PSU: Wenn die Kollegen plötzlich nerven


Häufig liest man in den Medien etwas über Einsätze, die belastend sein können: Menschen sterben, Kollegen werden verletzt …  Manchmal sind diese Einsätze Extremsituationen, und nicht immer bleiben danach all‘ die Eindrücke im Gerätehaus. Doch während die Betreuung für die Opfer, deren Angehörige oder für die Zeugen des Vorfalles gezielt angeboten wird (Stichwort: Notfallseelsorge), wird von den Einsatzkräften oft erwartet, dass sie „schon damit klar kommen werden“. In der Tat klappt das häufig auch, sonst wären die Kollegen in Blau und Rot größtenteils gestört. 😉  Durch Erfahrungen, Heranführung über Übungen und dem Quatschen nach einem Einsatz ist der Käse meist gegessen. Weiterlesen

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Sitzpisser


Praktikant: Kleiner Retter, der mal groß werden will. 😉

Zur Ausbildung hatten wir einen Sani- Praktikanten zugewiesen bekommen, der nicht nur als „medizinischer Sherpa“ gute Dienste leistete, sondern sich auch wirklich sehr interessierte. Dadurch waren wir bei den RTW- Einsätzen zu dritt unterwegs. Heute würde er etwas über den „Umgang mit Patienten“ lernen …

An diesem Abend bekamen wir eine Meldung auf den Piepser, bei der jeder Pflasterkleber begeistert ist: „HP-Alk vor REWE“ hatte der Callboy uns geschickt. Jemand hatte zu viel getrunken und fermentierte also vor dem Supermarkt rum, was irgendwem nicht passte. Ob der Betreffende wirklich Hilfe brauchte, ist oft eine ganz andere Sache. Weiterlesen

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Fundstück: Brunz- Cover im Fläschchen


Alles, was oben reingeschoben wird, muss irgendwann am Ende des Stoffwechsels unten wieder raus. Und das nicht immer im passenden, einsamen Moment: Man hat oder bekommt Besuch, oder die Liebste wollte eigentlich anschließend Baden – aber die schweren Schwaden wabern nach dem Abstoßen des Endproduktes durchs Bad und hinterlassen eine lebensfeindliche Atmosphäre. Der Spiegel beschlägt, die Wandfliesen lockern sich und die Silberfischchen huschen mit einem Bündel über der Schulter vorbei … Das kann je nach anwesendem Personalstamm mal peinlich, mal ärgerlich sein. Weiterlesen

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Wenn es „menschelt“


Morgens um halb fünf keifte mich der Melder der Freiwilligen aus dem Bett. Im Dunkeln und mit verklebten Augen las ich irgendwas von „Hilfeleistung: Tragehilfe. Bauchschmerzen“. Ich tüdelte mich also in den für Nachteinsätze bereitliegenden Trainingsanzug und fuhr im mentalen Notbetrieb durch die menschenleere Kleinstadt zum Feuerwehrhaus. Weiterlesen

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Schlüsselerlebnis


Mitten in der Nacht brüllt das Panikklötzchen vom RTW los, den ich in dieser Schicht mit Ralf besetze. Durch den Schleier meiner „Ruhe- getrübten“ Augen erkenne ich irgendwas mit „Bewustlos“. Ralf, im Bett nebenan, stöhnt auf: „Och nö, hoffentlich ist das keine Rea!“ – Was nicht so unwahrscheinlich war: Wird man tagsüber mit diesem Stichwort oft vor Ort von einem entspannt lächelnden Patienten begrüßt, dem bloß mal kurz schwindelig war, heißt es nachts oft, dass ein Mensch aufwacht und einen kalten Partner neben sich liegen hat. Wir springen also in die modisch- roten Buchsen und laufen zum Pflasterlaster. Unterwegs picke ich noch das Alarmschreiben aus dem Drucker: „Unser Notarzt kommt auch“, sage ich beim Einsteigen in unseren Dienstwagen. Wir fahren los. Weiterlesen

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Preußisches Erbe


Oft genug ärgere ich mich über die vielen englischen Begriffe, die völlig unnötig deutsche Wörter verdrängen, obwohl die Sprache unserer Ureinwohner durchaus gleichbedeutende, jedem bekannte Vokabeln bereithält.

Dass es aber auch umgekehrt geht, sieht man ab und zu bei Schreiben von Behörden, die sich standhaft weigern, sich der Sprachentwicklung der letzten – sagen wir mal – 50 Jahre anzunähern. Weiterlesen

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Kurz notiert in eigener Sache:


Das Blog hat mittlerweile über 400 Follower! Danke dafür. Schreiben macht schließlich erst richtig Spaß, wenn es dann auch gelesen wird!

Der 400. Follower ist übrigens Jonas, der von mir dafür eine kleine Überraschung erhält. Also, wenn er sich traut, mir seine Adresse zu schicken. (@Jonas: Kumma inne Post!) 😉

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