig über die Unzulänglichkeiten in Bills „Movie maker“ geärgert, wenn es um die Vertonung ging: Das Programm arbeitet dabei sehr unpräzise, was die Synchronisierung angeht. Es ist nur das Einfügen von einer Tonspur möglich, und eine Bearbeitung (außer die Lautstärkenregelung und den Schnitt) ist nicht wirklich möglich. Kommentare UND Hintergrundmusik? – Nö. Geht nur über Zwischenspeichern und erneut reinladen. Zudem wollte ich eigene Hintergrundmusik für die Videos und Clips haben, da man es tunlichst unterlassen sollte, öffentlich mit fremder Musik zu prahlen: Das Internet ist kein rechtsfreier Raum, und man muss mit Konsequenzen rechnen. Aber, da war doch was … Gibt es nicht so Programme, um Musik auf dem Computer nicht nur zu bearbeiten, sondern sogar auch direkt zu machen?

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Alles für den Job …


Irgendwann ist man in dem Alter, in dem der gewöhnliche Alltag nicht mehr reicht, um sich für den Job fit genug zu halten. Dann muss man wohl oder übel nachhelfen.

Der Jogging- Versuch ging daneben: Ich bekam nach dem 3. Lauf eine Sehnenreizung. Aber wir hatten da ja noch dieses Fahrrad im Keller stehen, was seit Jahren vor sich hin dämmerte! Also beschloss ich, dass Fahrrad fahren besser für die Achillessehne sei und kaufte mir in dem Wissen um einen untrainierten Derrière zunächst im Fachhandel einen guten Sattel mit Vermessung des ersteren, damit das zu erstehende gelhaltige Konstrukt deutscher Ingenieurskunst die perfekte Verbindung zwischen Mensch und Maschine sei. Dieser (also, der Sattel) war zwar nach Erhalt schnell montiert, aber der Ausritt musste aus wetterbedingten Gründen zunächst mal einen Tag warten.

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Dicke Augen


Vor ein paar Minuten waren Stefan und ich nach einem Einsatz mit dem RTW wieder in die Wache eingerückt. Es war schon fast Mitternacht, und während Stefan den Wagen für die nächste Dienstfahrt fit machte, telefonierte ich mit der Leitstelle, um dort den Namen der letzten Patientin kundzutun: Eine Dame war auf der Straße gestürzt und hatte sich den Kappes demoliert. Nichts schlimmes, aber der Passant, der den Notruf absetzte, konnte keinen Patientennamen angeben – und in Deutschland muss eben alles seine Ordnung haben. 😉

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Hackedicht


Abends auf der Wache stieg ich nach einem Rettungs- Einsatz mit meinem Kollegen Bernd die Treppen zum ersten Stock hinauf. Durch das Treppenhausfenster kann man auf den Parkplatz vor einem Imbiß schauen. Plötzlich stutzte Bernd und blieb stehen: „Hömma, der Elefanten- Turnschuh da unten, ist der auf den davor geparkten Wagen aufgefahren?“ Ich schaute auch aus dem Fenster, und tatsächlich: Auf dem Parkplatz stand ein schwarzer Kleinwagen, der verdächtig dicht an dem davor geparkten Auto stand. „Joaah … könnte sein…“, entegegnete ich mit zusammengekniffenen Augen. Aber da unser Zentralgestirn schon hinter dem Horizont verschwunden war, hatten wir bereits schlechtes Büchsenlicht. „So ganz genau sehe ich das aber nicht.“

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Auch Tote müssen warten


Ich war in dieser Schicht Maschinist des Löschfahrzeuges und gerade mit Robert in der Fahrzeughalle mit der Reinigung eines Geräteraumes im HLF beschäftigt. Hierzu müssen alle Geräte aus dem betreffenden Gerätefach gepflückt werden, um die Halterungen und Schubladen zu putzen. Klar, dass genau in so einem Moment erhöhte Wahrscheinlichkeit besteht, dass die Alarmlichter angehen. Und so kam es auch …

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